28. Oktober – und ich fang langsam wieder an zu reminiszieren.

Na ja, es kommen Halloween/Samhain/Allerheiligen. Da gedenken wir der verstorbenen AhnInnen, und es ist das Neujahrsfest der Hexen.

Dann hab ich am 11. November Geburtstag. Für mich ebenfalls immer ein Grund, zurück zu schauen und auch voraus – was ich in meinem Leben noch machen will.

Und dann kommt das Jahresende. Neujahr.

Also lieg ich gar nicht so falsch.

Ich mach das immer gern, um mich umzuschauen, wo ich grad stehe. Was ich schon hinter mir habe. Im Sinne von: Was ich aus meinem Leben gemacht hab.

Und was ich noch erleben möchte. Wo die Reise hin geht. Was ich am Ende nicht bereuen möchte, nicht gemacht zu haben.

Ich hab Spaß daran. Und es macht mich auch nicht wehmütig. Denn ich achte sehr darauf, die Träume, die ich von meinem Leben hab, auch wahr zu machen.

Das bin ich heute – mit fast 44.

2020 also. Was für ein ereignisreiches Jahr!

Mehr Fotos und Einzelheiten gibt’s in den jeweiligen Monatsrückblicken.


Januar: alles kommt anders, als geplant

Der erste Monat des neuen Jahrzehnts – der Zwanziger Jahre!
Ich verspürte zum Jahreswechsel zwei große Wünsche:

  1. Ich wollte einen guten Grundstein für das neue Jahrzehnt legen.
  2. Und ich wollte das Jahr langsam beginnen.
  • Ausflug zur Wehrkirche Beucha bei Wurzen
  • träumte von einem eigenen Auto
  • Ich habe 6 Bücher (um-)geschrieben
  • viele Vorsorge-Termine wahrgenommen: Hautarzt, Hundefriseur, Nikita Impfen
  • Vorräte angelegt (schon bevor die Welt von Corona-Lockdown wusste): Hundefutter, Nudeln, Couscous, Grundnahrungsmittel, Räuchertofu, Lieblingswein
  • Schwester versorgt mich erstmals mit geretteten Lebensmitteln

alles kommt anders als geplant:

  • 2 Musiker, die ich auch ein bisschen persönlich kennenlernen durfte, sterben unerwartet
  • und ich erfahre plötzlich Mitte des Monats, dass unsere WG nicht weiter bestehen kann und ich eine eigene Wohnung suchen muss
  • aber kleine Wohnung genau oben drüber wird frei
  • Neue Vorsätze für neues Leben in eigener Wohnung: veganer(-e) Ernährung, wegwerfplastikfreier Konsum und mehr Wiederverwenden
  • Ich habe 3 Aquarien abgebaut, weil ich über dem genehmigungsfreien Volumen lag
  • ich erwarte jetzt ungeduldig meinen Umzug (den Auszug der Vormieterin)

Februar: Der anstrengende Umzugsmonat

  • Ich bin 3 Wochen lang umgezogen: Kistenschlepperei, einrichten, putzen und räumen
  • Nikita findet tagsüber keine Ruhe zum Schlafen/Dösen
  • viele Möbel aus der alten Wohnung per Kleinanzeigen „für Selbstabbauer“ verkauft oder verschenkt (Küche, große Palme)
  • sehr viel Hilfe von Nachbarn, Mitbewohnerinnen, Schwägerin (Sofa zum Sperrmüll gebracht) und Aquarienfreundin
  • mir fehlt das Tiefkühlfach sehr (mag kein Dosengemüse, rohes Gemüse verdirbt schnell)
  • weitere Vorsorgetermine erledigt: Gynäkologe, Nikitas Impfungen
  • Comedyserie „Miranda“ geguckt

März: Der Monat, in dem die Erde still stand

  • strenge Ausgangsbeschränkungen, Geschäfte bleiben geschlossen, Reisen & Familientreffen sind untersagt
  • ich sehe 3 Wochenenden Schatz nicht, weil er vor kurzem noch unterrichtete
  • Hundespaziergänge sind möglich
  • ich hab 3 Bücher gelesen
  • viele neue Pflanzen und eine Gruppe Leuchtaugenfische von einer Freundin bekommen (vor der Kontaktbeschränkung)
  • viele E-Bücher fertiggestellt und veröffentlicht
  • meine Wohnung organisiert und gemütlicher gemacht (Wandteppich, Läufer, Bilder an den Wänden, Kleiderschrank organisiert …)
  • alle neuen Leuchtaugenfische sind gestorben (krank)
  • Nikitas 5. Geburtstag
  • hab eine Evakuierungs-/Krankenhaustasche gepackt

April: Ostern in Corontäne

  • Ausgangsregeln etwas gelockert, Roadtrips mit Schatz und Nikita sind möglich
  • wir müssen Mund-Nasen-Masken tragen, was mir zuerst sehr beängstigend vorkommt, aber schnell normal wird
  • größeres Aquarium für die Küche (54l), Black Mollies im Wohnzimmer (waren alle krank), orangene Garnelen
  • Ostern in Corontäne – ohne Familie, nur mit Schatz bei mir
  • Kleinkram, Badvorleger, Gläser, Tassen, Schuhregal vor dem Haus verschenkt (Kiste)
  • Blumenampeln aufgehängt, provisorische Gardine
  • die Waschmaschine aus der WG in meine Wohnung gebracht

Mai: Biz-Intensivkurs mitgemacht

  • man darf wieder in Restaurants & Geschäfte
  • 1 Monat an einem Biz-Intensivkurs teilgenommen
  • Nikita wäre beinahe überfahren worden, hatte danach Blasenentzündung
  • Kühlschrank mit Eisfach bestellt
  • 2 neue Geweihschnecken
  • gute Vorsätze bei der Ernährung, viel Salat, weniger Kohlenhydrate

Juni: Sommermerkung

  • für viel „Sommermerkung“ gesorgt: baden gewesen, Radler getrunken
  • Pfingsten – durften noch immer Familien nicht besuchen; Schatz und ich waren im Kloster Klosterbuch
  • es war heiß
  • Roadtrips mit Werkstattwagen (wir probieren einen „beschlafbaren“)
  • Elbestrand mit Schwester und Familie
  • Hunde-Kranken-und-OP-Versicherung abgeschlossen
  • Beschränkungen werden etwas gelockert: darf Heimbewohner wieder draußen treffen
  • dürfen die Schwiegermutter wieder besuchen
  • 2 x viele Glühwürmchen gesehen (stand immer auf meiner Bucket list)

Juli: neuen Biz-Lehrer entdeckt

  • Fliesensticker in der Küche angebracht – Wohnung mehr zu meiner gemacht
  • Frankie-Hippiekleid in 9 Farben bestellt
  • 8l-Cube und Schatz‘ altes 25l-Becken bekommen: Schneckennachwuchs aufgezogen
  • 2 Zimmerpflanzen von einem Gartentor-Stand
  • Nikita soll mehr knabbern (Zahnpflege): Nackensehne besorgt
  • Bodo Schäfer entdeckt, seinen Chancen-Planer bestellt, sein Kinderbuch gehört und der jungen Nichte geschenkt
  • jüngste Nichte hat 1. Geburtstag: waren Eis essen
  • Roadtrips in der Umgebung mit kurzen Wanderungen, Räschner See, Pizzeria
  • Dieffenbachie, Gummibäumchen, Zebrakraut gekauft
  • Mitbewohners Kosmetikregal wird meine Blumenbank
  • waren bei den Eltern (1. Mal seit Weihnachten gesehen): grillen, baden, Ausflüge, München

August: Frauen-Intensivkurs absolviert

  • mehrmals Migräne
  • Nikita war beim Friseur: sehr kurz, war 1 Woche lang nervös und verstört
  • Einrichtungs-, Biz- und Donna Divina-Workshops mitgemacht
  • Donna Divina-6-Wochen-Kurs gebucht
  • Homeoffice-Workstation eingerichtet
  • morgens um 7 mit Nikita an der Elbe
  • auf der Bosel, Roadtrips Elbsandsteingebirge, Dippoldiswalde
  • 1 x baden in Oberwartha (sehr heiß)
  • langsam Deko und Garderobe auf Herbst umgestellt

September: Besuche & Beziehungen

  • echtes Papierbuch gelesen
  • Nichten schlafen hier
  • Freundin von weiter weg besuchte mich
  • Wildgehege Moritzburg, Geierswalde
  • Fibroschmerzen kehren mit Kälte und Nässe zurück

Oktober: Tageslicht & Urban Jungle

  • Nikita war beim Friseur: angenehm kurz, total lebhaft hinterher
  • Schatz im Krankenhaus
  • Tageslichtleuchten bestellt
  • Schlafzimmer umgeräumt
  • viele neue Pflanzen
  • viel Instagram
  • kleinste Aquarien aufgelöst (6l, 8l, 1 x 12l)
  • Neustadt- und Städtespaziergänge
  • viele Verschenkekisten-Beutestücke
  • Nikita soll schlafen, damit sie weniger nervös ist

So, 2 Monate hat dieses ereignisreiche Jahr noch. Mal sehen, was uns der November und Dezember bringen. In den USA wird der Präsident gewählt. Am 26. November ist Thanksgiving, und ich konzentriere mich im nächsten Monat ebenfalls auf Dankbarkeit. Und dann werden wir sehen, wie wir alle Weihnachten verbringen werden.

Machen wir das Beste draus. Genießen wir, was wir haben. Es ist auch schön, Zuhause sein zu dürfen und mal langsamer zu machen.

Sehen wir das Gute in diesen Zeiten. Die neuen Möglichkeiten, die die Situation auf jeden Fall auch für uns bereit hält.

Pass gut auf dich auf.

Deine Sandra


Zu den jeweiligen Monatsrückblicken.

Hier kannst du mit mir in Kontakt treten. Bitte denke dran, nett zu bleiben. Hier lesen und schreiben Menschen wie du.