Schritt 1: Einfacher leben – deine erste Maßnahme

Du fühlst dich gerade mies? Irgend etwas in deinem Leben passt einfach nicht? Du gehörst nicht in diesen Job? Oder zu den Leuten, mit denen du zu tun hast?

Dann ist dein erster Schritt, dir zu erlauben, dir deine Alternativen vorzustellen.

Das braucht wirklich eine Art innerer Erlaubnis.

Denn wir sind eher nicht so programmiert, an Möglichkeiten und Erfolg zu glauben. Vielmehr halten wir uns selbst zu oft zurück.

Wir alle hören doch ständig in unseren Köpfen kritische Stimmen. Diese Stimmen ähneln denen unserer Eltern, als wir noch Kinder waren. Oder Lehrern.

Sie sagen: „Das Leben ist kein Ponyhof.“ „Im Leben kriegst du eben nicht immer alles, was du willst.“ „Das Leben ist hart.“ „Arbeiten macht nun mal keinen Spaß.“

Aber glaubst du ihnen wirklich, wenn du mal ehrlich bist?

Die kritischen Stimmen in deinem Kopf sind von gestern

Wenn du dich aber gerade sehr schlecht fühlst, so wie dein Leben im Moment läuft, dann bist du selbst es, die es ändern muss.

Indem du diese Stimmen in deinem Kopf hinterfragst. Oder sie herausforderst. Oder sie wenigstens mal in den Kurzurlaub schickst und dich dafür öffnest, dass das Leben doch ein bisschen mehr so sein könnte, wie du es haben willst.

Guck mal, ich hatte auch den Beruf ergriffen, den meine Eltern für mich ausgesucht haben. Weil ich mit 18 oder so eben einfach noch nicht viel vom Leben wusste, und ich so immerhin in Berlin leben konnte. Das war ja schon mal was.

Aber dann war dieser Beruf überhaupt nicht das, was mich interessiert oder glücklich gemacht hat. Im Gegenteil, er machte mich krank und unglücklich und einsam. Mit Anfang 30 brach ich bei meiner Ärztin zusammen.

Ich war inzwischen älter geworden und hatte angefangen, eigene Vorstellungen vom Leben zu haben. Und das waren nicht die, die meine Eltern für mich gehabt haben.

Nur: Du lebst dein Leben nicht für deine Eltern, sondern für dich.

Das sind die einzigen Jahre, die du hier auf der Erde verbringst. Nutzt du sie?

Vielleicht habe ich mich spät abgenabelt, aber mit Anfang 30 fing ich endlich an, mir selbst ein Bild von der Welt und dem Leben, das ich führen will, zu machen und die Aussagen der früheren Generation, die noch in meinem Kopf herumspukten, in Frage zu stellen.

Dies hier ist nicht mehr die Welt unserer Eltern

Unsere Eltern haben noch eine ganz andere Welt erfahren als wir heute. Sie haben fast immer von der Lehre bis zur Rente in dem selben Betrieb gearbeitet. Sie haben sich einmal festgelegt, und dabei mussten sie bleiben. Sie haben mit Anfang 20 ihre Kinder bekommen, weil das eben damals so war. Viele haben in ihren Zwanzigern oder Dreißigern ein Häuschen gebaut, und dann änderte sich ihr Leben nicht mehr großartig.

Aber wie reif und erfahren ist man wirklich mit 20 oder 25?

Wir können uns heute mehr Zeit lassen und auch frühere Lebensentscheidungen nochmal ändern. Wir sind oft sogar gezwungen, öfter die Arbeitsstelle zu wechseln, vom Ort der Kindheit weit weg zu ziehen oder eine Partnerschaft zu beenden.

Mit 30 werden wir heute gerade mal so langsam erwachsen. Viele kriegen ihre Kinder erst mit über 30. Und viele andere bekommen überhaupt keine Kinder.

Ein Haus haben heute die wenigsten meiner früheren Mitschüler. Und viele von uns wollen sich auch gar nicht mehr dermaßen festlegen.

Die Welt hat sich verändert. Unsere Eltern hatten weniger Haushaltsgeräte, weniger Fernsehsender, weniger Ablenkung, keine Handys und kein Internet. Und sie waren von Eltern erzogen worden, deren Welt noch einmal ganz anders war. Die hatten Hunger und Krieg erlebt. Ihre Einstellung zum Leben war zwangsläufig ganz anders geprägt als unsere heute.

Mit der Technologisierung und dem Fortschritt der Welt ändern sich eben auch unsere Lebensumstände. Wir heute leben ein komplett anderes Leben als unsere Eltern und deren Eltern. Wir kennen mehr Möglichkeiten, alternative Lebensmodelle. Wir haben mehr Freiheiten. Und andere Grundvoraussetzungen.

Deshalb dürfen wir nun auch die Aussagen unserer Eltern in unseren Köpfen überarbeiten.


Heute verbringe ich meine Tage nicht mehr im Zug oder im grauen Büro mit Aktenstapeln. Heute sitze ich in Yogahosen an meinem MacBook und schreibe Blogartikel und erstelle Webseiten für faszinierende Klientinnen.

Ich wohne am Wasser und beginne meine Tage entspannt um 9 Uhr mit einem Morgenspaziergang und dann bei Milchkaffee, statt um 5 Uhr mit schrillem Weckerklingeln und dann 2 Stunden verpennter Zugfahrt zur Arbeit.

Jetzt habe ich meinen Lebensgefährten, mit dem ich an den Wochenenden auf Roadtrips und Spaziergänge gehe.

Wie du den Lebensstil erreichst, den du dir vorstellst – so einfach und bewusst, wie du selbst es willst:

Dein erster Schritt zu mehr Zufriedenheit: Gib dir selbst die Erlaubnis, dein Leben zu hinterfragen und dir das zu erschaffen, was du wirklich leben willst

Der erste Schritt ist die Erlaubnis an dich selbst, dir dein wirkliches Wunschleben vorzustellen.

Halte dir vor Augen, welches Leben du „eigentlich“ leben willst. Ohne es deinen Eltern oder Nachbarn oder Vereinskollegen recht machen zu wollen und dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Denk dran, du hast nur die paar Jahrzehnte.

Du kannst dir einfach mal ganz ehrlich aufschreiben, wie du dein Leben „eigentlich“ gern hättest. Du wirst dich über dich selbst wundern.

Und so bekommst du Klarheit.

Erlaube dir deine eigenen Vorstellungen

Du musst nicht bei dem bleiben, was du mit 20 mal beschlossen hast. Oder was andere für dich entschieden haben.

Mach dir deinen eigenen Plan. Erlaube dir deine eigenen Vorstellungen.

Jetzt bist du alt genug dazu.

Mache dir ganz genau klar, was du haben willst.

Und dann gehe die nötigen kleinen Schritte, die es braucht.

Tag für Tag für Tag! Denn dein Alltag ist unser Leben. Keine Generalprobe. Sondern das Stück, die Vorstellung selbst.

DSC03504 b2 rund

Und wenn du dabei Hilfe brauchst – hier bin ich!

Deine Mentorin für den Neuanfang.

Sandra


Der ganz praktische nächste Schritt

Hier sind die drei Dinge, die ich 2008 unternommen habe, um aus meinen alten Lebensumständen rauszukommen:

Bevor ich 2008 tatsächlich meine Stelle aufgab, habe ich sehr gründliche Inventur zu meinen eigentlichen Lebensvorstellungen gemacht. Hier sind die 3 Dinge, die ich damals verändert habe, um aus meiner krank machenden Arbeit und Lebensweise heraus zu kommen:

Deine Adresse ist bei mir sicher. Kein Spam.

3-wege-aus-der-krise-neues-cover

ganzichselbst. einfach leben.

 


Der nächste Teil dieser Neu anfangen-Artikelserie

Schritt 0: Märtyrer sind ein Auslaufmodell – hier ist dein Retter aus deinem Elend (wichtige Grundlagen)

Schritt 1: Einfacher leben – deine erste Maßnahme (die Erlaubnis)

Schritt 2: Wie du den Alltag erschaffst, den du dir wirklich wünschst (das praktische Werkzeug: Ein Vision Board)

Schritt 3: Mach Platz, um endlich zu leben

Schritt 4: Dein Leben ist zu kostbar für diesen üblen Job!


About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

Comments are closed.