Monat Nr. 2 ist nun auch rum.

Wie war er bei dir?

Bei mir? Anstrengend!

Aber total lohnend.

Nun zuallererst natürlich:

Ich bin 3 Wochen lang umgezogen

Kistenschlepperei.

Einrichten.

Putzen und Räumen.

Nikita merkt man die Anspannung an

Dass wir jetzt in anderen Räumen schlafen, hat ihr offenbar nie was ausgemacht. Aber dass sie tagsüber einfach keine Ruhe findet (Hunde schlafen auch tagsüber tief und fest), weil sie immer aufpassen muss, wohin ich gehe, und weil ich einfach immer wieder aufspringe, um was rumzuräumen, das nimmt sie mit.

Sie ist reizbarer, schreckhafter. Bellt noch wegen der noch neuen Geräusche im Treppenhaus, wenn die Nachbarn durchlaufen.

Aber sie betritt die alte Wohnung nicht mehr gerne. Wenn ich nochmal rein muss, bleibt sie davor stehen oder legt sich auf die Zwischentreppe. Kann daran liegen, dass der andere Hund – Flora – sie in letzter Zeit mehr einschüchterte.

Manche Menschen sind … unglaublich

Ich habe viele Möbel aus der alten Wohnung per Kleinanzeigen „für Selbstabbauer“ verkauft oder verschenkt. Einige Abholer sind vorbildlich vorbereitet, kommen zur verabredeten Zeit, bringen sogar Werkzeug und Sackkarre mit, sind freundlich.

Einige andere sind sympathisch, aber etwas unvorbereitet. Wie der Mann, der einen großen Küchenschrank abholen wollte. Ganz allein, ohne Sackkarre oder ähnliches. Aber als wir Frauen ihm beim Runtertragen halfen, achtete er immerhin immer drauf, dass wir den Rücken gerade halten. Er ist Yogalehrer.

Und dann gibt es die Dreisten: Die Küchenteile geschenkt abholen wollen, eine Zeit verabreden, und dann gar nicht auftauchen (das hatten wir so oft!). Oder aber kommen, begutachten, einen Schrank abhängen und runtertragen, und dann verschwinden. Der Hängeschrank stand dann unten im Treppenhaus.

Das ist so ärgerlich und enttäuschend! Und zeitraubend. Und einfach … unfassbar unhöflich! So benimmt man sich nicht!

Ich habe gelernt, um Hilfe zu bitten.

Ich habe sehr viel Hilfe erfahren, von unerwarteter Seite. Ich hatte schon gedacht: ‚Wenn ich mal umziehe, hab ich gar keinen großen Freundeskreis, der mir helfen wird.‘ Aber ich hab Hilfe von unerwarteter Seite erhalten:

Weil ich nur 1 Treppe höher zog, und das den Nachbarn erzählte, boten mir mehrere Parteien ihre Hilfe an. Von einem Mann und seinen Mitarbeitern nahm ich das für den großen Schrank und das Bettgestell auch sehr dankbar in Anspruch.

Die Mitbewohnerinnen halfen mir bei einigen Kommoden etc., die einfach zu zweit besser gehen.

Eine Aquarienfreundin half mir bei den beiden großen Aquarien.

Und meine Schwägerin mit dem großen Auto bat ich um Hilfe beim Wegschaffen meines Sofas zum Wertstoffhof.

Das macht mich übrigens wehmütig. Aber es ist echt nicht mehr zu gebrauchen. (Die Decken und Kissen täuschen über den wahren Zustand.) Mein treuer Gefährte so vieler schöner Jahre – in Berlin und dann in 2 WG-Zimmern hier.

Die neue Wohnung tut uns gut

Hier in der neuen Wohnung wache ich z. Zt. früher auf. Und hab dann mehr Elan.

Ich werde aktiver und kreativer. Hab schon gründlichst den übernommenen Kühlschrank geputzt, Muffins gebacken, Pflanzen umgetopft.

Manchmal klappte es, dass ich Nikita allein lassen konnte, ohne dass sie bellte.

Ich widme mich mehr den einzelnen Aquarien. Jetzt wo sie nicht mehr alle bei einander stehen und ich immer durch die benachbarten abgelenkt werde.

Und ich bin achtsamer mit meinem Essen. Ich habe ja kein Eisfach im Moment, kann also nicht einfach schon geschnippeltes Gemüse in den Topf kippen, ohne hinzuschauen. Ich muss es kaufen, auswählen, schälen, putzen, schnippeln, schauen, dass es nicht verdirbt …

Ich habe bei Dingen, die ich neu anschaffen musste, versucht, ökorrekter zu handeln: Zuerst mal rumgefragt, ob es jemand übrig hat. (Schwiegermutter, Schwester, WG …) Und bei Neukauf: Keine Plastikbürsten, sondern Holz. Kein Plastikbrettchen, sondern Bambus …

Und ich hab ’ne Aloe gerettet.

Dass ich im Januar größere Vorräte angelegt habe, zahlt sich jetzt aus

Denn der Umzug kam ja völlig überraschend (vor 1,5 Monaten wusste ich noch nichts davon!), und so gehen Mietkaution (3 Kaltmieten), Maler für die WG-Wohnung, Abstand für Möbel und Waschmaschine ganz schön ins Geld. Da bin ich froh, dass ich von Vorräten zehren und sparsam wirtschaften kann, diesen und nächsten Monat.

Danke, Sandra aus dem Januar!

Ach ja, die letzten Arzttermine haben wir auch erledigt.

Ich war bei der Gynäkologin. Nikita hat ihre letzte Impfung bekommen. Das wäre erledigt für dieses Jahr.

Ich hab Miranda wiederentdeckt

Ich hab Miranda Harts Buch „Peggy and me“ gelesen – über ihr Zusammenleben mit ihrer Hündin. Und viel von Nikita und mir darin wiedergefunden.

Ich folge ihr auf Facebook und Instagram. Sie schreibt viel über psychische Gesundheit.

Und jetzt hab ich ihre Comedyserie geschaut.

Britischer Humor. Etwas Mister Bean-mäßig. Aber sympathisch.

 


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