5 Tipps, wie du deine Energie managst, nicht deine Zeit

Wir alle haben einen bestimmten Vorrat an Energie. Der kann zwar nach physikalischen Gesetzen nicht vermehrt oder verringert werden, aber wenn wir uns schlapp und lustlos fühlen, kommt es uns schon so vor, als wär sämtliche Energie verbraucht. Dann müssen wir erstmal wieder „auftanken“, uns erholen. Das liegt daran, dass wir diese Energie für die „falschen“ Dinge verwendet haben.

1. Wie viele Löffel hast du? Wie viele verbrauchst du? Und wofür?

Es gibt die Löffeltheorie von Christine Miserandino. Um einer Freundin zu verdeutlichen, wie es ist, mit einer chronischen Krankheit zu leben, die sie in allen Bereichen ihres Lebens schwächt, nahm sie ein Bündel Teelöffel. Der gesamte Löffelvorrat symbolisierte ihre komplette Energie, die sie für den Tag zur Verfügung hat. Dann begann sie, ihren Tagesablauf aufzuzählen und für jede noch so normale Tätigkeit ein oder mehrere Löffel wegzulegen Jede Tätigkeit kostete sie ein wenig ihrer Energie, und irgendwann war der Vorrat erschöpft. Oft schon, bevor der Tag zuende war.

Das gilt nicht nur für chronisch kranke Menschen. Jeder von uns ist irgendwann erschöpft. Unser moderner Alltag erfordert oft mehr Löffel, als wir zur Verfügung haben. Hier sind Selbstkritik und Selbsterkenntnis gefragt. Es ist wichtig, sich zu überlegen, wofür wir unsere Löffel ausgeben und rechtzeitig zu merken, wenn sie uns auszugehen drohen.

2. Es ist leichter, sich von geringer Erschöpfung zu erholen als sich erst komplett auszulaugen

Burnout ist ein großes Problem unserer Zeit. Und das Traurige ist, dass es immer mehr Bevölkerungsgruppen trifft: Manager, Angestellte, Selbständige, ja sogar schon Schüler.

Um es nicht so weit kommen zu lassen müssen wir ständig auf unsere Körpersignale hören. Wir drücken Schmerzen einfach per Tablette oder Operation weg und machen so weiter wie zuvor.

Aber Schmerzen sind Signale. Hilferufe des Körpers, wenn wir so wollen. Kopfschmerz ist ein Zeichen von Druck. Magenkrämpfe zeigen Stress und Ängste an. Infekte wollen uns zur Ruhe zwingen, wenn wir sie uns nicht selbst gewähren.

Wenn wir nicht drauf reagieren, bricht der Körper irgendwann zusammen. Und es wird eine lange Zeit brauchen, wieder gesund zu werden. Wenn wir denn je wieder vollständig davon genesen.

3. Wie du herausfindest, was dir deine Energie absaugt

Finde deine Energielecks. Halte deine Energie zusammen und gib sie für die richtigen, dir wichtigen Dinge aus.

Deine Energielecks sind sehr persönlich.

Das können Kleinigkeiten sein, die dich immer wieder ärgern oder dir ein schlechtes Gewissen machen.

Du bemerkst sie vielleicht sogar kaum, aber sie sind da. Und sie sind nervig. Z. B. die Ecke mit dem Gerümpel. Wenn du das endlich mal beseitigst, wirst du einen Energieschub erleben. Immer wieder, wenn du die nun leere, ordentliche Ecke anschaust.

Wenn die kleinsten Kleinigkeiten fehlen, wenn du die Shampooflasche immer bis auf den Grund leer werden lässt, bevor du eine neue kaufst. Das zieht unnötig Energie.

Die ein, zwei wichtigen Dinge, die schon ewig auf deiner To do-Liste stehen.

Mach einen Tu-es-day oder GYST – Get your shit together -Tag. Und wenn du dir nur einen Tag in der Woche dafür nimmst, um mal all den nervenden Kleinkram oder auch die anstehende größere Aufgabe endlich zu erledigen.


In unserer Einfach Leben-Gruppe für Frauen auf Facebook haben wir den Tu-es-day – jeden Dienstag.


Man sagt auch, dass man gleich morgens als erstes „die Kröte schlucken“ soll. Damit hat man das Schlimmste des Tages bereits hinter sich und kann den Rest viel entspannter angehen. Mal ehrlich, wie geht’s dir den ganzen Tag, wenn du eine wichtige Aufgabe vor dir her schiebst? Mach sie!

Alles, was nicht wie geplant funktioniert, frisst deine Energie auf

Repariere, was kaputt ist, oder ersetze es. Überdenke Systeme und Gewohnheiten, die nicht (mehr) funktionieren.

Alles, was du nicht willst, frisst Energie

Dinge, die dir Spaß machen, geben dir Energie. Wenn du an deinem Hobby sitzt, merkst du gar nicht, wie die Zeit vergeht. Du fühlst keine Müdigkeit, kein „Ooooch, ich will nicht …!“

Zu welchen Terminen hast du gar keine Lust mehr? Welches regelmäßige Treffen braucht jedes Mal deine ganze Überwindung? Streiche es ein für alle Mal aus deinem Leben, und du wirst neue Energie gewinnen.

Finde heraus, was dir Freude macht. Welche Gegenstände, die du besitzt? (Und die anderen entsorgst du: Spendest sie, verschenkst sie oder verkaufst sie.)

Welche Termine und Verpflichtungen und Aktivitäten? (Die anderen streichst du. Du sagst den Vereinsvorstandsmitgliedern, dass du nicht mehr zur Verfügung stehst. Du gehst nicht mehr zur Chorprobe. Du sagst: „Nein.“, wenn dich jemand um deine Mitwirkung oder ein Treffen bittet, wo du nicht mitmachen möchtest.)

Mit meinem „Vom Minimalismus der Fülle“-Programm, bestehend aus Buch, Arbeitsbuch und Kurs, entrümpelst du systematisch dein Leben in allen Bereichen: Materielle Dinge, Aktivitäten, Zahlungsverpflichtungen, Beziehungen …

Ungeplante Zwischenfälle verbrauchen sehr viel von deiner Energie

Du kannst dich daran gewöhnen, alles noch irgendwie hinzubiegen, auf den letzten Drücker zu erledigen, das Loch hier zu stopfen (und damit ein neues für später aufzureißen). Aber es verbraucht so unendlich viel Energie.

Besser arbeitet es sich mit einem Plan und mit viel Pufferzeit dazwischen. Nimm dir nicht zuviel vor. Schreib alles auf eine Liste, die du nach Priorität abarbeitest. Streiche alles, was du nicht mehr haben willst.

Viel Energie zieht auch, wenn du das Gefühl hast, nicht genügend Geld für etwas zu haben

Verschaffe dir einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben. Das gibt dir Klarheit und Kontrolle.

Plane voraus, spare einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben an.

 

Wie du das auch mit wenig Einkommen schaffst, darüber kann dir der Geldkurs in der ganzichselbst Lounge mehr sagen.

4. Wie du Energie zurück bekommst

Ausruhen. Schlafen. Abschalten.

Alles, was uns nervt, ausschalten: Nachrichten, Werbung, das Gejammer anderer Menschen. Ziehe dich zurück und gönne dir und deinem Gemüt mal Ruhe.

Frische Ernährung.

Lebendiges Essen wie Obst und Gemüse, Salate, Säfte und Smoothies haben mehr Energie in sich als verarbeitetes Essen wie Weißmehl, weißer Zucker, totes Fleisch. Du wirst dich gleich besser fühlen, wenn du wieder mehr Vitamine in deine Ernährung integrierst.

Selbstfürsorge.

Gönne dir Zeit mal nur für dich. Verwöhne dich mit einer Massage, die du dir leistest. Schick die Kinder zu Freunden und lass dir ein Vollbad ein – unterschätze das nicht; für Mütter ist das schon der reinste Luxus, mal 20 Minuten nur für sich selbst zu haben. Mache eine Gesichtsmaske, lackiere dir die Nägel neu – abgesplitterter Nagellack zählt in die dritte Kategorie der Energielecks von oben (kaputte Dinge).

Was tut dir so richtig gut?

Planung.

Sortiere deine Sorgen und Gedanken, indem du Listen machst. Im Kopf geht alles durcheinander, es wirkt wie ein unentwirrbarer riesiger Haufen. Auch, weil sich die Gedanken im Kreis drehen und ständig wiederholen.

Aber vielleicht ist es gar nicht mehr so viel, wenn du es in eine Reihenfolge und zu Papier bringst. Und es ist nicht alles gleichermaßen dringend.

Finde die Prioritäten, und erledige die eiligsten Sachen zuerst.

Energie für den Geist

Dünge deinen Geist und motiviere und inspiriere dich neu durch beflügelnde Vorträge oder Literatur. Ein Gedicht, ein Gebet, ein inspirierendes Zitat oder ein Fachvortrag – was immer sich für dich gut anfühlt.

Wenn es sich gut anfühlt, ist das der beste Indikator für eine Sache, die dir Energie gibt, statt sie zu nehmen.Click To Tweet

Die Natur.

Auch wenn du keinen Antrieb hast – geh vor die Tür. Ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen. Oder setze dich wenigstens mal kurz auf den Balkon. Oder schau einfach nur den grünen dichten Baum vor deinem Fenster an.

Komm einfach aus deinem miserablen Energieloch raus. Mach einen Schritt.

Die Natur hat heilende Kräfte. Und die sind sogar gratis.

5. Arbeite klug mit deiner Energie

Kenne deinen Pareto.

Das Pareto-Prinzip oder die 80/20-Regel geht auf Wilfredo Pareto zurück, der herausfand, dass 20% unseres Aufwandes in der Regel 80% des Nutzens bringen.

Finde heraus, welche 20% deiner beruflichen Anstrengungen die meisten deiner Einnahmen generieren. Welche 20% deiner privaten Aktivitäten machen dir am meisten Spaß?

Konzentriere dich nur noch auf die. Schon hast du viel weniger zu tun, und du siehst auch noch viel schneller Erfolge.

Kenne deinen Zyklus.

Wir Frauen haben schon durch unseren „eingebauten“ Zyklus mal mehr und mal weniger Energie. Bzw. Energie ganz unterschiedlicher Art. Fast im wöchentlichen Wechsel.

Mal – vor dem Eisprung – ist die Energie mehr nach außen gerichtet, wir fühlen uns attraktiver und enthusiastisch und danach, neue Bekanntschaften zu knüpfen und neue Projekte zu beginnen.

Dann wieder – nach dem Eisprung bis zur Menstruation – ziehen wir uns lieber zurück, sind mehr für uns, denken und grübeln mehr, beenden offen gelassene Dinge. Oder tun einfach mal gar nichts. (In diesen „Nichts-tu“-Phasen kommen oft die besten Geistesblitze oder kreativen Gedanken zu uns. Probier’s mal aus.)

Kenne deinen Zyklus nicht nur, sondern arbeite dementsprechend.

Starte Projekte und Werbemaßnahmen und Networking in der Follikelphase (von der Menstruation bis zum Eisprung).

Konzentriere dich auf Details, schließe Schritte ab, überdenke, was du aus Projekten gelernt hast und stelle Systeme auf oder um in der Lutealphase (von Eisprung bis Menstruation).

Und wenn du weißt, dass du in den ersten Tagen der Regel Schmerzen haben oder dich einfach unwohl fühlen wirst, vielleicht mehr schwitzt, vielleicht öfter weinen musst, dann blocke diese Tage rigoros für wichtige Außentermine, Gespräche oder sogar ganz für die Arbeit nach Plan. Und gönne dir jetzt lieber Zeit zum Träumen oder Inspirieren lassen, vielleicht mit dem warmen Laptop auf dem Bauch.

So kann dein Körper entspannen und wird voraussichtlich weniger schmerzen. Und zum Fleißigsein ist dann die anderen 3,5 Wochen immer noch genug Zeit.

Übrigens: Geld, Liebe, Glück und guter Sex … das ist alles Energie. Es bedingt einander. Du kannst alles in Fluss bringen. Es liegt in dir.

 

Ich habe hier ein E-Buch, das dir weiterhelfen wird, deinen Alltag so zu leben, wie *du* es dir vorstellst.

Mit genügend Energie, Zufriedenheit, Selbstbestimmung und – ja – auch Wohlstand.

Deine Daten sind bei mir sicher.

 

 

About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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