Heute Abend kriege ich Übernachtungsbesuch, und ich hätte natürlich schon die ganzen 3 Wochen, seit ich davon weiß, die Wohnung putzen können.

Oder heute den ganzen Tag dafür einplanen und mich furchtbar stressen damit (schon mit dem Gedanken daran).

Oder: Heute einfach „on the go“ sauber machen. Da, wo ich eh grad bin.

Herumliegende Dinge mitnehmen, wenn ich in einen anderen Raum gehe.

Regelmäßig ein bisschen

Da ich ohnehin regelmäßig putze, weil ich es ja auch selbst schön haben will, ist heute nicht allzu heftiges Schrubben nötig.

Wusstest du übrigens, wofür „Chaos“ steht? Can’t have anyone over“ – kann niemanden reinlassen :D

Ich kann meistens jemanden reinlassen, ohne mich zu schämen. Ich hab in meinen vielen WG-Jahren gelernt, meinen Dreck möglichst sofort wieder wegzumachen. Und das behalte ich auch hier in meiner Wohnung jetzt bei.


Dabei halte ich die Oberflächen und generell die Stellen, die immer mal gewischt werden müssen, möglichst frei, damit ich nicht erst Zeug hin und her räumen muss, bevor ich wischen kann.


Das ist meine bevorzugte Vorgehensweise. Weil sie bedeutet, dass ich mich nicht übernehme. Putzen ist ja auch körperlich anstrengend. Nicht nur für chronisch kranke und erschöpfte Menschen wie uns. Wer macht das schon gern?

On the go

Aber wenn ich das Gästebett beziehe, während ich mein eigenes Bettzeug wegräume, dann ist das nicht so schwer. Dann gehört das irgendwie zusammen und ist nicht so anstrengend.

Wenn ich Toilette, Waschbecken, Dusche putze, wenn ich eh grad im Bad bin, und davor und danach wieder meinem anderen Tagwerk nachgehe. Dann geht das schon.

Nur in der Küche, im Bad, im Schlafzimmer hintereinander alles zu putzen – das wäre zuviel.

Deshalb teile ich mir die Arbeit in Etappen ein. Und mache dazwischen immer was anderes – z. B. Pause oder Büroarbeit.

Was ist wirklich wichtig?

Außerdem: Ich putze nach meinem eigenen Maßstab. Wie sauber möchte ich es haben, wenn ich irgendwo zu Besuch bin? Was ist mir da am wichtigsten?

Ob die Deko-Gläser im Glasschrank entstaubt sind? (Das war meiner Mutter immer sehr wichtig, wenn eine bestimmte Tante kam.)

Oder ob Bett und Bad und Küche hygienisch sind?

Meine Schwiegermutter meinte übrigens: „Linoleum – das putzt sich schnell durch.“ Und da hat sie recht :D So schlimm ist das echt nicht, wenn man am Ball bleibt.

Und noch ein Extra-Kniff:

Der Besuch kommt HEUTE. So hab ich heute schon etwas Zeitdruck und mach es auch wirklich. Weil’s heute wichtig ist. Letzte Woche war das noch nicht wichtig. Deshalb hab ich da auch noch nicht weiter drüber nachgegrübelt.

Arbeit braucht so lange, wie du ihr Zeit einräumst. Also dehne nicht unnötig aus, um tüchtig zu sein. Mach’s dir leicht und tu’s „on the go“. Slow and steady will win the race – langsam, aber stetig – ist weniger anstrengend als eine Großaktion.

Wenn du noch mehr Putzmotivation brauchst, dann schau dir youtube-„Clean with me“-Videos an. Die wirken immer :)

Was hältst du von Putzen und Aufräumen?

 

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