6 einfache Gewohnheiten für täglich mehr Zufriedenheit

Gewohnheiten, Routinen und Systeme erleichtern dir einfach das Leben. Gute Vorsätze existieren nur in deinem Kopf und sind dadurch schnell wieder vergessen. (Welchen deiner letzten Silvestervorsätzen hast du wirklich umgesetzt?) Es liegt nicht an dir. Es ist einfach nicht praktikabel. Das kann gar nicht funktionieren.

Wenn du dagegen einmal eine Gewohnheit etabliert hast, musst du nie wieder drüber nachdenken. Du machst es einfach. Und je mehr gute Dinge du an deinem Tag tust, umso besser ist dein Leben.

Oder ringst du dich jedes Mal wieder neu zum Zähneputzen durch, evaluierst seine Vor- und Nachteile, fühlst in dich hinein, ob du jetzt Lust dazu hast? Das ist eine Gewohnheit, die wir einfach tun.

Am wichtigsten ist, dass die Gewohnheit zu dir passt

Deshalb werde ich dir nie wie all die anderen Selbsthilfe-Gurus raten, früher aufzustehen. Das wirst du von mir nicht hören. Ich stehe selbst am liebsten erst um 12 Uhr auf und bin der Überzeugung, dass du besser daran tust, dich mit deinen Gewohnheiten ganz nach deinem persönlichen Rhythmus zu richten und dir deinen Alltag so einzurichten, dass er zu dir passt (deshalb bin ich ein #Freuberufler geworden). Alles andere wäre sinnlose Quälerei und nützt niemandem.

Was ich dir aber rate ist, nach dem Aufwachen – wann auch immer das bei dir ist – ein paar bewusste Momente für dich und deine Ziele zu haben.

Gerade wie du den Morgen verbringst, das bestimmt den Ton für deinen ganzen Tag

Gewohnheit #1: Den Morgen bewusst starten

Wie konkret deine Morgenroutine aussehen und wie lang sie sein soll, das hängt von deinen eigenen Vorlieben und Lebensumständen ab.

Hier in diesem Artikel rate ich dir nicht zu ewigen Morgenmeditationen oder Yogastunden oder Tagebuchschreib-Challenges. Ich weiß, dass an einem Wochentag die wenigsten dafür die Muße haben.

Hier geht es um für jeden machbare, kurze Handlungen, die dich trotzdem bewusster und wacher machen werden.

Ich liebe es jedenfalls, mir in den ersten Minuten nach dem Augenöffnen dankbar meinen Körper bewusst zu machen. Du kannst dich noch im Bett räkeln und strecken, um deinen Körper mal zu spüren. Das dauert nur ein paar Minuten. Die wohlige Wärme der Bettdecke wahrnehmen. Und dir dann schläfrige süße Gedanken dazu machen, was du dir von deinem Leben wünschst und wie dein heutiger Tag aussehen soll.

Gerade an einem Arbeitstag! Diese Momente jetzt gehören noch ganz dir selbst! Vielleicht sind das die einzigen Minuten, die du heute so ganz für dich hast. Es ist eine Wonne!

Damit gibst du dir eine Erlaubnis. Nämlich die Erlaubnis, dass du selbst es dir aussuchst, wie der Tag wird.

Vielleicht kannst du (noch) nicht entscheiden, dass du heute nicht zu dieser Arbeit gehst (natürlich kannst du das doch; du könntest dich für heute krank melden und brauchst vermutlich nicht mal einen Krankenschein dafür).

Aber du kannst entscheiden, ob du einen gesunden Orangensaft zum Frühstück willst, oder einen Smoothie. Oder dir mal richtig Zeit nimmst für deinen Kaffee.

Langsam zu dir kommst, anstatt dich sofort in Stress und Trubel zu stürzen. Dich dazu vielleicht ans Fenster stellst und dir den beginnenden Tag mal bewusst anschaust. Oder dich ein paar Minuten auf die Treppe oder den Balkon setzt und in den Morgen hineinträumst.

Oder ein paar Seiten in einem inspirierenden Buch, z. B. mit Zitaten oder Gedichten oder einer Biographie liest.

Oder du kannst das Radio plärren lassen, dir in der Zeitung die neuesten Schreckensnachrichten und Skandale durchlesen und dich so gleich richtig auf den blöden Stadtverkehr und die nervigen Kollegen einstimmen. Wie es dir lieber ist …

Du nährst nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Seele und deine Gedanken.

Du kannst, wenn du Kinder hast, doch eine halbe Stunde vor ihnen aufstehen, um deinen ruhigen Morgen zu bekommen, bevor der Trubel losbricht. Diese erste ruhige halbe Stunde nur für dich ist so kostbar! Sie macht einen riesigen Unterschied in deiner Laune, deiner Befindlichkeit und darin, wie du den Menschen und Hindernissen in deinem Tag begegnen wirst.

Wirst du lieber mit Geschrei und Streit geweckt oder dämmerst langsam aus dem Schlaf- in den Wachzustand? Im Minimalismus der Fülle-Kurs widmen wir einen ganzen Monat dem Finden unserer persönlichen Morgenroutine.

 

Bevor du dich nun nach dem Saft/Kaffee/Smoothie/Zitatenbuch in deinen Tag stürzt:

Gewohnheit #2: 

Kenne deine wichtigste Aufgabe für heute

Fang den Arbeitstag nicht mit Kleinkram oder Energiefressern an. Damit, ziellos im Netz herumzusurfen oder deine Emails zu lesen (die bessere Zeit dafür ist vor/nach der Mittagspause oder die Stunde vor Feierabend, wenn so langsam die Luft raus ist, Routineaufgaben aber noch gehen). Die werden dich gefangen nehmen im Klein-Klein. Sie werden dir ganz sicher Energie rauben, die du jetzt für Größeres brauchst.

Stell den Benachrichtigungston für Statusmeldungen und Emails aus, schalte alle Popups ab. Wenn es gar nicht anders geht helfen dir Apps wie SelfControl (Mac), Cold Turkey, Stay Focused etc. (Windows) dabei, bestimmte Seiten für eine gewisse Zeit zu sperren.

Jetzt am Morgen, besonders nach deiner entspannten neuen Morgenroutine, bist du in einer natürlichen Aufbruchstimmung. Nutze die zuerst für dein wichtigstes Projekt.

Pack jetzt am Anfang deines Arbeitstages deine großen Träume an. Sicher hast du ein großes Ziel für dieses Jahr oder die nächsten drei Monate oder für dein Leben. Oder deine Abteilung oder dein Team hat große Vorhaben. Genau jetzt – vor der Mittagspause – ist die Zeit dafür, den nächsten Schritt zu machen.

So werden deine Tage produktiver - auf ganz natürliche Weise. Click To Tweet

Wenn du dich gleich einwickeln lässt in vermeintlich dringende Anforderungen von anderen wirst du nie die Muße finden für dein wirklich wichtiges großes Projekt.

Wenn du stattdessen deine wachste Zeit zuerst dazu nutzt, einen wichtigen Schritt vorwärts zu kommen, wirst du dich so zufrieden fühlen, dass du dann den Kleinkram leichter ertragen und schneller erledigen wirst. Andersrum wird das nicht funktionieren.

Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Das ist das Parkinsonsche Gesetz. Wenn du für nervige Mailbeantwortung oder anderen Kleinkram also nur den Nachmittag hast, wirst du ihn schneller vom Tisch haben.

Wenn du mal morgens noch nicht so richtig motiviert bist, lass Facebook trotzdem zu und tue stattdessen folgendes:

Gewohnheit #3: Lies einen Blogartikel oder höre dir ein Kapitel in einem Buch an, das dich weiterbringt

Manchmal fehlt der Schwung, ich geb’s zu. Was mir garantiert immer hilft ist, einen Artikel a la „Die 10 Dinge, die erfolgreiche Menschen an jedem Morgen tun“ zu lesen oder ein Hörbuch zu dem Thema zu hören, das ich gerade studiere, z. B. Marketingstrategien. Es klappt garantiert immer, dass ich bald das Buch wieder weglege und eine der Anregungen sofort in die Tat umsetze.

Und schon bin ich mühelos in den schönsten Arbeitsflow gekommen!

Tom Hodgkinson nennt das: „Mulche deinen Geist.“ Gib dem Geist die richtigen Anregungen. Nämlich die, die er dazu braucht, deine großen Ziele in die Wirklichkeit umzusetzen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nicht nur unseren Körper nähren, sondern auch unseren Geist. Und dass es sehr wichtig ist, was wir ihnen als Nahrung geben.

Wenn du dich nicht motiviert fühlst, such dir also einen Vortrag oder Artikel, der dich in Schwung bringen wird. Hab am besten eine Sammlung solcher Webseiten in einem Lesezeichenordner bereit, denn wenn du jetzt erst anfangen musst zu suchen, wirst du wieder im Internet versumpfen.

So, damit haben wir sichergestellt, dass du regelmäßig etwas für deine großen Zielen tust. Jetzt gibt es da noch einen anderen Einwand, den du bestimmt gleich anbringen wirst:

„Aber meine Wünsche kosten so viel Geld! Das kann ich mir doch nie leisten.“

Doch, kannst du.

Wie du dir kostspielige Wünsche doch noch finanzierstClick To Tweet

Gewohnheit #4: Hab ein Sparkonto für dein großes Ziel

Viele Träume kosten Geld. Deine Reise nach Australien. Der Traum davon, von deinen Hobbies leben zu können, zu deinem Lebensunterhalt nur noch Musik zu machen, Schmuck herzustellen oder deine Fotos zu verkaufen.

Oder wie bei mir gerade: Mein Hund.

Es wäre zu traurig, wenn du einfach aufgeben und deine Träume abschreiben würdest, weil ein Hindernis auftaucht. Am Ende deines Lebens wirst du es bereuen!

Vielleicht kannst du dir deinen Traum jetzt noch nicht leisten. Aber das Dümmste ist es, ihn ganz aufzugeben.

Stell dir doch nur mal vor, wie viel Geld du in 2 oder 5 oder 10 Jahren dafür zusammensparen könntest, wenn du jetzt anfängst mit dem, was eben möglich ist. Wenn du regelmäßig ab sofort jeden Monat 20€ oder 50€ oder 100€ auf ein Konto einzahlen würdest!

5 Jahre mit monatlich 100€, und du hast 6.000€ zusammen. Das wäre deine Reise. Sooo lang sind 5 Jahre jetzt auch nicht. Schon in 5 Jahren kannst du tatsächlich in Australien sein!!!

Aber wenn du nicht anfängst, darauf hin zu sparen, dann wird das wohl wirklich nie was mit deiner Traumreise.

Wenn du dir grad nicht monatlich 100€ leisten kannst, dann fang trotzdem an. Spar so viel, wie du eben kannst. Wer etwas wirklich will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden.

Es gibt immer kreative Lösungen!

Wenn es dir wirklich wichtig ist, such den Weg, der dich zum Ziel führt.Click To Tweet

Du kannst das Geld für deinen Traum noch schneller zusammen bekommen, wenn du an anderer Stelle einsparst.

Es ist für deinen Traum. Wenn du dir immer wieder vor Augen hältst, wofür du das tust, dann wird es dir nicht schwer fallen.

Ich habe jede Menge Ideen, wie man diese Träume wach und sich selbst motiviert hält, im „Bessere Gewohnheiten in 31 Tagen“-Kurs in der ganzichselbst Lounge für dich.

 

Eventuell kann dir auch der Kurs „21 Übungen für bessere Gefühle im Umgang mit deinem Geld“ helfen, deine Träume finanziell zu nähren.

Die dritte Möglichkeit ist, mehr Geld zu machen

Wir haben in der ganzichselbst Lounge mehrere Kurse, in denen du das lernst. Z. B. die #Freuberufler-Kurse, mit denen du deine Leidenschaften und Erfahrungen in verkaufbare Produkte umzuwandeln lernst.

 

Hier ist also dein Plan, wie du die Geldfrage löst:

Richte ein Konto speziell für deinen Traum ein und zahle monatlich drauf ein.

Das geht mit einem großen Glas, in das du immer deine Münzen wirfst. Aber sicherer ist ein Tagesgeldkonto mit einem Dauerauftrag jeden Monatsanfang.

 Starte jetzt damit. Dann wirst du das Geld für deinen Traum in Nullkommanix zusammen haben!

Gewohnheit #5: Wenn du dich festgefahren fühlst – bei der Arbeit oder mit einem Problem – geh spazieren. Oder in die Badewanne.

Jedenfalls dahin, wo du den Computer oder deine Akten nicht mitnehmen kanst. Dein Gedankenknoten wird sich von ganz allein auflösen, wenn du nicht mehr so verbissen daran knabberst.

Lenke dich ab. Bring Bewegung in die Sache. Lasse Luft ran.

Es wird dir im Allgemeinen gut tun, wenn du regelmäßige Arbeits- und Denkpausen einlegst. Dein Kreativitätsfluss wird wieder in Gang kommen.

Bewegung kriegst du leicht in deinen Alltag. Ein Fitnesscenter ist dazu gar nicht nötig.

Mache einfach mehr zu Fuß. Steig eine Station eher aus und laufe nach Hause. Mach deine Einkäufe zu Fuß. Geh mit dem Hund eine Runde um den Block. Bewegung, Sonnenschein, frische Luft bringen dir neue Perspektiven. Garantiert.

Wenn es sein muss, kannst du Kopfhörer mitnehmen. Eine Meditation hören oder gute beschwingte Musik. Noch besser ist es aber, wenn du deine Gedanken gar nicht zudröhnst sondern einfach schweifen lässt.

Input haben wir doch immer, mehr als wir uns wünschen. Schön ist es, wenn wir mal wirklich gar nichts tun und denken und hören müssen. Hab keine Angst vor deinen Gedanken. Sie bringen dich nicht um.

Wenn du ein Ziel brauchst, um den Hintern hoch zu kriegen, kannst du dir ja im Internet einen Geocache in deiner Nähe aussuchen und den dann aufstöbern.

Es reicht aber auch schon, wenn du einfach losgehst, um dir deine Packung Milch zu kaufen. Hauptsache du kommst mal kurz an die frische Luft.

Kommen wir zu meiner liebsten Gewohnheit. Der Gewohnheit, die bei mir erst den ganzen Umbruchprozess von der unglücklichen ausgebrannten Beamten zur zufriedenen Freuberuflerin in die Wege geleitet hat:

Gewohnheit #6: Entrümple kontinuierlich.

Das gilt nicht nur für dein ganzes Zeug, sondern auch für deine Gedanken, Gewohnheiten und Beziehungen. Aber das kommt dann automatisch, wenn du erstmal anfängst, deinen Kram rauszuschmeißen.

Nimm einen Gegenstand zur Hand und überlege dir, ob er dir Freude macht.

Das ist schon das ganze Geheimnis. Du musst keine riesige Ausmisteaktion starten. Du wirst dich nicht übernehmen, wenn du es Stück für Stück angehst.

Viele kleine Schritte führen dich ebenfalls zum Ziel. Vermutlich sogar sicherer, als wenn du dich jetzt überhebst und dann aus Überforderung gar nichts mehr machst.

Wenn du keine Freude verspürst, wenn du dieses Ding in der Hand hältst, dann tu es weg. Verschenke es – an Freunde oder in einer Verschenkekiste. Spende es (Kleidung kommt in den Container, auf eine Kleidertauschparty oder in einen Secondhand-Laden, Bücher kannst du aussetzen oder einem Krankenhaus bringen). Du kannst mit größeren oder wertvolleren Stücken eine Ebay-Kleinanzeige aufsetzen, dann holt das jemand bei dir ab (oder ihr trefft euch an einem neutralen Ort irgendwo in der Stadt). Das ist so einfach.

Also nochmal zusammengefasst:

Die 6 neuen Gewohnheiten, die deinen Tag und damit dein Leben besser machen werden

Gewohnheit #1: Den Morgen bewusst starten

Gewohnheit #2: Kenne deine wichtigste Aufgabe für heute

Gewohnheit #3: Lies einen Blogartikel oder höre dir ein Kapitel in einem Buch an, das dich weiterbringt

Gewohnheit #4: Hab ein Sparkonto für dein großes Ziel

Gewohnheit #5: Wenn du dich festgefahren fühlst – bei der Arbeit oder mit einem Problem – geh spazieren. Oder in die Badewanne.

Gewohnheit #6: Entrümple kontinuierlich.

 


Hier sind die drei Dinge, die ich 2008 unternommen habe, um aus meinen alten Lebensumständen rauszukommen

Bevor ich 2008 tatsächlich meine Stelle aufgab, habe ich sehr gründliche Inventur zu meinen eigentlichen Lebensvorstellungen gemacht. Hier sind die 3 Dinge, die ich damals verändert habe, um aus meiner krank machenden Arbeit und Lebensweise heraus zu kommen:

Deine Adresse ist bei mir sicher. Kein Spam.

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ganzichselbst. einfach leben.


 
About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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