Es wird niemand kommen und dir die Erlaubnis geben – so wirst du der Bestimmer in deinem Leben

Die Erlaubnis, genau so zu leben, wie du selbst es dir insgeheim wünschst, statt weiter nur das mitzumachen, was andere für dich entschieden haben oder was du mal vor vielen Jahren entschieden hast, jetzt aber nicht mehr willst – die wirst du dir ganz allein geben müssen.

Ich war Ende 2007 für ein paar Wochen mit dem Mietwagen in den USA unterwegs, und mir graute davor, wieder zurück ins Büro zu meinen Kisten mit den Akten zu müssen.

Zurück zu dem Mobbing durch die Geschäftsleitung und die Antragsteller. Zur ständigen Überforderung. Zu täglichen 4 Stunden Pendeln. Zu zu wenig Schlaf und zu langen, ermüdenden Tagen. Zu einem Leben ohne jegliche Zeit und Kraft für ein Privatleben.

Ich wusste, dass ich das nicht mehr lange ertragen kann. Ich war ja schon ständig krank.

Und ich wusste, dass ich das nicht mehr bis ins Jahr 2041, wenn ich mit 65 in Pension gehen würde, ertragen WILL.

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Mir wurde irgendwann klar, dass dann mein Leben so gut wie vorbei sein würde.

Und das konnte ich einfach nicht zulassen!

Ich hatte für ein paar Monate später noch eine weitere Reise – nach Indien – geplant, und das gab mir das perfekte Ultimatum: Ich versprach mir selbst, bis zur Indien-Reise eine Alternative gefunden zu haben. Denn dann würde ich definitiv diese Stelle kündigen.

Und so machte ich es.

Ich hatte mir selbst die Erlaubnis gegeben, auf meine Gefühle zu hören.

Denn mir war klar geworden, dass ein anderer nicht kommen würde.

Ganz bestimmt würden nicht meine Eltern sagen: „Dann höre da doch auf.“

Sicher würde nicht unsere Direktorin sagen: „Suchen Sie sich doch einen faireren Job.“

Die Kolleginnen kannten alle niemanden, die jemals dort aufgehört hätte. Aber über die Zustände geklagt haben sie alle.

Nicht mal meine Ärztin hat etwas in diese Richtung zu mir gesagt.

Die Erlaubnis musste von mir selbst kommen. Und ich gab sie mir. Und bin mir heute noch dankbar dafür.

Die gefundene Alternative war vielleicht noch nicht die Arbeit, die ich bis an mein Lebensende tun würde.

Aber was ich dann tat, war hundert Mal besser als das, was ich da hinter mir ließ.

(Tatsächlich hab ich sie dann gar nicht angetreten. Sondern stattdessen eine noch bessere Lösung gefunden!)

Wenn dir dein Leben lieb ist, und wenn du jetzt sehr unglücklich in einer Situation bist, dann ändere sie.

Das kann eine (vermeintliche) Freundschaft sein. Deine Beziehung. Deine Wohnsituation. Dass du dich Zuhause festgehalten fühlst, aber doch so gern die Welt bereisen möchtest. Deine Arbeitsstelle. Oder dass du gern einen Garten hättest. Oder einen Hund. Oder ein Minipig.

Macht doch nichts, dass dein Wunsch nicht ganz normal ist. Dass das nicht jeder so macht. Das bist du. Das ist dein Leben. Und du kriegst nur die paar Jahre.

Es gibt immer andere Wege. Und es wird niemand kommen und sagen: „Mach das.“ Sondern du musst selbst den ersten Schritt tun. Dir selbst das Versprechen geben, auf deine Bedürfnisse zu hören.

Und wenn du erstmal den ersten Schritt gegangen bist, dann wird sich der weitere Weg vor dir auftun.

Es muss ja nicht immer gleich eine Trennung oder ein Jobwechsel sein. Es gibt viele Alternativen.

Vielleicht nimmst du den Mut zusammen und sprichst deine Sorgen einfach mal laut aus. Dir selbst gegenüber. Und dann denjenigen gegenüber, die mit dir gemeinsam deine Lage verbessern können.

Wichtig ist, dass du selbst die Verantwortung übernimmst und die Initiative ergreifst, wenn du unglücklich bist.Click To Tweet

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Du kannst es in den kleinen Dingen üben

Du fühlst dich auf einer Party unwohl? Dann verabschiede dich. Gib dir selbst die Erlaubnis, dass du jetzt gehen darfst. Auch wenn du die Erste bist, die abhaut.

Du fühlst dich in dem Gespräch unwohl, das du gerade führst? Dann sag: „So, ich muss jetzt weiter. Bis zum nächsten Mal.“ Und schon bist du frei! Das hast du für dich selbst getan. Gut gemacht!

Du fühlst dich heute Morgen krank? Ruf bei der Arbeit an, nimm deinen freien Tag – du brauchst für einen Tag vermutlich nicht mal einen Krankenschein. Und pflege dich heute mal einfach nur.

Du bist pappsatt, aber da liegt noch was auf deinem Teller? Lass es liegen. Du bist nicht verpflichtet, es aufzuessen. Du kannst es später weiter essen. Oder es auch lassen.

Jemand fragt dich, ob du am Wochenende irgendwo hin mit gehst, aber du willst nicht? Du willst mal einen Tag ganz ohne Verpflichtungen? Sag einfach: „Ich kann nicht.“

Du bist schon groß. Du kannst selbst bestimmen.

Und wie gesagt, ein anderer gibt dir die Erlaubnis nicht.

Je öfter du das übst, umso normaler wird das für dich werden.

Ich halte es heute in Situationen, die mir nicht behagen, nicht mehr lange aus. Ich tue mich lange nicht mehr so schwer mit Entscheidungen wie noch vor ein paar Jahren. Und ich bin viel pingeliger damit, wie andere meine Zeit verplanen wollen.

Sag einfach: „Ich kann nicht.“ Keine Erklärung, keine großen Worte drum rum. Du musst dich nicht rechtfertigen.

Freu dich über deine Zeit, die du dadurch erhältst. Das ist dein Leben! Ein anderes kriegst du nicht.

Fang an zu üben ;)

Denk dran:

Es wird niemand kommen und dir die Erlaubnis geben.Click To Tweet


Werkzeuge dazu in der ganzichselbst Lounge:

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Alles Gute für dich und deinen Traum!

Bevor ich 2008 tatsächlich meine Stelle aufgab, habe ich sehr gründliche Inventur zu meinen eigentlichen Lebensvorstellungen gemacht. Hier sind die 3 Dinge, die ich damals verändert habe, um aus meiner krank machenden Arbeit und Lebensweise heraus zu kommen:

Deine Adresse ist bei mir sicher. Kein Spam.

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ganzichselbst. einfach leben.


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About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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