6 Tipps, mit denen du ein Leben im Fluss – im Flow – führst

„Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss“ (Originaltitel: La Vie est un long fleuve tranquille) ist ein französischer Spielfilm von Étienne Chatiliez aus dem Jahre 1988. (Wikipedia)

Allein, diesen Satz zu schreiben, beruhigt mich. Vor einigen Jahren wünschte ich mir in meinem Leben mehr Gelassenheit und Erfüllung – ohne Anstrengung. Und genau das spricht für mich aus diesem Titel.

Deshalb habe ich mir zum Jahreswechsel als Wort des Jahres „Im Fluss“ gewählt.

Ich wollte meinen Energiehaushalt und alles, was damit zusammenhängt – meinen Alltag, meine Emotionen, meinen Geldfluss – in Fluss bringen. Das Geschehenlassen, die Hingabe lernen. Die Dinge annehmen und sanft formen, aber ohne Gewalt oder Überanstrengung.

Der Fluss geht seinen Weg. Hindernisse umfließt er, rundet sie ab. Kleine Bächlein haben riesige tiefe Täler in den Fels gegraben. Sie haben sich die Zeit genommen, die es dazu brauchte. Slow and steady – langsam, aber stetig.

Im Fluss zu sein heißt für mich, die Dinge geschehen zu lassen. Sie bewegen sich durch mich und durch die Zeit. Sie berühren mich, aber regen mich nicht auf. Alles ist richtig so. Der Gedanke allein schenkt mir Gelassenheit.

Du meinst, du hast nicht die Zeit dafür?

Nun, es ist eine bewusste Entscheidung. Ich weiß, die fällt bei all den Anforderungen deiner Umwelt nicht leicht. Du musst hier trotzig sein und dir die Zeit für dich nehmen.

Es heißt nicht umsonst „bewusstes Leben“.

Mir ist das auch nicht zugeflogen. Ich habe mich dafür entschieden.

Wenn du mehr im Fluss leben willst, dann habe ich hier 6 Tipps für dich.

1. Gehe an den Fluss, so oft du kannst

Mich erdet es jedes Mal, am Wasser zu sein. Ich kann auch nicht anders und muss mit den Füßen ins Wasser gehen.

Ich lebe am Fluss – bis zur Elbe muss ich nur 5 Minuten zu Fuß gehen. Schatz lacht immer über mich, weil ich mich über jedes Dampfertuten wie ein Kind freue und die Pegelstände so penibel verfolge. Aber Wasser ist nun mal mein Element. Es macht mich ruhig und zufrieden.

Mit unseren Hunden sind wir sehr oft an der Elbe oder an anderen Bächen und Flüssen in den verschiedenen Waldgebieten hier um Dresden herum. Und das erdet mich jedes Mal.

Die Elbe ist ein eher ruhiger Fluss. Die in den Gründen sind aufgeregter und sprudeln mehr. Beides wirkt entspannend.

In der Natur zu sein bringt dich zu dir selbst zurück und zu dem, was am wichtigsten ist.

Schenke dir das.

2. Lass dich treiben

Ich habe zwar eine Liste der Dinge, die ich erreichen will, aber ich arbeite an diesen Zielen in meinem natürlichen Rhythmus. Ich behalte sie im Auge und nutze die Energie, wenn sie dafür günstig ist. Der Bauer sät ja auch nicht im heißesten Sommer und erwartet im Winter die größten Ernten.

Jegliches hat seine Zeit.

Z. B. stelle ich mir einen Wochenplan auf und gebe mir dann den Zeitraum der ganzen Woche, um entsprechend meinem Energielevel die Dinge abzuarbeiten. Nicht an jedem Tag fühle ich mich gleich. Oder manchmal bin ich am Morgen lustlos und drehe erst am Abend so richtig auf. Wenn ich mir eine ganze Arbeitswoche lang Zeit gebe, am Ende alle wichtigen Dinge erledigt zu haben, lege ich mir kein enges Korsett an und muss nicht zu dieser bestimmten Stunde diese Aufgabe fertig haben.

Ich lege Aufgaben zu Blöcken zusammen oder erledige Dinge „on the go“, wenn ich eh grad unterwegs bin. Und was ich nicht schaffe tue, das war dann wohl auch nicht so wichtig. (Pareto-Prinzip).

Auch das Wetter hat z. B. einen Einfluss auf unser Befinden. Das kann ich bei meiner Art der Planung mit berücksichtigen, dem gebe ich ebenfalls Raum. Ich habe mir damals 2008 meinen Alltag und meine Arbeitsweise so eingerichtet, dass ich von Zuhause aus arbeite, schlafe, wenn ich müde werde, und mich von der Sonnenenergie rauslocken und motivieren lassen kann. All das hat Platz in meinem Leben als #Freuberuflerin und Minimalistin der Fülle.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alles Kämpfen und Drängen dich nur müde, depressiv und krank macht. Dass nicht jedes Ziel erreicht werden muss (vor allem, wenn sie ursprünglich nie deine eigenen Ziele waren).

Die besten Ergebnisse kommen oft, wenn man die Dinge natürlich fließen lässt.Click To Tweet

Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du den Dingen ihren natürlichen Lauf lässt

Dich treiben zu lassen wie ein Papierboot auf einem Fluss kann dir ganz neue Einsichten bringen. Beim Spazierengehen lösen sich plötzlich Problemknoten im Gehirn, an denen du dir vorher die Zähne ausgebissen hast. Das habe ich selbst sehr oft erlebt. Häufig, wenn ich im Auto oder in der Bahn mitfahre und die Gedanken schweifen lasse, fallen mir neue erfreuliche und lukrative Projekte ein.

Mach weniger von dem, was du tun „solltest“ und mehr von dem, was du tun willst.

Mach weniger von dem, was du tun 'solltest' und mehr von dem, was du tun willst.Click To Tweet

Die besten Texte schreibe ich, wenn ich eigentlich etwas ganz anders hätte machen sollen. Prokrastination bringt manchmal die besten kreativen Ideen hervor.

Dein Bauch hat meistens Recht

Ich vertraue meinen Empfindungen. Wenn ich mich zu etwas hingezogen fühle, gebe ich dem jetzt nach. Ich zerdenke es nicht mehr. Ich lasse es mir nicht mehr von anderen ausreden. Kritik von vermeintlichen/früheren Autoritätspersonen ficht mich heute weniger an und hält mich kaum noch von meinen Zielen ab.

Wenn es sich für mich richtig anfühlt, ist es egal, was die anderen davon halten. Dann ziehe ich das trotzdem durch (I go for it).

Und dann sind nämlich auch die Energie und die Willenskraft da, sich dafür auch ins Zeug zu legen. (Was dein Ziel haben muss, damit du es erreichst, darüber habe ich hier schon geschrieben.)

Gib deinen Gefühlen nach, vertraue ihnen. Wenn du dich danach fühlst, faul zu sein, ist das richtig. Dann brauchst du das jetzt. Wenn du dich danach fühlst, dir eine alberne Freude zu gönnen, über die alle anderen die Stirn runzeln, dann ist das trotzdem gut für dich. Sei wieder mehr albern. Sei wieder mehr Kind. Kinder, Katzen und Hunde zeigen uns, wie man richtig lebt.

An manchen Tagen fühlst du dich abgespannt. An anderen könntest du Bäume ausreißen. Und das ist nur natürlich. Nichts in der Natur blüht immer, nichts trägt das ganze Jahr hindurch Früchte. Bäume und Pflanzen haben auch Zeiten des Rückzugs und der Vorbereitung auf einen Neubeginn.

Du lebst – besonders als Frau – in einem Zyklus mit energiereicheren und energieärmeren Zeiten.

3. Lebe in deinem weiblichen Zyklus

Die Themen, die ich mit „im Fluss sein“ verbinde – die Hingabe, das Geschehenlassen – sind rein weibliche Energien. Ich suche mir seit einigen Jahren bewusst die Gegenwart von Frauen, die mir diese Weiblichkeit in ihrem Alltag und in ihrer Art, ihre Unternehmen zu führen, vorleben. In Frauenkreisen, online in bestimmten Gruppen, in meinem wahren Leben.

Deine Menstruation ist dein persönlicher innerer Fluss.

Von Woche zu Woche passieren neue Dinge in deinem weiblichen Körper, die sich auf deinen Energiehaushalt niederschlagen. Vor und am Eisprung sind wir energiegeladen, danach bis zur Regel ziehen wir uns langsam nach innen zurück und bereiten uns auf einen Neuanfang vor.

Wenn ich mich schlapp und energielos fühle, dann ruhe ich und ziehe mich nach innen zurück, z. B. indem ich schreibe. Und ich führe mir neue Energie zu – in Form von Vitaminen und guter Nahrung und auch als Nahrung für die Seele. Gute Bücher, ein Vortrag, alles, was mich glücklich macht und mich aufbaut.

Und die Menstruation selbst – da fließt es im wahrsten Sinne des Wortes. Unterstütze das durch deine Lebensweise, besonders während deiner Regel.

Die Flüssigkeiten in dir in Fluss zu bringen erleichtert dir auch die Regel.

4. Trink viel

Keep hydratet. Wir bestehen zu 70 – 80% aus Wasser. Wir sind ein Teil des Flusses. In uns fließt der Blutkreislauf.

Du kannst die Körpervorgänge am Laufen halten, indem du genügend trinkst.

Ich habe immer eine Literflasche Wasser bei mir. Wenn sie bereit steht, dann habe ich auch mehr Ansporn, sie zu trinken. So behalte ich den Überblick über meine Wassermenge.

5. Im Fluss der Zeit(en)

Ich lese jeden Morgen zwei Webseiten, die mich mit dem Höheren verbinden. Sie drehen sich um Feng Shui, Tagesenergien und Astrologie. Mir hilft das, meinen Fluss zu finden. Wenn es dir gut tut, dich mit diesen Themen zu beschäftigen, dann lass es dir nicht ausreden. Folge dem, was dich glücklich macht.

6. Erkenne den Über-Fluss.

Wir leben im Überfluss. Wir bekommen jeden Morgen einen neuen Tag geschenkt. Ein Leben. Wir haben es warm und sind sicher, wir haben Essen, Gesundheitsfürsorge. Alles läuft pünktlich und zuverlässig. Dafür dürfen wir jeden Morgen dankbar sein.

Feiern wir das Leben und freuen uns an dem, was wir haben, anstatt über das zu grübeln, was wir nicht haben und uns damit das Leben selbst schwer zu machen.

 

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About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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