Ich hatte unter meinem Schreibtisch den kompletten Raum mit großen Kartons vollgestellt.

Zum einen mit Dingen, für die ich Kleinanzeigen laufen hatte. Über mehrere Monate. Dinge, die keine Abnehmer gefunden haben.

Jetzt habe ich genug – in doppelter Hinsicht. Ich bin sehr gut versorgt. Das sind überzählige Dinge. Die mir nichts nützen. Anderen aber schon.

  • Schuhe, die mir zu eng sind.
  • Ein überzähliges Moskitonetz.
  • Ein Mittelalterkleid, das ich nicht trage, aber bisher auch nicht verkauft kriegte.
  • Bettwäsche, die ich nicht mehr verwende.
  • Nikitas gut erhaltene, aber zu klein gewordene Hundegeschirre.
  • U. v. m.

Zum anderen mit den Kartons selbst, die ich zum Verpacken und Verschicken brauchen würde.

Heute hat’s mich überwältigt.

Ich wollte mein Zimmer zurück.

Denn ich konnte schon den Schreibtischstuhl nicht mehr ranschieben.

Der neue Hunderucksack, der offen als „Höhle“ und zum Drangewöhnen hier im Zimmer liegt, passte nirgends hin.

Jetzt hab ich all die Kartons zerkleinert, platt gemacht und in den Altpapiercontainer gebracht.

Und die Dinge, die ich verkaufen wollte – die habe ich in einen der Kartons getan und vor unser Haus gestellt. Dort gehen Verschenke-Kartons immer super schnell weg. Grad erst letzte Woche, 2 Kartons mit Kleidungsstücken, die beim Aufräumen meiner Kommode abgefallen sind.

Ich habe mein Zimmer zurück! Wie gut sich das anfühlt!

 

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