Nicht aus akutem Anlass, nein.

Aber weil ich Zeit hab. Und weil ich vorbereitet sein will.

Besonders für den Hund.


In einem Akutfall – und der kann eintreten – will ich nicht noch kopflos in der Gegend rumrennen und Zeug zusammen suchen müssen.

Wenn es mal wieder ein Hochwasser gibt.

Oder einen Waldbrand in der Nähe.

Oder eine Bombenentschärfung.

So unrealistisch ist das nicht. Hatten wir hier alles schon in unserer Nachbarschaft.


Und ich war zwar noch nie im Krankenhaus und will auch nichts beschreien, aber inzwischen weiß ich, dass es auch für Angehörige leichter ist, wenn sie bei dir Zuhause nur eine Tasche greifen müssen, als wenn sie erstmal alles zusammentragen dürfen. Worüber du ihnen mühsam aus dem Kopf ’ne Liste machen musst …


Angeregt dazu wurde ich heute durch das Video von Jordan Page. Sie hat 8 Kinder, und natürlich ist sie organisiert.


Vorab: Falls jemand anderes meinen Hund aus meiner Wohnung abholen und ’ne Weile versorgen muss

Nikitas Futter, Leine und so (genaueres dazu gleich unten siehe Liste) sind in einer gesonderten Tasche in meiner Tasche. So könnte ich jemandem sagen:

„In meinem Kleiderschrank steht ein großer Beutel, darin ist eine rote Waschtasche. In der ist Nikitas Zeug inkl. Futter für 5 Tage, mit Anweisungen zum Füttern.“

„Die restliche Tasche bring bitte mir mit ins Krankenhaus.“


Gehen wir davon aus, dass wir 3 Nächte auswärts übernachten.

Und recht überstürzt aufbrechen müssen

Sei es in einer Notunterkunft. Sei es bei Bekannten oder Freunden.

Ich will dann jedenfalls schon mal das Hundefutter und meine Unterwäsche für ein paar mehr Tage in einer Tasche parat haben.

Deshalb packe ich jetzt. In aller Ruhe.

Und werde die Tasche jedes Jahr im Januar durchschauen, abgelaufene Dinge erneuern etc.

Das Foto hier zeigt erst die Anfänge meiner Packerei. Das ist noch nicht alles. Aber ein Beispiel:

Hier ist meine Packliste.

Für mich

Anregungen von Familie Page sowie eigene weiterführende Gedanken.

Für eine Evakuierung:

Snacks (Erdnüsse, Energieriegel, 1 dunkle Schokolade)
Wasserflasche
Brausetabletten

Feuerzeug
Desinfektionsspray
Wegwerf-Regenponcho (es kann immer mal nass werden)

Taschenlampe mit Batterien
1. Hilfe-Pack (Pflaster, Binden, …) – es gibt preiswerte Verbandskästen für’s Auto, aber nicht in einer Box, sondern einer Tasche, die alles beinhalten und nicht zu sperrig sind

1 Rolle Toilettenpapier

FleeceDecke

LifeStraw-Filter-Strohhalm

Kopien von Ausweisen oder Urkunden
Taschenmesser (ist am Schlüssel)

(Hab ich alles in einem Extrabeutel rechts in der Tasche, dann kann man es auch rausnehmen, falls es ins Krankenhaus, nicht in die Evakuierung geht.)

Alles andere geht auch für die Krankenhaustasche:

Ersatzbrille/Brillenetui
Extra-Ladegerät für’s Handy, Ohrhörer (auch wichtig für die Nacht in einer Sammelunterkunft)

Zahnbürste, Zahnpasta

Gesichtsfeuchttücher/Waschgel
1 Creme für alles
Duschgel/Seife
Handtuch

Schmerz- und Migränetabletten …
Monatsbinden (zum Wegwerfen)
Slipeinlagen
Stift für Mitteilungen an andere
Notizblock/-buch

Hose, Flipflops, Shirt, Strickjacke, Beanie, Handschuhe, Tuch/Schal (letzteres auch als Augenbinde für die Nächte)
3 x Socken, Unterwäsche

Bargeld, Portemonnaie

Und auf den Schreibblock notiere ich noch ein paar Anweisungen für den Fall, dass jemand anders mir diese Tasche z. B. ins Krankenhaus bringt: Dass ich gern noch den Laptop mit Ladekabel hätte. Usw.


Für meinen Hund (kleiner Mischling, 5,5 Kilo)

Kacktüten
2 400g-Dosen Hundefutter
Napf
Wasserfilter/Filter-Flasche (?)
Kamm (für Hund und mich)
Leine und Halsband
Geweih/Nage-Stick (gegen Stress)
Nikitas Ausweis (oder Kopie), Hundemarke ist an meinem Schlüssel

Das alles soll dann möglichst in einen Rucksack oder eine Reisetasche passen, aber die benutze ich während meines normalen Lebens noch, deshalb kommt bis dahin erstmal alles zusammen in eine große Einkaufstasche, die in meinem Kleiderschrank bereit steht und nur noch gegriffen werden muss.

Ich hab auch jede Menge kleiner Beutelchen und Täschchen, da kann ich die Dinge ein bisschen nach Kategorie verstauen, so dass ich dann nicht einen Riesenbeutel durchsuche, sondern ungefähr weiß, in welchem Täschchen es sich befinden wird:

1 Tasche für Nikita mit Futter, Leine und Halsband usw.

1 Tasche für meinen praktischen Notfallkram wie Feuerzeug, Schnur, Stifte

1 Tasche für meinen Badezimmer-Dinge: Zahnputzzeug, Monatsbinden, Creme etc.

Das ist unsere Notfalltasche:

Ich packe Dinge, die ich über das Jahr im normalen Alltag nicht vermissen werde

Also Dubletten. Ich hab z. B. 1 Set Leine und Halsband für den Hund drüber, die ich nicht normalerweise brauche.

Ich wähle Dinge aus, mit denen ich mich in der Notunterkunft voraussichtlich wohl fühlen, die ich aber im normalen Leben nicht vermissen werde.

Also nicht meine Lieblingsyogahose, aber schon eine, mit der ich mich vor fremden Augen dann nicht werde schämen müssen. (Ich hab da so eine knall-rosane, aber die packe ich lieber nicht ein.)

Ich hab auch noch nicht alles beisammen. Eine Ersatzzahnbürste etc. muss ich erst noch nachkaufen. Aber ist ja kein Akt.

Und nun macht es sich doch bezahlt, dass ich noch ein paar Kosmetikpröbchen vom letzten Sommerurlaub hier habe. Denn wenn es Duschen gibt, werde ich mich so viel besser fühlen, wenn ich sie auch mit einem duftenden Duschbad nutze.

Ich glaube nicht, dass das eine übertriebene Maßnahme ist.

Damit will ich auch nicht sagen, dass Schlimmes passieren wird. Oder dass wir hamstern und uns fürchten müssen.

Aber wie gesagt, die Bombenentschärfung, bei der die Leute 3 Tage nicht zurück in ihre Wohnung durften, gab es hier in Dresden vor zwei Jahren oder so. Da hab ich doch gern für einen entspannteren Aufbruch voraus geplant.


Wie siehst du das?

 

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