Ich bin so hibbelig – ich kann mich grad gar nicht auf’s Arbeiten oder sonstwas anderes konzentrieren, denn in Gedanken hab ich längst meine neue Wohnung eingerichtet.

 

Wie das jetzt so plötzlich passierte?

Fügung, würde ich sagen.

 

Zu Silvester gingen wir noch davon aus, dass wir 2 Frauen hier (die mit den Hunden) mit einem neuen jungen Mann zusammen ziehen werden

Der auch Silvester mit uns feierte.

Letzte Woche Donnerstag hatten wir den Termin bei der Wohnungsverwalterin, und ich war der festen Überzeugung, dass wir den Mietvertrag unterschreiben werden.

Aber der Vermieter hat gewechselt (es ist jetzt der Sohn). Der ist strenger und besteht auf einem Mindestmietvertrag für 2 Jahre.

Da aber die Mitbewohnerin auch – allerdings ganz entspannt – auf Wohnungssuche war, ist sie nun unter Druck. Sie will sich nicht für weitere 2 Jahre binden.

Also wird sie voraussichtlich nicht wieder unterschreiben. Also ausziehen.

 

Plötzlich steh ich also da: Mit 2 statt 1 neuem Mitbewohnern.

Zeitgleich ist genau über uns eine 1-Zimmer-Wohnung frei geworden. (Praktisch sind es sogar fast 1,5 – der Korridor ist fast wie ein Zimmer nutzbar.)

Eine Dachgeschosswohnung, aber mit nur geringer Dachschräge und Dachfenstern, die größer sind, als üblich. Und mit geräumiger Küche. Und Einbauküche.

Keine Badewanne, kein Fenster im Bad, kein Balkon mehr. Aber ansonsten perfekt. Mein eigenes kleines Schneckenhaus <3 Obwohl, gar nicht mal so klein:

40 qm. Fast die gleiche Aufteilung wie mein Zimmer, Küche und Bad hier jetzt auch. Blickrichtung wie jetzt – auf den grünen ruhigen Friedhof.

 

Also: Ziehe ich eine Treppe höher

Ich hab dieses Haus immer geliebt. Auch die Nachbarn und die Nachbarschaft.

Das ist ein Wink des Schicksals!

Das wird ein easy-peasy-Umzug.

Ich kann ganz entspannt über Tage hinweg meinen Kram in Kisten packen und hoch bringen.

Bei den paar schwereren Dingen – Bettgestell, Anrichte – kann ich ja den Nachmieter oder mal den jungen Nachbarn bitten, mir zu helfen.

Ich kann die Wohnung oben fast genau so einrichten wie mein Refugium hier unten

Weil sie beinahe genau so geschnitten ist wie unsere WG-Wohnung.

Und glaub mir, im 3D-Planer, in meinen Google Notizen und in meinem Kopf ist das auch längst passiert!

Ich kriege ein Aquarienzimmer!

Das „halbe Zimmer“ ist eigentlich ein Korridor. Es ist eine Art Durchgangszimmer. Ohne Fenster.

Perfekt für meine Aquarienreihe (Fenster = Licht = Algenbildung).

Na ja, ein Sofa will ich dort auch haben, also wird das sowas wie ein Wohnzimmer. Mein Entspannungszimmer.

 

Und dann ist da noch das Haupt-Zimmer

Das ich genau so nutzen will wie mein WG-Zimmer hier:

Also mit dem Bett am Fenster und Ankleideecke aus Kleiderschrank und Kommode und Spiegel.

Ich verbringe eh die meiste Zeit auf meinem Bett (mit Tagesdecke), halte ein reines Schlafzimmer, das man wirklich nur für die Nachtstunden nutzt, für Platzverschwendung.

 

Neu kaufen muss ich kaum was. Ich bin bestens versorgt und liebe meine Einrichtung.

Mein Stil ist Landhaus-/Shabby-/Bohomäßig. Weiße Möbel als Grundlage für Boho-, im Sommer Beachhouse- und im Herbst/Winter Christmas Cottage-Deko.

Oben werde ich nur noch meine Lieblingsstücke haben. Möglichst Naturmaterialien, so wenig wie möglich Plastik.

Ich kann außerdem ein paar Möbel von der Vormieterin übernehmen. Das wäre ihr sogar sehr lieb.

Waschmaschine und Kühlschrank wird sie wohl auch hier lassen. So hab ich nicht mal Schlepperei mit meinen.

 

Was ich nicht mehr haben will oder gebrauchen kann, überlasse ich den Nachmietern oder inseriere es in den Kleinanzeigen für Selbstabbauer.

Ich mach mir auch den Umzug so einfach wie möglich. Bei der Auflösung unseres Ladencafés hat es auch prima geklappt, dass die Leute die Möbel selbst abgebaut und abtransportiert haben.

 

Ich hab jetzt 12 Jahre in dieser WG-Wohnung gewohnt.

Damals wäre ich ohne Mitbewohner hier vereinsamt. Ich hab mich wirklich tagelang in meinem Zimmer verkrochen. Da hatte ich ja noch keinen Hund.

Durch Nikita komme ich jetzt 3 x am Tag raus an die Luft. Und unter Leute, denn man führt viele Smalltalkgespräche auf den Gassirunden, kennt manche Leute vom Sehen – und freu mich drüber. Oder geh die Nachbarn im Pflegeheim besuchen.

 

Jetzt fühle ich mich bereit für eine eigene kleine Wohnung.

Das jetzt ist die beste Gelegenheit, mein eigenes kuscheliges Nest zu beziehen!

Ich werde im Februar einziehen, oder wenn alles klappt, sogar schon eher.

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