Warum dein Leben so schnell verfliegt – und wie du es aufhältst

Schönen guten Morgen! Es ist so ein angenehmer Tag heute! Die Sonne brennt nicht mehr so heiß. (Oder NOCH nicht? Hier auf unseren Balkon kommt sie erst gegen Mittag.) Ich habe mir heute mal Zeit genommen, meinen süßen Gewürztee hier auf dem Balkon zu genießen, das Hier und Jetzt zu spüren und mich um meine Pflanzen zu kümmern.

Machen wir sowas nicht viel zu selten?

Alltag und Arbeit können wir immer haben. Die hören nie auf! Wir selbst müssen uns die Erlaubnis geben, mal einfach nur den Moment zu erleben.

Wir selbst müssen uns die Erlaubnis geben, mal einfach nur den Moment zu erleben.Click To Tweet

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Im Hier und Jetzt leben

Wir bilden uns immer ein, da stünde irgendwo jemand, der uns sagt: „So, jetzt kannst du Pause machen.“ Aber sagt er das wirklich? Hast du das in letzter Zeit mal gehört?

Oder ist da nicht eher jemand in unserem Kopf, der mit der Peitsche oder Stoppuhr darüber wacht, dass wir jede Minute unseres Lebens etwas Produktives tun.

Wir sind doch erwachsen. Warum sind wir nicht endlich selbst der Bestimmer?Click To Tweet

Warum dein Leben so schnell verfliegt

Unser Erwachsenenleben zieht so schnell vorbei, weil wir so im Trott feststecken. Das Gehirn nimmt nur wahr, was neu ist. Wenn du also Woche für Woche jeden Morgen halb schlaftrunken in den Bus steigst, ins Büro fährst, dort deine Zeit absitzt (oder abrackerst), abends auf dem Sofa kollabierst und am Wochenende putzt, ist das Jahr bald rum. Und dann schon das nächste. Und das nächste.

Unsere Kindheit dauerte ewig. Als Kinder haben wir ständig neue Sachen erlebt. Wir haben ja irgendwie alles zum ersten Mal gemacht. Bis zum nächsten Geburtstag war es soooo lange hin! Erinnerst du dich? Und die Sommer waren un-end-lich lang.

Jetzt ist schon wieder Herbst. 1. September. Was hast du diesen Sommer erlebt? Gearbeitet?

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Deshalb sorge für Abwechslung für dein Gehirn!

Wir erinnern uns an Urlaub. An bestimmte Lichtstimmungen, an das Essen – weil es etwas Neues für uns war.

Du musst nicht dauernd in Urlaub fahren, um dein Gehirn mit neuen Dingen zu versorgen. Du kannst auch deinen Alltag abwechslungsreicher = bewusster gestalten. Und wenn du etwas von deinem Leben haben willst, dann machst du das auch.

So sorgst du für BLEIBENDE Momente. #AchtsamkeitClick To Tweet

Du bestimmst, wie viel du mitkriegst von deinem Leben!

Mache mal etwas anders als sonst. Erkunde nach Feierabend etwas Neues in deiner Stadt. Gehe am Wochenende in den Wald oder ans Wasser. Schaffe dir kleine Erlebnisse, die dein Gehirn aufwecken.

Gewöhnlich setze ich mich morgens sofort an den Computer und lerne oder schreibe oder baue. Aber heute ist schon der 1. September. Bald kann man nicht mehr so gut hier draußen sitzen.

Deshalb bin ich heute auf dem Balkon. (Bis die Sonne rum kommt.) Mein Tag hat schon jetzt eine so andere Stimmung als sonst. Mehr wie Urlaub und geerdet sein.

(Witzig: Ich denke im Moment auch anders über mein heutiges Mittagessen nach: Eben habe ich Kardamomkapseln in meinen Reis getan. Bin allein dadurch, dass ich den Morgen heute so urlaubig auf meinem Balkon verbracht habe, motivierter, mich näher damit zu befassen statt einfach nur irgend etwas auf den Herd zu stellen.)

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Nimm dir die Zeit zum Leben

Erlaube du es dir selbst. Ein anderer tut das nicht für dich.

Nimm dir die Zeit zum Leben. Ein anderer gibt dir die Erlaubnis dazu nicht.Click To Tweet

Wir müssen das Wetter und die Jahreszeiten wirklich so nehmen, wie sie kommen. Schon im letzten Sommer habe ich nicht die Muße gehabt, mich um meine Pflanzen zu kümmern. Diesen Sommer sah es nur ein wenig besser aus damit.

Dabei ist der Balkon etwas, was mich wirklich kontinuierlich glücklich macht. Hier spüre ich ständiges Wachsen, also immer wieder etwas Neues. Wenn die kleinen Pflänzchen aus der Erde kommen. Wenn sie blühen: Wusstest du, wie hübsch Paprika- oder Zucchiniblüten sind?! Und jetzt tragen meine Paprikapflanzen winzige grüne Schoten! Und ich bekomme Besuch von Bienen, Schmetterlingen und Vögeln.

Eine Atmosphäre des Wachsens und Erreichens macht uns glücklicher. Meine Balkonpflanzen bieten mir das das ganze Jahr über.

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Jahreszeiten & Zyklen geben dem Gehirn immer neuen Input

Die ersten Rückschnitte habe ich eben schon vorgenommen. Meine erste Tomatenpflanze war am Ende, und es tat mir schrecklich weh, sie in Stücke zu zerlegen und in den Biomüllbeutel zu stopfen. Auf dem Balkon sieht man die Zyklen der Natur sehr gut. So ist mein Jahr in viele viele Abschnitte unterteilt, statt eine einzige graue breiige Masse an immer gleichen Tagen.

Schatz und ich sorgen für jede Menge „Abenteuer“ in unserem Alltag. Oft besucht er mich nach der Arbeit, wir setzen uns ins Auto und fahren einfach drauflos. Einen Grund braucht es dafür nicht. Manchmal wollen wir etwas essen und landen in irgendeiner Kleinstadt hier im Umkreis. Wir entdecken so ein paar Orte, wo wir immer mal wieder gezielt hin fahren. Oder wir beschließen, irgendwo einzukehren, wo es hübsch aussieht, wo wir noch nicht waren. Wir halten an Ententeichen. Wir erkunden Ruinen. Wir staunen über die Gegend, geraten auf alte Feldstraßen, die gesäumt sind von Obstbäumen.

Sicher ist auch deine Umgebung voller toller Ecken für Abenteuer! Jetzt werden bald die Blätter bunt – genieße den Indian Summer, die Fülle (Kürbisse, Erntezeit), die Pracht – bei dir in deiner Stadt!

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Dein Leben muss noch nicht vorbei sein

Mein Balkon wird auch im Herbst und Winter nicht völlig kahl und ungenutzt sein. Ich stecke bald die Frühblüher in die Erde. Ich habe ein paar Pflanzen gesät, die im Herbst noch blühen sollen: Lampionblume, nochmal Mohn … Und Schatz und ich haben im letzten Winter ein Vogelhaus gebaut und gelb-rot angestrichen. Das werden wir diesen Winter richtig „bedienen“.

Auch Herbst und Winter haben ihre schönen Seiten. Die Natur und wir – wir bereiten uns auf ein neues Jahr vor. Wir blicken zurück und träumen voraus. Das Leben ist so voller Glücksmomente. Hab einen schönen Tag heute!

Was unternimmst du heute noch Schönes? Wie fütterst du heute dein Gehirn, damit dieser Tag dir in Erinnerung bleibt? Schreib’s doch hier in die Kommentare.


Werkzeuge dazu in der ganzichselbst Lounge:

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Wenn du dein Leben bewusster leben und aus deiner Routine ausbrechen willst:

Bevor ich 2008 tatsächlich meine Stelle aufgab, habe ich sehr gründliche Inventur zu meinen eigentlichen Lebensvorstellungen gemacht. Hier sind die 3 Dinge, die ich damals verändert habe, um aus meiner krank machenden Arbeit und Lebensweise heraus zu kommen:

Deine Adresse ist bei mir sicher. Kein Spam.

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ganzichselbst. einfach leben.


 

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About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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