Arbeiten nach dem Lustprinzip – Business auf die weibliche Art

Arbeite doch nur, wenn du inspiriert bist.

Also „arbeiten“ im Sinne von „tun“, „erschaffen“, „kreieren“.

Denn nicht inspirierte Arbeit wird niemals die Ergebnisse bringen, die inspirierte Arbeit bringt.

Dann ist keine Liebe in ihr. Nur Angst, Druck, Pflicht. Zwang.

Ich tu das. Ich arbeite nach dem Lustprinzip. Und es funktioniert bestens. Einfacher hab ich nie gearbeitet.

Wenn ich nicht inspiriert bin

… dann suche ich mir Quellen, die mich inspirieren.

Davon habe ich im Laufe meiner Studien der letzten 8 Jahre reichlich gefunden, und die nehme ich mir wieder und wieder vor und lese/höre ein Stück darin.

Ich mache stur nur das, was sich in meinem Bauch gut anfühlt

Auch wenn alle um mich rum – und selbst mein Kopf – sagen: „Aber du solltest noch …“ „Zur Sicherheit …“

Der Kopf weiß nur, was ihm eingetrichtert wurde. Altes Zeug.

Mein Bauch weiß mehr. Ich vertraue meinem Bauch. Mir. Das ist Selbst-Vertrauen.

Nein, das habe ich in meiner Zeit mit der Xanthippe ganz praktisch gelernt: Es macht dich kaputt, es brennt dich aus, wenn du alle „Zur Sicherheit …“-Wege verfolgst und damit von deinem Herzensbusiness weg kommst.

Das Leben ist zu kurz für üble Jobs!

Ich überlege mir ohne Computer, was als nächstes wichtig ist

Der Computer verstrickt mich in Geschäftigkeit und all die Energien der anderen. Zum Denken und Planen brauche ich einen reinen Tisch und klaren Kopf.

Da muss ich meine eigene innere Stimme hören können.

Und erst wenn ich weiß, was zu tun ist – erst dann gehe ich zuallererst an diesem Tag diesen einen Schritt.

Noch vor den Mails.

Noch vor Facebook.

Ich ziehe mich an, pflanze meinen A*** auf einen Stuhl (im Bett/auf dem Sofa kann ich mich nicht so gut konzentrieren). Und arbeite.

Das ist wirkliches Arbeiten. Eine Kursmail verfassen, die Teil eines Onlinekurses ist, den ich verkaufe. Am Buch weiterschreiben.

Facebook ist keine Arbeit. Facebook ist Ablenkung.

Genau wie Mails, wenn man sich nicht wirklich mit dem Vorsatz hinsetzt, jetzt, genau hier, eine produktive Verbindung mit dieser Mail zu schaffen.

Ich überprüfe mein Vorankommen

In regelmäßigen Abständen, meist zum Ende eines Monats, überprüfe ich, ob ich noch auf dem im Plan festgelegten Weg bin. Ggf. korrigiere ich meinen Kurs.

Das habe ich ganz praktisch in unserem Ladengeschäft gelernt

2015 haben meine Schwester und ich unser Frauenzentrum „Xanthippe“ in Dresden eröffnet.

Diesem 1. Juni gingen 7 Monate Planung und Behördengänge und Zusammentragen, Einrichten und Schuften und Rackern voraus. Wir sind sehr froh, dass wir das Ganze innerhalb dieser kurzen Zeit auf diese eher „männliche“ Art – vorwärts drängend, immer auf’s Ergebnis fokussiert – durchgezogen haben. So hatten wir schnell unser gewünschtes Ergebnis: Den fertigen Laden.

Aber was damit auch kam: Verspannungen, körperliche Probleme, Erschöpfung. Ein halbes Jahr später litten wir beide unter schmerzenden Schultern und Gelenken, Migräne, Schlafstörungen. Ja, es fiel uns schwer, uns auch mal zu entspannen, uns Hilfe zu suchen und Vertrauen und Zuversicht zu behalten, dass schon alles gutgehen wird. Wir durften erst wieder üben, auch wieder die weiblichen Energien zuzulassen.

Und „zulassen“ ist genau das Thema dieses Artikels.

Erstmal:

Frauen können alles, was Männer auch können

(Eine Sache können sie sogar mehr.)

Wir sind in der „Xanthippe“ anfangs auch dem Irrtum erlegen, dass alles Handwerkliche in unserem Laden von einem Mann erledigt werden müsste. Wir sind sogar soweit gegangen zu erwarten, dass unsere Männer, nur, weil sie Männer sind, doch gern unsere Handwerksarbeiten ausführen werden. Dem war nicht so. Und dann kam Mariann, die Frau mit der Bohrmaschine.

Business auf die weibliche Art heißt also unter anderem, alte Klischees aufzubrechen. Auch Frauen können Löcher bohren. Und manche machen das sogar gerne!

Und was wir – die beiden Frauen, die das nicht gerne tun – dabei gelernt haben:

  1. Wie nützlich Frauennetzwerke sind. Frauen helfen einander. Frauen verstehen einander (dein Mann und du – ihr sprecht einfach unterschiedliche Sprachen. Dein Mann kann gar nicht deine beste Freundin sein, einfach, weil er als Mann anders funktioniert.)
  2. Lehne dich zurück und lass andere die Dinge machen, die sie lieben, du aber nicht.

Du musst nicht alles selbst tun

Spring nicht immer gleich als Erste auf. Mütter und gut erzogene Töchter sind es so gewohnt, sich immer um alles selbst zu kümmern. Andere machen es ja doch nicht richtig. Oder es wird gar nicht gemacht, wenn du es nicht machst, stimmt’s?

Stimmt nicht!

Schick deine innere Perfektionistin in die Pause. Es muss nicht alles gemacht werden. Schon gar nicht sofort und mehreres auf einmal. Manche Dinge erledigen sich von selbst. Manche Dinge sind gar nicht so wichtig, wie es am Anfang aussieht. Und andere Dinge können andere einfach besser, oder sie machen sie lieber als du.

Erlaube dir auch mal, faul zu sein. In den Augen anderer heißt das „faul“, und in denen deiner inneren Kritikerin. (Die meistens Muttis Stimme hat, kann das sein?) Aber du bist nicht faul, du machst jeden Tag soooo viel! Wenn du das nicht glaubst, schreib mal ein paar Tage lang eine Ta da-Liste mit allen Dingen, die du so geschafft hast.

Meine Schwester und ich – wir sind ein super Team, bei der die eine die andere ergänzt. Sie liebt das Praktische, das Kochen und Handwerkeln. Ich liebe Online und Marketing, was sie wiederum verrückt macht. Wir beide kennen und verstehen uns auch super, zum Einen natürlich, weil wir Schwestern sind. Zum Anderen aber auch einfach, weil wir beide Frauen sind.

Lass dir helfen. Umgib dich mit Frauen. Gib die Dinge ab, die du nicht gut kannst oder tun willst und mach nur das, was du wirklich gut kannst.

Das ist Arbeiten nach dem Lustprinzip. Und es funktioniert.

Sogar besser!

 

Wenn du aus Pflichtgefühl oder Angst heraus handelst, wird es nicht gut

Oh ja, wir kennen solche Tage in der „Xanthippe“. Tage – oder auch Nächte -, in denen wir Angst haben, dass wir nicht erfolgreich genug sind, noch nicht genug einnehmen, alles falsch machen. Scheitern werden.

Aber wenn wir an solchen Tagen aus purem Aktionismus heraus anfangen, etwas umzumodeln, wird es nicht gut.

Wir fühlen uns mies. Wir sind erschöpft. Wir sind gereizt. Wir streiten miteinander.

Arbeite aus der Liebe heraus. Aus dem Lustprinzip. Im Flow.

Wenn du einen Angst-Tag hast, dann sorge vor allem erstmal gut für dich.

Zieh dich zurück aus den Problemen. Ja, das darfst du!

Gib dir gute Nahrung. Trinke Saft, iss Obst oder Schokolade.

Gehe in die Badewanne, wohin du deinen Computer nicht mitnehmen kannst. Dann beruhigen sich deine Gedanken, und du findest viel eher die wirklich richtige Lösung für dein Problem.

Nimm deinen Hund und geh an die frische Luft.

Tu, was immer dir gut tut. Vielleicht machst du ein Nickerchen.

Morgen ist dein Kopf klarer, dann kannst du dich viel besser um das Problem kümmern.

Und damit sind wir auch schon bei meinem nächsten Rat:

 

Alles verläuft in Zyklen

Zu jeder Anspannung gehört auch Entspannung. Als „bessere Männer“ rackern wir uns ab. Wenn wir schneller fertig sind – dann können wir noch mehr tun. Aber irgendwann sind wir völlig ausgebrannt. Lass es nicht so weit kommen. Lasse immer wieder zwischendrin Entspannung zu.

Wenn du mit der Arbeit fertig bist, dann mach Feierabend. Wenn du dich nicht mehr konzentrieren kannst, dann geh eine Runde um den Block. Such dir ein gutes Essen. Wenn es 22 Uhr ist – spätestens dann mach Laptop und Handy aus!

Die Bäume in der Natur geben ihr Bestes von Frühjahr bis Herbst, und dann ziehen sie sich nach innen zurück, ruhen, sammeln Kraft für die neue Periode des Wachsens, Blühens und Früchtetragens.

Und genau so funktionieren wir.

Wir Frauen haben ja sogar unseren inneren Zyklus. Und während jeder Woche fühlen wir uns ein bisschen anders. Wir sind keine Maschinen, wir sind nicht jeden Tag gleich. Nach der Regel bis zum Eisprung sind wir nach außen gehend, haben viel Energie, sprühen vor Elan. Ab dem Eisprung bis zur Regel dann fangen wir langsam an, uns nach innen zurückzuziehen. Und während der Regel oder wenigstens der ersten Tage wollen viele von uns einfach nur ihre Ruhe haben.

Nimm dir deine monatliche Auszeit.

Erlaube dir, mal keine Verabredungen zu haben. Du kannst deine Regel doch vorhersehen. Blockiere – am besten jetzt gleich – diese Tage in deinem Kalender und sei mal nur für dich da.

Dein Körper ist klug. Er schickt dir unendlich viele Signale. Krankheit oder Schmerzen sind Signale, dass du mal innehalten sollst. Ein unangenehmes Gefühl im Bauch sagt dir, dass du etwas lieber nicht tun solltest. Ein Burnout ist das heftigste Signal. Da sagt der Körper: Jetzt geht gar nichts mehr.

Gerade wir Unternehmer können für unsere  Ideen auch ausbrennen. Dann bist du stillgelegt, kannst deinen Klienten lange Zeit nicht mehr helfen. Lass es dazu nicht kommen.

Du selbst bist dafür verantwortlich, dass es dir gut geht, denn du spürst deine Signale als erstes.

Arbeite nach dem Lustprinzip. Vergiss die Perfektionistin. Gut ist gut genug.

Und was die anderen sagen, ist egal. Du spürst, was du willst und was dir gut tut.

Du musst nicht jedem gefallen

Und nicht jeder wird dich mögen.

Aber das ist okay.

Wir haben auch in unserem ersten Jahr gemerkt, dass man einfach nicht mit jedem gut arbeiten kann. Manchmal passt es nicht. Dann ist das okay. Dann hört auf damit.

Du wirst gelegentlich andere enttäuschen. Das gehört dazu.

Sei unartig!

Tue nur noch das, was du willst. Das wurde uns als Kinder aberzogen, aber genau so wirst du glücklich und erfolgreich sein.

Heute bist du längst kein Kind mehr. Was deine Eltern davon halten, ist egal.

Es darf leicht gehen. Das Leben ist nicht Abrackern. Es ist Freude.

20+ Gründe, warum auch du ein #Freuberufler werden willst.

 

Zusammenfassung

  1. Setze auf Frauenfreundschaften.
  2. Lass dir helfen.
  3. Sei nicht mehr perfekt. Gut ist gut genug.
  4. Achte auf die Signale deines Körpers.
  5. Mach mal Pause.
  6. Was andere davon halten, ist nicht wichtig.

Dieser Artikel ist Teil von Mara Stix‘ Blogparade „Der weibliche Weg zum Erfolg“.


Auch du kannst ein #Freuberufler werden.

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Ohne Vorkenntnisse, ohne großen bürokratischen Aufwand. Ohne großes Startkapital. Bequem von Zuhause aus mit den Mitteln, die du schon hast.

So hab ich’s 2008 auch gemacht.

freuberufler-programm

 

Jetzt anfangen und im neuen Jahr so richtig durchstarten!


Hier sind die drei Dinge, die ich 2008 unternommen habe, um aus meinen alten Lebensumständen rauszukommen

Bevor ich 2008 tatsächlich meine Stelle aufgab, habe ich sehr gründliche Inventur zu meinen eigentlichen Lebensvorstellungen gemacht. Hier sind die 3 Dinge, die ich damals verändert habe, um aus meiner krank machenden Arbeit und Lebensweise heraus zu kommen:

Deine Adresse ist bei mir sicher. Kein Spam.

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ganzichselbst. einfach leben.


 

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About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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