(Das ist noch nicht der endgültige Zustand, aber ich mache es mir immer so kuschelig wie grad möglich.)

Ich nannte ja mein WG-Zimmer immer mein Refugium.

Ich konnte die Tür hinter mir zu machen und fühlte mich geschützt und in ruhiger Umgebung.

Der Blick aus dem Fenster ging nach hinten raus, ins Grüne, auf den alten Friedhof. Ich sah Baumkronen. Nachts hörte ich das Käuzchen rufen. Und es war die Wetterseite, und ich liebe das gemütliche Gefühl, wenn draußen Sturm und Regen toben, es drinnen aber murkelig warm und gemütlich ist.
 

Und jetzt bin ich umgezogen.

Und zwar in die Dachgeschosswohnung genau oben drüber.

Von 17 qm auf 40 qm.

Mein neues „Tageslichtzimmer“, in dem ich schlafe, ein Aquarium von mir stehen wird, mein Sekretär, mein Kleiderschrank, ein gemütlicher Sessel – liegt wirklich genau über meinem alten Zimmer.

Außerdem habe ich jetzt noch eine Diele – einen Wohnflur, in dem ebenfalls ein Aquarium, dazu das Sofa, der Couchtisch und mein Kaminschrank stehen. Ein Fenster hat es nicht, aber abends kann ich mich dort aufhalten.

Und eine geräumige Küche mit Essplatz und weiterem Fenster raus auf den Friedhof.

Ich liebe es jetzt schon, nachts auf der Küchenarbeitsplatte zu sitzen und die Lichter der Großstadt flimmern zu sehen.

(Das Foto wird der Pracht nicht im Mindesten gerecht.)

Jetzt wohne ich noch höher über der Stadt

Und kann ewig weit schauen – bis zum anderen Rand von Dresden.

Dresden liegt ja in einem Kessel, einem Tal. Wie ein tiefer Teller. Und ich sehe tatsächlich den anderen Rand.
 

Ich richte es mir kuschelig ein, mit all meinen Schätzen

2008 wurde ich zum Minimalisten und verkaufte und verschenkte alles, was ich für überflüssig hielt. Vor allem Dekorationsgegenstände.

Inzwischen mag ich es doch wieder, ein paar Erinnerungsstücke um mich aufzustellen.

Mein Schlafzimmer fühlt sich durch die exakt gleiche Lage genau so an wie mein geliebtes WG-Zimmer unten.

Und die Dachschrägen machen es noch viel heimeliger. (Das WG-Zimmer hatte sehr hohe Wände und Neonleuchten wie für ein Büro.)
 

Aber vor allem lebe ich hier ganz in meinem eigenen Tempo

Still, langsam. Nur mit Nikita.

 

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