Als ich ein Kind war, hat meine Mutter ständig betont, wie fein meine Haare seien. Deshalb hat sie mir auch einen pflegeleichten Igelschnitt verpasst.

Sie hatte recht. Ich hatte/hab wirklich fedriges Haar.

Trotzdem trage ich es lang seit 25 Jahren. Seit ich Zuhause ausgezogen bin :)

Und da ich es mir immer einfach mache, ist auch meine Haarpflege einfach, aber wirkungsvoll.

Wenn auch nach dem Film noch so viel Abend übrig ist (heute Nacht war die Winterzeitumstellung), dann bekomme sogar ich Lust auf etwas „Beauty“.

Bei Haarverfilzungen im Nacken (Schalhaare)

Ich hab jetzt im Herbst/Winter wieder mit Haarverfilzungen im Nacken zu kämpfen, dadurch, dass ich so gern Schals trage. Richtige Nester entstehen da schnell.

Neulich hab ich schon meine Haare um ca. 8 cm gekürzt, dadurch sind auch die Spitzen weniger splizzig und kletten weniger zusammen. Aber die Ansätze im Nacken konnten dringend Entwirrung und Feuchtigkeitspflege vertragen.

Der Conditioner neulich, den ich noch von irgendeiner Urlaubsreise übrig hatte, hat nicht gewirkt. Heute haben meine Haare eine Ölkur bekommen.

Ich bin fast komplett weg von Pflegeprodukten (und auch Reinigungsmitteln) in Plastikverpackungen.

 

Als Conditioner verwende ich daher einfach nur Rapsöl!

Du wirst überall von Kuren mit Kokos- oder Olivenöl lesen, aber ich finde, das teure Öl ist gar nicht nötig. Dein Salatöl erfüllt ebenfalls den gewünschten Zweck.

Ich hab etwas Öl auf einen Unterteller gegeben, meine Tangle Teazer-Bürste hineingetaucht, mich kopfüber nach vorn gebeugt und meine Haare vom Ansatz weg mit der geölten Bürste ausgebürstet.

Das braucht etwas Zeit, aber es klappt!

Der Tangle Teazer rupft nicht so stark an Haaren wie alle anderen Bürsten und Kämme. Und vor allem tut es mit ihm nicht weh!

Zwischenzeitlich hab ich auch mit den (geölten) Fingern Knoten entwirrt.

Irgendwann war das „Nest“ tatsächlich rausgekämmt. Und die Haare haben eine schöne Portion Extrapflege durch das Öl bekommen.

Ich hab die Haare jetzt alle mit einem weichen Haargummi zu einem Knoten gebunden und lasse das Öl vermutlich sogar über Nacht einwirken. (Einfach ein Handtuch auf’s Kopfkissen legen und den Haarknoten drin lassen.)

Nur weiche Haargummis

Ich benutze nur diese dicken, frotteeartigen Haargummis. Damit brechen die Haare nicht so leicht.

Ich dreh sie gern zu einem (unordentlichen) Knoten, oder trage meine Haare auch gern offen.

Wenn ich die Locken/Wellen aus dem obersten Foto haben will, mach ich die feuchten Haare zu einem Knoten und lass das so über Nacht trocknen.

Festiger und Sprays verwende ich gar nicht.

Festes Shampoo

Ich wasche meine Haare seit fast 2 Jahren mit festem Shampoo aus der Drogerie und komme sehr gut damit klar.

Der Udo Walz-Haarschnitt

Udo Walz hat mal in einem Video erklärt, wie frau sich selbst die Haare schneiden kann. Wenn sie ganz glatte lange Haare und einen natürlichen Mittelscheitel hat. Und eine ähnliche Frisur wie Rachel in „Friends“ haben will: Also seitlich stark fransige, unterschiedlich lange Haarpartien.

Ich mag diese Frisur an mir. Sie macht mein eigentlich ganz glattes Haar lebendiger. Die kürzeren Partien biegen sich dann nämlich doch ein bisschen.

*** Achtung!

  1. Wenn man es nicht exakt macht, hat man schnell eine sehr asymetrische Frisur! Also nur probieren, wenn du einen natürlichen Mittelscheitel hast, und den Zopf wirklich mittig auf dem Oberkopf binden und genau drauf achten, dass alles glatt gekämmt und ausgekämmt ist!
  2. Und es ist letztendlich viel mehr weg, als man beim Schnippeln meint! Du siehst im Bild, dass die Ponyfransen sehr viel kürzer sind als die Längen! Also erstmal nur 2, 3 Zentimeter abschneiden. ***

Ich kämme überkopf all meine Haare zu einem straffen Zopf auf dem Oberkopf zusammen, nehme die „Schwanzspitze“ nach vorn und schneide waagerecht völlig gerade nur wenige Zentimeter ab.

Ich war nie so glücklich mit einem Schnitt vom Friseur, und es ist in wenigen Minuten erledigt. (Aber ich übernehme KEINE GARANTIE, wenn du es selbst probieren willst!)

Ich färbe übrigens auch selbst.

Henna

15 Jahre Färben mit Hennapuder hat sicherlich dazu beigetragen, dass die Oberfläche meiner Haare glatter und stärker geworden ist. Die Farbe ummantelt das Haar.

Von Natur aus war ich immer rotblond, wie auf dem Foto mit Nikita grade.

Seit meinem 30. Geburtstag färbe ich mit dem Hennapulver „Hellrot“ aus dem türkischen Lebensmittelladen.

Ungefähr monatlich sind inzwischen die Ansätze und Scheitel fällig (die pinsle ich mit einem Haarfärbepinsel ein.) Und die Längen mach ich nur alle paar Monate.

Hennafarbe wäscht sich kaum aus, sondern sie muss raus wachsen.

Unbedingt Handschuhe verwenden und seeehr darauf achten, dass du keine Kleckse machst (auf Haut, Ohren – halte einen Waschlappen zum Abwischen bereit -, die Schüssel zum Einrühren – ich benutze eine aus Edelstahl, Kleidung, Boden – ich trage nur dunkle Unterwäsche dabei und steh auf einem dunklen Badehandtuch, um den Boden zu schützen -, Waschbecken …)

Ich lasse die Farbe 2 Stunden unter einer Tüte und einer Mütze einwirken. Meine Haaransätze sind inzwischen sehr hellblond, wenn sie nachwachsen. Und sie werden orange, wenn ich es nicht lang genug einwirken lasse.

Hätte ich diese Bürste nicht, ich hätte meine Haare längst abgeschnitten.

Ich bin echt kämmfaul. Und immer ziept es, wenn ich meine nassen Haare kämmen will.

Bis er mir vorgestellt wurde: Der Tangle Teazer.

Der ist wirklich das Einzige, was durch meine Haare durchkommt, vor allem nach dem Waschen.

Ich hab übrigens festgestellt:

Den meisten Mut zum Schneiden hab ich während des Eisprungs.

Also pass auf, dass du es auch wirklich willst. Nicht, dass du es in ein paar Tagen bereust, was du in deinem Zyklus-Hoch spontan angerichtet hast.


Ich bin fast komplett weg von Pflegeprodukten (und auch Reinigungsmitteln) in Plastikverpackungen.

Was meinst du?