Wie fast immer einmal die Woche – meist mittwochs, denn dienstag nachmittags kommt dort die Lieferung – waren Nikita und ich auf unserer Morgenrunde im Zooladen, um Lebenfutter für die Fische zu holen.

Es tat mir gut, heute schon beim Aufstehen dieses Ziel/diese Aktivität im Hinterkopf zu haben. Denn z. Zt. tu ich mich mit dem Sinn für’s Aufstehen mal wieder schwer. Ich fühle mich immer noch bedrückt, und das überkommt mich schon morgens im Bett mit dem ersten wachen Gedanken. (Weshalb ich zum Einschlafen auch immer ein Hörbuch höre, z. Zt. wieder mal „Harry Potter 5“. Um das Gedankenkarussell abzuschalten/auszublenden.)

Jedenfalls:

 

Heute hatten wir einen Grund, aufzustehen. Den Zooladen.

1 Tütchen Mückenlarven oder Wasserflöhe reicht so ziemlich genau für 1 Woche für den Betta und die 5 Guppies.

Nikita rastet immer völlig aus, wenn sie merkt, wo wir hingehen. Sie zieht dann an der Leine und will losrennen. Und dann im Laden rast sie schnurstracks zum Kassentresen und führt ihr Tänzchen auf. Denn sie weiß genau, dass es hier die richtig guten Leckerlis gibt. Nicht so’n trocknes gebackenes Kekszeug, sondern getrocknetes Fleisch.


Dieser Film ist von der Seite, auf der sie damals aus dem Spanischen Tierheim vermittelt wurde:

Ungefähr so sieht ihr Tänzchen aus. Nur mit noch mehr „Männchen“ und Gehüpfe auf den Hinterbeinen.


Das Tänzchen ist allerdings 1. ungezogen und 2. kann es auch zu einer Verletzung führen. Sie hat ja Knie (das evtl. noch irgendwann operiert werden muss; Patellaluxation). Deshalb soll sie sich das abgewöhnen.

Es liegt natürlich an mir. Ich bin oft unkonzentriert, während sie sich so aufführt, weil ich gerade am Kühlschrank bin, um zu prüfen, ob die Tierchen in der Tüte auch noch ausreichend Leben zeigen. Oft sind viele von ihnen auch schon tot und damit unbrauchbar. (Oh ja, ich bin mir dessen bewusst, dass das grausam ist, besonders für mich als Vegetarier … Ich bin da echt im Zwiespalt.)

Heute hab ich mir das rechtzeitig ins Gedächtnis gerufen und sie immer und immer wieder nachdrücklich „Sitz“ machen lassen, während ich am Kühlschrank zu tun hatte.

Na ja, es klappte so … halb.

Schön ist, dass die Frauen an der Kasse immer fragen, ob sie ihr was geben dürfen. Und wenn ich dann antworte: „Ja, wenn sie Sitz macht.“ kommen sie immer um den Tresen herum, lassen sie Sitz machen und geben es ihr erst dann. Dafür bin ich sehr dankbar.

Der Rückweg allerdings ist immer irgendwie zäh. Ich weiß auch nicht, ob sie sich immer total verausgabt, oder nicht nach Hause, sondern zurück zu den Leckerlis will, oder ich dann besonders ungeduldig bin. Heute war ich’s wohl, liegt auch an den „ungeduldigen Hormonen“ an Zyklustag 3.

Jetzt schläft sie an meiner Seite – so verbringen wir gern unsere Vormittage.

 
 
 


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