Materielle Dinge, Gewohnheiten und Überzeugungen und Papierkram.

Jedes Jahr wünsche ich mir einen leichteren und besser organisierten Start ins neue Jahr.

Und jedes Jahr zum Jahresende entrümple ich deshalb dafür nochmal so richtig. Und organisiere Ecken praktischer, die noch nicht so gut funktionieren.

Mit einem reinen Tisch ins neue Jahr!

Wie soll sich das neue Jahr anfühlen?

Ich wünsche es mir: Leicht. Unbeschwert. Organisiert. Sauber. Gut versorgt.

Und was können wir dafür tun?

Schauen, dass künftig alles so einfach wie möglich geht. Dass nichts überflüssiges im Weg rumsteht.

Dass mir künftig so wenig Zeug wie möglich ein schlechtes Gefühl geben kann.

Vorsorgetermine machen.

Vorräte anlegen.

Alles, was ich behalten will, muss einen gut organisierten, einfach erreichbaren festen Platz bekommen.

Achte deine Gefühle

Heute bin ich in so einer Stimmung, in der ich fühle, es ist okay, wenn ich nicht alle Möglichkeiten ausschöpfe. Das heißt, ich kann z. B. angefangene Projekte freigeben. Einfach unbeendet lassen und weggeben. Oder frühere Ideen von mir. Wie gern ich lange Walleröcke und Ohrringe anschaue … aber nicht anziehe.

Oder wenn ich die bunte Aquarienbeleuchtung zwar witzig finde, aber weiß, dass sie mich im Alltag einfach nervt und ich sie kaum mal angemacht habe. Dann kann ich sie in der heutigen Stimmung auch leichtherzig wegschenken.

Wenn du aber merkst, du könntest es vielleicht bereuen, wenn du heute zuviel ausmistest. Oder wenn du bei jedem Stück heute zauderst … dann warte ein paar Tage und nimm dann nochmal einen Anlauf.

Zwing dich nicht dazu, dich von etwas zu trennen.

Achte auf deine Gefühle. Und nimm sie ernst.

Viele unserer Dinge machen uns täglich ein schlechtes Gewissen

  • Weil es sich nicht ganz richtig anfühlt, so, wie du es eigentlich gern hättest.
  • Weil es nicht ganz passt.
  • Weil du es einfach nie benutzt. Du brauchst es einfach nicht.
  • Weil es mal teuer war, du es aber eigentlich nicht mehr willst.
  • Weil dir das mal jemand geschenkt hat. Oder schlimmer noch: Für dich gebaut/gebastelt!

Lösung: Hab nur noch 1 x ein schlechtes Gewissen – wenn du dieses Ding jetzt endlich ausmistest.

Ja, das wird noch einmal weh tun. Aber du ersparst dir damit künftige Gewissensbisse, die du immer wieder hättest – jedes Mal, wenn du das Ding wieder siehst.

So milderst du die Gewissensbisse ab

Wenn du es nicht wegwirfst, sondern verschenkst, fühlt es sich besser an. Wenn es nicht wirklich unbrauchbar und kaputt ist, dann schenke es weiter. In einer Verschenkekiste, einer Spende an einen Laden für Bedürftige oder einen FairTeiler.

Wozu überhaupt die ganze Aktion??

Haben wir jetzt nicht mit Weihnachten genug um die Ohren?

Entrümpeln gibt dir die Kontrolle zurück

Wenn dir alles zuviel wird, dann schmeiße raus, was du kannst.

Um umso weniger musst du dich dann kümmern.

Ich wünsche mir für meinen Alltag immer eine gewisse

Wirkung – aber mit wenig Aufwand

Zum Beispiel bei meiner

Kleidung und Schmuck

Ich liebe den Hippie-Boho-Stil. Vieles davon sieht an anderen so wunderschön aus. Ist für mich aber in der Realität so unpraktisch und nervig, dass ich nie nach diesen Stücken greife und mich immer für den einfachen Weg entscheide. Deshalb hingen noch immer ungenutzte Hippiesachen in meinem Schrank und waren ungenutzte Schmuckstücke in meiner Schatulle.

Da war so vieles, was ich lange für mein Fantasy Self behalten hatte und – ich geb’s zu – immer noch nur schweren Herzens weggebe. Aber es sind Dinge, die wunderschön aussehen, aber unpraktisch für mich sind.

Einfach in meinen Kleiderschrank greifen -> Hippiestyle ohne nachzudenken.

Aber ohne dass mich die Kleidung behindert.

Deshalb hab ich die langen Gypsy-Röcke und die sehr pludrigen Pluderhosen jetzt doch endlich weggegeben. So schön sie aussehen – sie verhedderten sich um meine Beine und nerven mich.

Und die wunderschönen langen Ohrringe mit Steinen und Halbmond. Die bleiben in meinen Haaren oder Halstüchern hängen.

Da geh ich nicht mit mit Tom Hodgkinson, der sinngemäß sagte: „Kleidung sollte (für den Idler) immer ein unpraktisches Element haben.“

Diese wunderschönen Dinge – sie nervten mich und sie machten mir ein schlechtes Gewissen, weil sie doch so schön sind und ich sie tragen sollte.Nö, ich kreiere die Boho-Wirkung mit wenig Aufwand. So wie es in mein Leben passt:

  • Ich behalte „normal pludrige“ Stoffhosen.
  • Dazu farblich passende einfache unifarbene Baumwoll-Langarmshirts.
  • Strick- und Sweatjacken.
  • Den bunten Pashminaschal mit den herrlichen Farben – und der passt auch zu allem!

Und mein Schmuck sind meine langen roten Haare. Dazu hab ich nur wenige Schmuckstücke mit „hippiehaftem“ Aussehen, die ich täglich trage:

  • Meinen Mondsteinanhänger an einer Kette, die einen Verschluss hat.
  • Kleine Ohrstecker: Eine winzige Sonne, 2 x bunte Muschel.
  • Und den Ring mit den Noten, den mir der Schatz geschenkt hat.

Meine Lieblingsdinge benutze ich also Tag für Tag. Das gilt für meine Kleidung, meinen Schmuck und auch für Dekoartikel:

Dekorieren/Dekokram

Ich hab ja schon öfter geschrieben, dass ich es liebe, meine Wohnung mit den Jahreszeiten-Stimmungen umzudekorieren.

Aber auch hier hab ich gemerkt, dass ich mehr Zeug hatte, als ich aufstellen will. Schon in den letzten Jahren ging mir das so mit der Weihnachtsdeko.

Ich will wenig Aufwand mit der größtmöglichen Wirkung erzielen, das heißt

  • ich will nicht JEDE Oberfläche mit Deko bestücken; mir reicht ein kleines Gimmick auf dem Kaffeetisch, vielleicht noch auf dem Kaminsims
  • und dazu lieber mit Dingen, die ich auch benutze, wie Kaffeetassen im weihnachtlichen/maritimen Look, saisonalen Decken und Kissenhüllen als mit herumstehenden Dingen
  • und mit den passenden saisonalen Aktivitäten statt mit Stehrümchen das Lebensgefühl der Jahreszeit kreieren – grillen und baden gehen im Sommer, am „Kaminfeuer“ unter der Karodecke heißen Tee trinken und Filme gucken im Herbst und Winter …

Ich hab meinen Dekoschrank organisiert und liebe es, hier alles so direkt vor Augen zu haben, was ich da besitze:

Inkl. Bettwäsche für die jeweilige Saison. Geschirr. Bilder.

Büromaterialien

Meine Vorratsschublade und die kleinen Schubladen am Schreibtisch hatte ich seit dem Einzug noch nie richtig organisiert. Bis heute.

Alles, was ich jetzt übrig behalten habe, sind ein paar große Briefumschläge.

Ich fand auch mein Briefpapier immer noch niedlich (früher hatte ich an die 100 Sorten, aber auch zuweilen bis zu 30 Brieffreunde). Nur schreibe ich überhaupt keine Briefe mehr. Schon gar nicht per Hand. Deshalb hab ich jetzt auch die letzten Briefpapiersets mit Meeresmotiv in den Fairteiler gegeben.

Manches muss bleiben, aber ist noch unorganisiert oder an einem unpraktischen Ort. Deshalb hab ich heute auch wieder:

Unpraktisches besser organisiert

Da sind große schwere Schubladen an der Kommode, an die ich nicht so gut rankomme, in denen aber noch meine Unterwäsche und Socken waren, so dass ich mich jeden Morgen damit herumärgern musste.

Die Kommode muss an diesem etwas unpraktischen Platz stehen bleiben, weil ich sie gern als Ausguck/Fenstersitz verwende und einem anderen Möbelstück mein Gewicht nicht zutraue.

Jetzt hab ich in ihren Schubladen Dinge, an die ich nicht täglich heran muss.

Verlängerungskabel und Glühlampen. Und mein Bügeleisen (ich bügle nie :))

Alte Tagebücher

Ich schreibe zwar nicht richtig Tagebuch im herkömmlichen Sinn, aber ich habe alte Terminplaner. In denen ich auch z. B. meine Lebens- und Biz-Ziele ausgeführt, in MindMaps und Listen aufgeschlüsselt habe usw.

Vom Gefühl her würde ich die Tagebücher der letzten Jahre gern einfach verbrennen. Ich finde es immer kräftezehrend, in den alten Aufzeichnungen zu lesen. Und ich hab seit Neuestem auch einen Reißwolf, so dass ich die Aktion mal angehen werde. Jedenfalls zum Teil. Denn:

Leider muss man Kalender ja als Steuerunterlagen bis zu 10 Jahre lang aufbewahren …

Stauraum unter’m Bett

Ohne einen Keller nutze ich gern auch den Stauraum unter meinem Bett für sperrigere Dinge. (Ich will auch keinen Keller. Ich will alle meine Sachen hier oben um mich rum wissen, und was nicht reinpasst, muss ausgemistet und organisiert werden.)

Mindestens einmal im Jahr hole ich alles hervor, fege unter dem Bett und packe – organisiert – nur zurück, was ich wirklich weiter aufheben will.

Ein guter Zeitpunkt für diese Aktion ist, wenn ich den Weihnachtsbaum unter’m Bett hervorziehe. Also heute.

Dort lagern außerdem auch abgebaute Türen. Die von den Küchenschränken muss ich behalten, weil die Küche dem Vermieter gehört. Diese Türen hab ich in Luftpolsterfolie eingeschlagen und ganz nach hinten unter’s Bett geschoben, weil ich da ja so schnell nicht wieder ran muss.

Dann hatte ich auch noch Türen von einem Schränkchen, das mir gehört. Das gefällt mir ohne viel besser. Diese Türen werde ich wegwerfen.

Ich hatte einen zweiten Ventilator dort gelagert. Hab die letzten beiden Sommer trotz Dachgeschoss aber nur meinen einen, leisen kleineren verwendet. Also darf der andere jetzt auch weiterziehen.

Ich bewahre Kisten mit alten Steuerordnern der letzten 10 Jahre unter dem Bett auf.

Und Kisten mit der Kleidung, die grad nicht Saison hat. Die bin ich auch grad mal durchgegangen und hab eine große Tasche voll aussortiert. Ja, auch mit den (buhuu) Pluderhosen, die ich ja doch nicht mehr anziehe.

2 Kisten Sommerkleidung. 1 Kiste Herbstkleidung.

Die Kartons hab ich von den Hundefutterlieferungen aufbewahrt. Man sieht sie nicht, weil normalerweise ein „Bett-Rock“ (ein Bettlaken) davorhängt.

Im Bad

Im Bad hab ich heute Nacht schon entrümpelt. So viel gab’s da nicht, aber ein paar Pflegeprodukte, altes Sonnenschutzmittel, … sind im Müll gelandet.

Festplatten und Daten

Auf dem Plan steht noch das Ausmisten von alten Datenträgern.

  • schauen, ob sie noch funktionieren
  • entscheiden, welche ich behalten möchte
  • die anderen formatieren (und recherchieren, ob man für die Sicherheit noch etwas anderes unternehmen sollte, damit sie nicht wiederherstellbar sind)

Und die Daten auf der Computerfestplatte sichere ich Monat für Monat auf einer externen Festplatte. Ich verschiebe alles rüber, wobei ich mit der neuen Version die ältere Version überschreibe/ersetze.

Und behalte auf dem Computer ein paar Sachen, die ich auch weiterhin verwenden werde.

Außerdem kommt demnächst noch das Thema:

Alte Unterlagen

Die Unterlagen, die älter als 10 Jahre sind, kann ich dann aussortieren und – wenn sie vertrauliche Daten enthalten – im Reißwolf shreddern. Auf die Aktion freue ich mich auch schon.


So, Nachtrag: Heute mache ich die Erwachsenensachen – Papierkram

Erstmal – wie ich es ja oben schon geschrieben hatte – reinen Tisch machen:

Bei Papierkram heißt das: Die Dinge wegheften (bzw. shreddern), die schon gehen. So hast du weniger, um was du dich dann noch kümmern musst.

  • Kontoauszüge aus ihren Briefumschlägen nehmen
  • Unterlagen, die ich als Belege gebraucht hatte, wieder wegheften
  • die übrig gebliebenen Papiere nach Angelegenheit/Thema/Empfänger ordnen und systematisch erledigen

Ich hab damit bis heute gewartet, weil jetzt so langsam der Zyklusherbst (Zyklustag 18 bis Ende) einsetzt und ich da auch wieder in Stimmung dafür bin, Dinge wegzuarbeiten, lose Enden zu verbinden, Ordnung zu schaffen … besonders jetzt mit dem sich nähernden Jahreswechsel.

Ich verbinde das mit einem Jahresrückblick und einer ersten Jahresplanung.


Es fühlt sich so frisch an, wenn man seine Dinge in Ordnung gebracht hat!

Übrigens, ich habe gemerkt:

Mit den Dingen, die ich zu behalten beschließe, gehe ich viel sorgfältiger und achtsamer um.

So startest du erleichtert ins Neue Jahr. Ich liiieebe das als Jahresend-Ritual. (Kann man prima über mehrere Tage strecken, damit’s nicht zu überfordernd wird.)

Du musst dich künftig um weniger kümmern!

Bist du auch grad schon am Klarschiff machen?

 

Was meinst du?