Wie du beschließt, mit dem Sorgenmachen aufzuhören

Machst du dir aus Gewohnheit Sorgen? Sind die Gründe, aus denen du dir deine Sorgen machst, vielleicht längst veraltet, aber du kommst nicht raus aus dem Kreislauf? Eben weil du es schon ewig so machst? Mir ging das so. Ein ganzes Jahr lang.

Mit der Xanthippe – unserem eigenen Seminarzentrum – haben meine Schwester und ich letztes Jahr eine Menge Verantwortung übernommen, und natürlich war alles ein riesiger Haufen Arbeit, lief am Anfang noch einiges nicht so glatt, kamen Dinge dazwischen, ging alles nicht so schnell wie gedacht, kostete mehr als geplant usw. Es gab viele wundervolle Erlebnisse, und wir würden es heute auch nicht anders haben wollen, aber es war auch eine Zeit voller Sorgen und Ängste. Manchmal schreckten wir in Panik mitten in der Nacht auf, fühlten uns überfordert von all der Arbeit und hatten schon am Morgen, noch vor dem ersten klaren Gedanken, Schuldgefühle. Dazu unsere dauernde Erschöpfung und sich einschleichende gesundheitliche Beschwerden. Verspannung, ständige Kopfschmerzen, immer wieder Infekte, Magenschmerzen.

Vor einigen Tagen ging mir der Gedanke durch den Kopf: ‚Das kann’s doch nicht sein. Ich will mir nicht dauernd Sorgen machen. Ich bin noch zu jung, um dauernd Schmerzen zu haben. Ich will mein Leben leben.‘

Und dann fiel’s mir ein. Nicht mehr sorgen. Sondern leben. Ich lud mir also das Hörbuch „Sorge dich nicht – lebe!“ bei Audible runter. Ein Klassiker.

Und er hilft mir! Er gibt Methoden und Denkansätze und haufenweise Beispiele und Geschichten von Menschen, die weit Schlimmeres durchgemacht haben als sich den Lebenstraum vom eigenen Laden wahr zu machen ;)

Und so hab ich beschlossen, mit dem Sorgenmachen aufzuhören

Ich hab durch das Buch festgestellt, dass ich die letzten Monate im Sorgenmach-Modus verbracht hatte. Das war quasi schon meine Grundeinstellung, mein Default. Ich hatte mich so dran gewöhnt, es gehörte schon zu mir, wir erzählten anderen darüber, als wäre das was, womit man sich brüsten kann und wofür man Anerkennung bekommt.

Und das Hörbuch machte mir klar, dass es nicht so sein muss. Dass es eine bewusste Entscheidung ist, mit dem Sorgenmachen aufzuhören. Und dass es in meinem Fall auch wirklich an der Zeit war, aus der Gewohnheit des Sorgenmachens wieder raus zu switchen.

In unserem Fall ist es immer noch so, dass wir nur mit viel Planung und Einschränkungen die monatlichen Mietzahlungen für den Laden zusammen bekommen. Aber der Alltag ist wieder viel leichter geworden und es gibt eine Menge, auf das wir stolz sein können und über das wir uns freuen können.

Letztes Jahr um diese Zeit haben wir Unterlagen und Rat zusammengetragen. Haben die Ladenräume gesucht und gefunden. Haben die Startfinanzierung eingeleitet, beworben, gebangt und durchgezogen. Haben die Räume eingerichtet, die schweren Küchenmöbel geschleppt. Mit Widrigkeiten gekämpft und sie überwunden. Das Konzept verfeinert. Die ersten Stammgäste gewonnen. Haben Fehlentscheidungen getroffen, uns an die falschen Menschen gehalten, wurden enttäuscht. Aber wir haben auch gelernt, sind stärker geworden, stärker zusammengewachsen und überhaupt gewachsen.

Wir haben im letzten Jahr eine Menge auf die Beine stellen müssen, haben geschuftet – auch körperlich.

Inzwischen ist der Laden schön eingerichtet und wird bekannter. Wir haben Stammgäste, die wiederkommen. Und Gäste mitbringen. Wir haben die ersten monatlichen Buchungen bis zum Ende des Jahres. Wir können echt langsam anfangen, uns etwas mehr zu entspannen.

Irgendwie steckten wir aber immer noch in unseren Gefühlen aus vor einem Jahr fest.

 

Was uns geholfen hat

Wir haben begonnen, uns unsere Errungenschaften bewusst zu machen

Wir haben schon so viel geschafft. Die Xanthippe steht. Ist eingerichtet. Alle Behördengänge erledigt. Die ersten Probleme überwunden. Jetzt ist es wirklich langsam Zeit für mehr Feinarbeit und etwas Entspannung und Zuversicht. Die große Schufterei ist vorbei.

Die Leute fühlen sich wohl bei uns, sagen uns das immer wieder. Sie kommen, weil es bei uns entspannt und gemütlich ist. Sie scheinen unsere Suppen zu mögen. Und uns.

Und die Dinge fügen sich. Wir haben z. B. im Ausverkauf im Winter die schönsten Caféhausstühle bekommen – zu einem unglaublich günstigen Preis -, die wir uns letzten Sommer noch nicht leisten konnten.

 

Entscheide dich für Freude

Gestern hab ich dem Laden einen Strauß Tulpen spendiert, der mich jedes Mal erfreut, wenn ich ihn ansehe. Und die Gäste bestimmt auch. Diese Kleinigkeiten machen tatsächlich einen riesigen Unterschied.

Wir geben dem Laden in so vielen Kleinigkeiten jetzt mehr Liebe. Das ist unser neuer Modus; machen wir ihn uns bewusst, üben wir ihn ein: Pflegen, füttern, netzwerken. Die Schufterei ist vorbei.

 

Bekomme die Kontrolle zurück

Häufig sind wir unglücklich, weil alle an uns ziehen. Jeder uns was aufdrängeln will. Jeder unsere Zeit beanspruchen will. Und unser Geld.

Nimm dir die Kontrolle zurück.

Sage nein zu Dingen, die du nicht willst.

Meide negative, energiezehrende Menschen. Menschen, die dir nichts Gutes wollen.

Kündige Lastschriften und Einzugsermächtigungen und bekomme das Gefühl zurück, wieder mehr Kontrolle über deine Finanzen zu haben, darüber, wo dein Geld hin geht und wann.

Wir haben die Pinnwand und die Flyerständer unserer Gäste, die dort netzwerken sollen, geordnet. Allein das fühlt sich „professioneller“ und besser an.

Wenn du wieder der Bestimmer in deinem Leben bist, wirst du dich einfach besser fühlen.

 

Tue dir so viel Gutes, wie du kannst

Lebe gesund. Iss gute Dinge. Lass dich massieren. Nimm dir einen ganzen freien Tag! Oder nimm Therapie in Anspruch. Ich war beim Osteopathen, und eine einzige Sitzung hat mir so vieles klar gemacht, so vieles gelöst und mich auf neue Ideen gebracht.

Jetzt mache ich regelmäßig Progressive Muskelentspannung, und mein Kopf tut viel seltener weh. Und wir haben einfach mal einen Tag frei. Ein Tag macht so viel aus.

Entspannen.

Und überprüfe, ob deine Sorgen überhaupt noch aktuell sind

Vielleicht hast du sie nur noch, weil du es seit Ewigkeiten so gewohnt warst. Sind deine Umstände noch so wie damals?

Steckst du irgendwo aus Gewohnheit im Sorgenmach-Modus fest? Ist es vielleicht Zeit, die Dinge neu anzuschauen und zu beschließen, dass du dir diese Sorgen nicht mehr machen musst?


Werkzeuge dazu in der ganzichselbst Lounge:

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Mehr zur ganzichselbst Lounge



Wichtig ist, dass du dir jetzt viel Ruhe gönnst

Wende diese drei einfachen Strategien an, um weniger zu tun und sofort mehr Zeit für dich selbst zu finden:

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ganzichselbst. einfach leben.


Hier sind die drei Dinge, die ich 2008 unternommen habe, um aus meinen alten Lebensumständen rauszukommen

Bevor ich 2008 tatsächlich meine Stelle aufgab, habe ich sehr gründliche Inventur zu meinen eigentlichen Lebensvorstellungen gemacht. Hier sind die 3 Dinge, die ich damals verändert habe, um aus meiner krank machenden Arbeit und Lebensweise heraus zu kommen:

Deine Adresse ist bei mir sicher. Kein Spam.

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About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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