Ich fänd’s schlimm, in ein Büro zu müssen. Erst recht, wenn dort Ansteckung mit einer gefährlichen Krankheit droht.

Wo bleibt eigentlich der gesunde Menschenverstand?

Ich höre sonst immer Menschen, die sich beklagen. Die überarbeitet sind. Die auf’s Wochenende warten, um endlich zu leben. Oder den Urlaub oder den Ruhestand.

Deshalb verstehe ich nicht, dass jetzt, wo es die verordnete Auszeit gibt – oder hier in Deutschland vermutlich demnächst geben wird -, viele es nicht nutzen wollen und sich dagegen sperren.

Das Zuhause-Arbeiten dagegen bin ich ja gewöhnt. Wir wissen die Langsamkeit zu schätzen. Bei mir ändert sich nicht wirklich viel. Ich arbeite am Computer an meinen Webseiten und Kursen und E-Büchern.

Hundespaziergänge machen Nikita und ich auch, ohne Verabredungen.

Ich halte mich weitestgehend von Menschen fern.

Wenn uns die Decke auf den Kopf fällt, gehen wir normalerweise ins Pflegeheim nebenan, im Moment aber besser nicht. Ich darf da grad nicht rein und finde das auch wichtig und richtig. Ein, zwei Herren kommen raus zu uns, wenn wir vorbei laufen. Oder wir winken uns zu.

Mein Partner ist Dozent für Erwachsenenbildung, und seine Einrichtung ist noch geöffnet. Ich halte das für sehr unklug. Deshalb hab ich ihm gerade mitgeteilt, dass ich ihn vorerst nicht treffen kann. Da sind mir einfach zu viele andere Menschen mit wieder vielen weiteren Kontakten …

Wir fahren am Wochenende auch nicht wie geplant zu seiner 80-jährigen Mutter.

Ich habe Hoffnung für die Menschen und unsere Welt, dass das Langsam-Tun ihnen gut tut.

Man hört schon, dass sich das Wasser in Venedig wieder geklärt hat und die Fische wieder schwimmen. Dass Delfine sich wieder in Hafenbecken aufhalten. Nach nur ein paar Wochen langsamer.

Es ist doch nur für ein paar Wochen, und ist es nicht wichtiger, gesund zu bleiben, ja vielleicht sogar Leben damit zu retten, als meine Vergnügungen?

Dann beklagen sich Eltern, dass es so furchtbar sei, mit ihren Kindern Zuhause zu sein.

Oh je, als ihr Kind würde ich das nicht hören wollen.

Ist es so schlimm, Zeit mit euren Kindern zu verbringen?

Eltern können Aufgaben/Hausaufgaben für die Kinder organisieren. Schließlich wäre jetzt ja eigentlich Schule. An der Schule meiner Nichte schicken die Lehrer Aufgaben an die Schüler. Wir haben schließlich alle WhatsApp-Gruppen und Email.

Abiturienten können Zuhause für die Prüfungen lernen.

Eltern könnten mit ihren Kindern Spiele spielen. Kinder können Bücher lesen. Ein paar Stunden fernsehen – Sender bringen doch jetzt extra auch mehr Bildungsprogramm und Wissenssendungen. Oder ein paar Stunden ins Internet oder Computerspiele. Machen sie ja sonst auch.

Und in den Wald gehen z. B. dürfen wir hier in Dtl. ja im Moment noch. Bei uns in der Dresdner Heide stehen zwar immer Massen an Autos auf den Parkplätzen, aber im Wald selbst trifft man kaum jemanden.

Freelancer und Kleinunternehmer fürchten, dass ihnen Einnahmen wegbrechen, ihre Existenz bedroht ist
Das ist sehr gut nachvollziehbar, auch die Angst.

Vielleicht ist das jetzt aber die Gelegenheit, Onlineangebote zu erstellen? Sich zu fragen, was online gehen würde? Oder ein weiteres Online-Standbein zu starten, wie Affiliatemarketing z. B.

An Italien und China sehen wir ja, wie es sich entwickeln wird, wenn wir nicht aus ihren Erfahrungen lernen und die Übertragung jetzt einschränken, soweit es uns möglich ist.

Wir dürfen Zuhause bleiben. Müssen nicht zur Arbeit. Sind bei unseren Liebsten.

Wir haben’s schon schwer.

Hier kannst du mit mir in Kontakt treten. Bitte denke dran, nett zu bleiben. Hier lesen und schreiben Menschen wie du.