Zuviel Weihnachtsdeko fühlt sich an wie nur noch mehr Gerümpel. Zusätzlich zum Alltagsgerümpel, das uns schon so stresst.

Aber es gibt einen anderen Weg:

Du könntest mal nicht mehr dekorieren, sondern … weniger.

Weihnachten soll entspannt und besinnlich sein, nicht stressig und voller Verpflichtungen.

Wenn sich das Dekorieren für dich wie Pflicht anfühlt, wenn deine Wohnung sich dadurch noch überladener anfühlt … dann lass das Dekorieren bleiben.

Oder lies mal diesen Artikel, denn:

Weihnachtsdekoration kann sich auch einpassen, statt noch mehr Gerümpel zu sein, kann festlich und sogar nützlich sein.

Wenn du ein bisschen planst:

Wie deine Weihnachtsdekoration geschmackvoll statt überladen wirkt. Oder: Wie du eine geschmackvolle Weihnachtsdeko hinkriegst – mit dem, was du schon hast.

  1. Räume alle anderen Dekorationen weg
  2. Du musst nicht jede Dekoration verwenden, die du besitzt
  3. Nimm dir nur eine Ecke/einen Raum auf einmal vor
  4. Schau, welche Gebrauchsgegenstände saisonal sind und als Deko dienen können
  5. Farben und Materialien sind bei mir genau so Dekoration wie Gegenstände, die einfach nur hingestellt und angeschaut werden.

Bild: Pixabay

Geh mit dem Flow

Tu, was sich für dich richtig anfühlt. Höre auf, wenn du genug hast.

Heute ist Feiertag hier in Sachsen. Die Straßen sind still und leer. So angenehm.

Es ist Mitte November. Mein Geburtstag ist gerade vorbei. Und ich bekomme langsam Lust, mit der Weihnachtsdeko anzufangen. Ich freue mich auf Gemütlichkeit. Auf Kerzen- und Lichterkettenlicht.


Oft fühlt sich die Weihnachtsdeko wie nur noch mehr Gerümpel an.

Weil wir sie zusätzlich zu all der anderen Deko aufstellen.

Diesem überwältigenden Gefühl kann man aber vorbeugen. Mit meinen Tipps.

Erstmal räume ich auf. Ich schaffe die Leinwand. (Und entstaube gleich mal ein bisschen.)

1. Räume alle anderen Dekorationen weg

Um die Weihnachtsdeko so richtig zu genießen, hast du nur diesen einen Monat.

Wenn du die Weihnachtsartikel zusätzlich zu deiner normalen Dekoration aufstellst, dann wirst du das Gefühl von Überforderung und Gerümpel bekommen.

Also hab keine Angst, alle anderen Dekorationen für ein paar Wochen in einem Schrank zu verstauen. Räume weg, was nicht zu Weihnachten gehört. Nur für ein paar Wochen.

Ich hab einen ganzen Dekoschrank

Du hast keinen Platz dafür? Hatte ich auch nicht. Ich hab mir den Platz geschaffen.

Indem ich anderes Zeug entrümpelt habe.

Ich hab eben Spaß daran, alle paar Wochen meiner Wohnung ein neues Thema zu geben

  • Januar: Boho
  • März: maritim
  • September: Herbst
  • November: Weihnachten

Aber wenn ich alles auf einmal rausholen würde, würde mich das heillos überfordern.

Ich will es schnell verstaut haben. Ohne Angst haben zu müssen, dass was zu Bruch geht.

Und wenn ich merke, dass ich zuviel habe, oder ein Ding nicht mehr nutze – dann kommt es in die Spendenkiste.

Aber so bleiben meine schönen „Spielzeuge“ für mich immer wieder wie neu, immer wieder abwechslungsreich. Weil ich jedes nur ein paar Wochen draußen hab. Und es sich so nicht einfach im Alltag „wegguckt“.

Ich fühle mich auch ruhig und still heute. Und ich freu mich grad sehr drauf, gleich meine Zimmer „leer“ zu machen – Deko und die Geburtstagsgeschenke von letzter Woche wegzuräumen.

Damit ich anfangen kann, für Weihnachten zu dekorieren!

Mach deine Räume leer:

Gib deiner Weihnachtsdeko Raum zum Glänzen

Eine freie Oberfläche oder ein „leerer“ Raum gibt dir eine wunderbare Leinwand. Viel Freiraum, deine Gestaltung neu zu überdenken.

Ich war schon länger mit diesem Regal unzufrieden.

Ich hab’s jetzt leer gemacht, abgestaubt und lass es auch erstmal leer stehen, bis mir beim Wohnen so nach und nach Ideen kommen, wie ich es – unter Weihnachtsgesichtspunkten – neu gestalten will.

Ich hole nur zurück auf das Regal, was ich grad dort haben will.

(Genau, den Rest verstaue ich im Schrank.)

Sicher wird eine Reihe Bücher drin stehen. Und dazwischen vielleicht die Weihnachtsbildergalerie, die ich letztes Jahr gedruckt und gerahmt und an die Familie und an mich verschenkt hatte.

Erstmal schäle ich alles weg, was nicht Weihnachten ist.

Mich beängstigt dieser Gedanke gar nicht. Im Gegenteil: Er gibt mir Platz für neue Kreativität.

Es ist doch nichts endgültig. Du musst nichts wegwerfen, was du vielleicht doch auch gern hast.

Räum es nur mal in den Schrank. Und spiele mit deiner Deko. Es ist einfacher, eine leere Fläche neu zu gestalten.

Räume einfach erstmal auf. Pack alles weg, was nicht Weihnachten ist. Ein Ding nach dem anderen.

Gib jedem Gegenstand seinen Platz.

Das ist generell eine gute Praxis für ein stressfreies und ordentliches Zuhause.

Schaffe genügend Platz für die Dinge, die du in deinem Leben haben willst. Und schmeiße raus, was du nicht mehr haben willst.

Da ich immer wieder ausmiste und bei mir alles ausreichend Platz hat, sind heute auch die neuen Büroartikel, Geschenkverpackungen vom Geburtstag, leeren Fotorahmen, die ich mit Nikitafotos bestücken will (ein kommendes Projekt) schnell aufgeräumt.

Nebenbei entrümple ich auch immer noch ein Stückchen weiter. Was ich nicht mehr will, kommt in eine Spendenkiste.

Vermutlich brauchst du nicht mehr Stauraum. Sondern kannst Platz schaffen, indem du unbenötigte Dinge aussortierst und nur behältst, was du im Laufe des Jahres benutzt und gern hast.

Ich habe sogar ein „Bilderarchiv“ – ein Fach im Schrank, wo ich all die Bilderrahmen von den Wänden zwischenlagere, ohne dass sie zerbrechen oder zerkratzen, wenn sie grad nicht Saison haben.

Ich nehme also alle Wandbilder ab, die nicht zu Weihnachten passen. Und finde dort auch welche, die jetzt geeignet sind.

Hab keine Angst davor, deine Räume „leer“ zu sehen.

Lass dir ruhig ein bisschen Zeit, dich dran zu gewöhnen.

Wohne mal ein paar Minuten/Stunden/Tage so und schau, welche Ideen dir kommen.

Vielleicht braucht es nicht all deine Dekogegenstände, die du sonst immer aufgestellt hast.

Vielleicht reichen Akzente, und es fühlt sich … freier, entspannter, ruhiger an …


Minimalismus heißt nicht, dass du keine schönen Dinge mehr haben darfst.

Minimalismus ist dazu da, uns den Alltag zu erleichtern.

Es heißt, dass du die Dinge, die du hast, zu schätzen weißt und gern hast. Und dein Besitz dich nicht stresst.


Räume auch die Dekogegenstände weg, die du liebst. Die aber nicht zur Weihnachtsdekoration passen.

Nur so beugst du dem Gerümpel-Gefühl vor, wenn du dann die Weihnachtsdeko rausholst.

Sie kommen ja nach Weihnachten wieder raus. Und bei der Gelegenheit kannst du sie dann mit frischen Augen sehen, vielleicht besser anordnen.

Du wirst sie nur umso mehr wieder zu schätzen wissen, wenn du sie wieder rausholst. Es wird sich wie shoppen bei dir selbst anfühlen.

Vielleicht geht’s dir wie mir: Da stand schon ewig ein Kerzenhalter unbeachtet (und einstaubend) in der Zimmerecke rum.

Nimm ihn heraus. Benutze ihn bewusst als Teil deiner Weihnachtsdeko. Wähle beispielsweise goldene oder rote Kerzen für diesen Monat.

Du wirst ihn neu lieben lernen.

 

Es ist wie shoppen bei dir selbst!

Bei Kindern rotiert man die Kleidung oder die Spielsachen, damit sie sich nicht überwältigt fühlen. Und damit sie selbst Ordnung halten können. Und damit sich die Sachen, wenn sie wieder zum Vorschein kommen, wieder schön und neu anfühlen.

Und du machst das mit deinen „Spielsachen“ genau so. Ich mach das so. Mit meiner Deko.


Weihnachtsdeko ohne Überforderung:

2. Du musst nicht jede Dekoration verwenden, die du besitzt

(Und nein, ich zwinge dich nicht, das nicht verwendete sofort wegzuschenken.) Du kannst nur einen Teil verwenden, und im nächsten Jahr einen anderen.

Ich hab mal Lust auf mehr Dekoration, mal auf weniger. Jetzt z. B. ist erst Mitte November, und es fühlt sich noch zu früh an, um all die kleinen Weihnachtsmänner und Weihnachtsmützen und -socken rauszuholen.

Aber für rote Kuscheldecken, den Kissenbezug aus Kunstfell oder die karierten Decken ist es mir nicht mehr zu früh. Für rote Filzdeckchen oder Kaffeebecher mit Rentieren drauf.

In manchen Jahren hab ich den Baum gar nicht aufgestellt.

Viele Jahre liebte ich roten Baumschmuck. Ich glaube, dieses Jahr hätte ich gern eher Naturtöne …

Akzente oder Gruppen von kleineren Gegenständen wirken häufig stilvoller, als wenn alles vollgestellt ist

Gruppiere kleine Gegenstände auf einem Tablett.

Sofort wird die Deko zusammenhängender, gewollter aussehen.

Meine „goldenen Tabletts“ sind eigentlich Deckel von Keks- oder Teedosen.

Du kannst auch Deckel von Körben verwenden – runde oder eckige.

Ich habe mir jetzt erstmal nur das Wohnzimmer vorgenommen.

Letztes Jahr war das mein Weihnachtszimmer. Es war so vollgestellt.

Letztes Jahr wollte ich das so.

Diesmal denke ich darüber nach, den Baum nicht hier aufzustellen.

Denn ich mag es, dass der Sessel gerade in dieser Ecke steht. Er komplettiert irgendwie die Sitzgruppe. Nikita liegt gern drauf. Und ich kann dort sehr gut meine Fische anschauen.

Sei flexibel. Du musst es nicht jedes Jahr auf die gleiche Art und Weise tun. Du kannst sogar Möbel umstellen.

So eine Dekorations“aktion“ ist auch immer ein sehr guter Zeitpunkt, mal zu durchdenken, wie es vielleicht praktischer oder sinnvoller angeordnet wäre …

Und um ein bisschen durchzuputzen.

Einen Raum nach dem anderen. Nie alles auf einmal!

3. Nimm dir nur eine Ecke/einen Raum auf einmal vor

Ein Grund, warum ich so früh damit anfange:

Damit sich der ganze Umbau auch lohnt. Weil ich was davon haben will.

Aber vor allem, weil ich nicht alles auf einmal mache. Weil ich mich nicht überanstrengen will damit.

Weil es Freude sein soll, nicht Stress.

Das kann eine überwältigende Aufgabe sein.

Aber ich gehe heute ganz nach Laune vor. Ich mach’s mir auch hier leicht.

4. Schau, welche Gebrauchsgegenstände saisonal sind und als Deko dienen können

Ich liebe es, mit Kissen, Decken, Bildern an der Wand, Küchentüchern und Kaffeetassen zu „dekorieren“. Sogar mit meiner Kleidung! Dinge, die ich auch benutze, die aber ein weihnachtliches (oder im Sommer maritimes) Motiv haben – nur die benutze ich in den kommenden Wochen.

Bei mir ist sogar das Hundespielzeug Weihnachtsdeko :) Alles andere ist im Moment im Schrank.

Ja, so spleenig bin ich. Ich hab eben Spaß dran. (Dem Hund ist es egal.)


Mein Wohnzimmer wirkt sogar „leer“ schon recht gemütlich.

Natürlich wegen des Kamins. Wegen des Teppichs. Wegen der Farben und Materialien. (Im Sommer hab ich weiße Baumwolllaken als Sofaüberwurf, jetzt festeres dunkelrotes Leinen für mehr „Wärme“.)

Und wegen der Gitarren an den Wänden. Die ich tatsächlich im Januar extra aufgehängt hatte, nachdem ich den Weihnachtsbaum weggeräumt hatte – damit die Ecke gemütlicher aussieht.

Hier werde ich dieses Jahr wohl gar nicht so viel Weihnachtliches aufstellen. Ein dunkelroter Tischläufer auf den Kamin, die kleinen goldenen Tabletts mit Ziergegenständen auf Kamin und Teetisch …

Diesmal wird mein großes Zimmer das Hüttenflair abbekommen

Dafür ist mein großes Zimmer noch etwas karg … Hier strebe ich für dieses Jahr nach dem ultimativen Hüttenfeeling, ohne dass es überladen wird. Hier hab ich auch etwas mehr Platz.

Auch hier spiele ich vor allem mit den Farben und Mustern. Und Texturen.

  • Dunkelrot.
  • Karomuster.
  • Das Fellkissen.
  • Üppige Decken. Teppich.
  • Rote Deckchen auf allen Oberflächen.

Der Weihnachtsbaum wird diesmal hier stehen.

5. Farben und Materialien sind bei mir genau so Dekoration wie Gegenstände, die einfach nur hingestellt und angeschaut werden.

Im Sommer ist hier alles weiß mit etwas Blau. Im Herbst/Winter benutze ich mehr dunkelrot.

Zusammengefasst: Vorgehen für entspannte und geschmackvolle Weihnachtsdekoration:

  1. Räume alle anderen Dekorationen weg
  2. Du musst nicht jede Dekoration verwenden, die du besitzt
  3. Nimm dir nur eine Ecke/einen Raum auf einmal vor
  4. Schau, welche Gebrauchsgegenstände saisonal sind und als Deko dienen können
  5. Farben und Texturen sind bei mir genau so Dekoration wie Gegenstände, die einfach nur hingestellt und angeschaut werden.

 


Ich werde nicht alles heute fertigstellen, deshalb komm später nochmal zurück für die Fotos! Mach dir ein Lesezeichen zu dem Artikel.

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