Ich habe an einer Workshop-Reihe teilgenommen und mich sehr in der Gruppe beteiligt.

Dazu ist sie ja auch da. Hab ich gedacht. Ich war vielleicht die aktivste Teilnehmerin. Denn ich hab eben viel Muße dazu.

Die Frauen schilderten Probleme, und ich ermutigte sie oder stellte ihnen eine Frage, die sie weiter zur Lösung bringen könnte.

Oder sie zeigten uns ihre Erfolge, und ich feierte mit ihnen. Genau dafür war diese Gruppe – so hieß es – auch gedacht. Sagte diese Coachin immer wieder.

Ich hab natürlich nie Werbung für meine Angebote gemacht. Das gehört sich nicht.

Ich hab selbstverständlich auch nie jemanden abgeworben. Im Gegenteil:

Ich habe in meinem Netzwerk noch von ihren Angeboten geschwärmt.


Leider sah die Workshopleiterin in mir wohl aber eine ernstzunehmende Konkurrenz. Denn sie ließ mich stumm schalten bis weit über die Dauer der Workshopreihe hinaus.

Was sehr schade ist, denn ihre Workshops, gerade ihre sehr direkte Art, den Frauen zu sagen, was sie hören müssen, auch wenn es zuerst nicht immer gut aufgenommen wurde, die hoch schwingende Energie und Motivation in der Gruppe und der rege Austausch hatten auch mich sehr beflügelt.

Wenn jemand ein Problem mit dir hat – dann ist es genau das: Sein/ihr Problem mit dir. Nicht dein Problem.

Wenn sie sich so sehr vor meiner Arbeit fürchtet, dann scheine ich ja ernstzunehmende Arbeit zu machen.

Ironischerweise ging es unter anderem in ihren Workshops genau darum: Um Sichtbarkeit. Und darum, sich nicht länger klein zu machen und zu verstecken.

Ich war sichtbar. Gab mir größte Mühe.

Und dann war ich ihr zuviel.

Liebe Frauen – ihr seid nicht zuviel.

Ihr nehmt nicht zuviel Raum ein.

Ihr sollt euer Wirken, eure Angebote nicht verstecken. Die Welt braucht die Frauen, die weibliche Art und Energie und was wir zu dieser Gesellschaft beitragen können!

Schau hinter die Kritik

Die Kritik sagt dir häufig sehr viel über deine Art oder deine Arbeit.

Und das ist nicht immer so negativ, wie es sich zuerst anhört.

Wenn dich jemand kritisiert, dann zeigt das vor allem die Ängste oder Einstellungen desjenigen, der die Kritik äußert. Er/sie kann ja nur von sich sprechen, aus dem eigenen Blickwinkel.

Das hat erstmal noch gar nichts mit dir zu tun. Du bist nur … der Spiegel.

Zuerst wollte ich diesen Artikel nennen: „Woran ich erkannt habe, dass ich als Mentorin ernstzunehmende Arbeit mache“.

Ich sehe diesen Vorfall als Auszeichnung. Als Ritterschlag.

 

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