Wie deine Regel ein Segen für dich wird, statt ein Fluch zu sein

Diese besonderen Tage … Du krümmst dich vor Schmerzen. Jeden Monat wieder. Du kannst an alles andere denken, aber nicht ans Arbeiten. Wie gern würdest du einfach nur im Bett bleiben?

Warum machst du’s nicht?!

Du kannst die Regel vom Fluch zum Segen machen.

Den ganzen Tag im Schlafanzug bleiben. Serien gucken. Ein Bad in Rosenschaum. Süßen Gewürztee mit Mandelmilch trinken. Höchstens ganz leichte Yogaübungen speziell für den Unterleib machen?

Es kommt auf dich allein an. Ich bitte dich, höre auf deine Bedürfnisse! Du bist doch keine Maschine! Wenn es dir nicht gut geht, geht es dir nicht gut!

Als Frauen sind wir so erzogen, dass wir uns zuerst um alle anderen kümmern. Wir selbst brennen dabei leider zu häufig aus und gehen kaputt. Wir leiden, weil es eben nun mal so ist.

Aber tatsächlich kann nur jede von uns selbst sich dafür entscheiden, dass jetzt mal sie selbst am wichtigsten ist.

Welchen besseren Grund gäbe es als die Tage, an denen du Schmerzen leidest?

rose-petals-1180514_1920Schmerzen haben wir, weil wir nicht auf unsere Körper hören und uns mal eine Pause gönnen

Wenn ich an meinem ersten Regeltag einen Termin hab oder auch nur mit meinem Schatz spazieren gehen will, geht’s mir schlecht. Ich krümme mich, Schmerzmittel helfen mir nicht, ich schwitze zuviel und fühle mich elend.

Wenn ich mir stattdessen jeden Termin vom Hals geschafft habe, einfach nur im Bett oder in der Wanne sein kann – jedenfalls keinerlei Haltung bewahren muss, sondern mich ablenken kann (warmer Laptop auf dem Bauch, Film an, schönes warmes Getränk dazu – oder in Tumblr-Blogs stöbern …) – dann geht es mir richtig gut, und ich merke nicht viel von meinen Tagen.

Es ist tatsächlich allein deine Entscheidung, wie du dich zu Beginn deiner Regel fühlst.

Jedenfalls kannst du eine Menge dafür tun, dass es dir besser geht.

Nimm einen Tag frei. Arbeite eben Stunden vor, damit du den einen Tag abbummeln kannst. Oder nimm den Tag im Homeoffice.

Viele Firmen erlauben auch einen oder mehrere Tage, an denen du ohne Krankenschein fehlen darfst. Oder lass dich notfalls wirklich krank schreiben. Es ist zwar keine Krankheit, aber gut geht es dir nicht.

Krank kannst du dagegen werden, wenn all die Schmerztabletten deine Magenschleimhaut mürbe machen. Das wird dann richtig unangenehm. Aber dann hast du ja endlich einen anerkannten Grund, mal Zuhause zu bleiben und dich endlich um dich selbst zu kümmern.

Am besten deine Zeit einteilen kannst du natürlich, wenn du dich selbständig machst. Ich hab es mir so eingerichtet, dass ich dann bequem im Bettbüro an meinen Projekten arbeite. Oder auch mal gar nicht.

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Du musst deine Quellen auffüllen, um wieder geben zu können

„Die weise Frau wässert ihren eigenen Garten zuerst. “ (aus „The Tao of Women“)

Im Juli habe ich zum ersten Mal an einem dreitägigen Roten Zelt – einem Frauen-Retreat – teilgenommen, und diese Erfahrung war so tiefgreifend, heilend, wunderschön, dass ich sie hier mit dir teilen möchte. Um dich zu ermutigen, dir das auch unbedingt einmal selbst zu schenken.

Es ist mit nichts zu vergleichen, was ich vorher erlebt habe. In diesem Retreat war einfach eine so andere Stimmung als in der äußeren Welt. Es war ein wirklicher Rückzug, ein Ankommen bei mir selbst und im Kreis der Frauen.

rotezelte3dRote Zelte gibt es nicht nur über das ganze Wochenende. Du kannst auch eine Abendveranstaltung besuchen (oder veranstalten). Oder musst gar nicht aus dem Haus gehen, sondern kannst es ganz für dich allein bei dir im Bett oder deinem Zimmer zelebrieren.

Meine Schwester hat ein wunderbares Buch als Anleitung verfasst.

Ich habe dort tatsächlich meine Quellen mit Frauenenergie wieder aufgefüllt, um dann auch wieder geben zu können. Dieses Jahr hatte mich bis dahin ziemlich ausgelaugt. Da war das der perfekte Start in die zweite Jahreshälfte.

Ein ganzes Wochenende lang waren wir nur unter Frauen. Und das ist tatsächlich eine völlig andere Energie, als wenn auch Männer um uns sind! Wir haben uns anleiten lassen von einer Frau, die die Selbstliebe und Selbstfürsorge seit 20 Jahren praktiziert und lehrt. Die in Amerika die Roten Zelte für Frauen mit aufgebaut hat.

Wir waren unter Schwestern. Sobald Frauen unter sich sind, bekommt man dieses besondere Zusammengehörigkeitsgefühl. Unter Frauen, die uns intuitiv verstehen, eben weil sie auch Frauen sind.

Wir sind erfüllt und gestärkt daraus hervorgegangen. Das schenkten die Frauen, die an dem Workshop teilnehmen, sich selbst.

13582363_702656603206216_2029857106_oIm Fluss

Guten Morgen, du Hübsche. So hat mich eine fremde Frau auf der Straße gegrüßt. Ich war auf dem Weg zum dritten Tag unseres Red Tent-Frauen-Workshop-Retreats.

Ich fühle mich innen so weich und fließend. So entspannt. Gelassen.

Ich fühle, wie sich wieder vieles in mir aufräumt, an dem Platz rückt.

Ich spüre Wünsche an meine nächsten Monate.

Ich spüre hinein, wie ich sie umsetzen werde.

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Im schützenden Kokon

Ich fühle mich wie in einer Blase. Geschützt. Aber die Hülle ist auch noch leicht zerbrechlich.

Nur zu leicht könnte ich mich vom Alltag wieder einholen lassen. Die Gefahr besteht. Ich weiß, es gibt Dinge, die ich regeln muss. Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Handlungen, die vorgenommen werden müssen. Probleme, die gelöst werden müssen.

Aber ich möchte auch einfach nur nachwirken und einsinken lassen, was ich am Wochenende erfahren habe.

Ich im Roten Zelt

Und diese Zeit schenke ich mir

Ich bin nicht gewillt, mir meine Seifenblase wieder kaputt stechen zu lassen. Oder sie durch zu viel Bewegung selbst von innen zu zerstören.

Ich tue alles dafür, sie bei mir zu behalten. Und sie sogar zu verstärken.

Red Tent Kerze Altar

Wir leben in einem Zyklus

Die Natur ist im ständigen Zyklus, der Mond ist es, und wir sind es auch. Besonders wir Frauen.

Für morgen hab ich schon einen Termin gemacht für einen Misch-Tag aus Auswerten, Nachfühlen und Hindernisse auflösen.

Heute erlaube ich mir, in meiner Blase zu bleiben und die Dinge, Menschen, Gedanken und Gefühle einfach nur kommen und wieder gehen zu lassen.

Alles zu seiner Zeit.

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Körperliche Veränderungen nach meiner Rotes Zelt-Erfahrung

Eine Woche ist es nun her, unser Rotes Zelt-Retreat. Ich spüre gravierende Veränderungen und Nachwirkungen, körperliche und seelische.

Während der drei Tage im Roten Zelt taten mir zum ersten Mal seit Wochen meine Fingergelenke nicht weh.

In den letzten Tagen

  • fühle ich mich wie in einem schützenden Kokon: gesetzt, gelassen, Dinge perlen an mir ab
  • fühlt es sich an, als hätte ich ein neues Download der nächsten Stufe in meinem Leben bekommen, als rückten die Dinge an ihren Platz
  • träume ich intensiver
  • wache ich früher auf und fühle mich wach
  • esse ich kleinere Portionen
  • trinke ich weniger Kaffee
  • kleide ich mich in lange, weich fallende Stoffe und trage meine Haare (die mich vorher immer gestört und genervt haben) offen
  • fühlt sich mein Kopf voll an; ich spüre Druck auf den Schultern und im Kopf
  • interessiere ich mich nicht für mehr Businesstipps, sondern gebe meinen Aktionen einfach die Liebe und Impulse, die ich gerade in diesem Moment verspüre

Nächtliche Gelüste

So nehme ich die Energie aus dem Red Tent-Workshop auch noch mit in meinen Alltag:

Ich kann’s nicht erwarten, dass Tag wird* und ich rote Textilfarbe kaufen und meine nicht ganz so schön roten Kleidungsstücke batikmäßig einfärben kann *hibbel* …

Ich fühle mich einfach stark mit dieser Farbe. Sinnlich. Weiblich.

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Finde das nächste Rote Zelt in deiner Nähe mit Stefs Rotes Zelt-Finder.

Mache dein eigenes, ganz privates Rotes Zelt in deinem Zuhause mit Stefs kleinem Buch.

Und vor allem:

Nimm dir deine nächste Regel frei!

Bevor ich 2008 tatsächlich meine Stelle aufgab, habe ich sehr gründliche Inventur zu meinen eigentlichen Lebensvorstellungen gemacht. Hier sind die 3 Dinge, die ich damals verändert habe, um aus meiner krank machenden Arbeit und Lebensweise heraus zu kommen:

Deine Adresse ist bei mir sicher. Kein Spam.

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ganzichselbst. einfach leben.

 

Ich hab dich lieb.

Deine Sandra


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About The Author

Sandra

Sandra, *1976, schreibt auf ihrem Blog über das einfache, selbstbestimmte Leben und Arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass auch du dir das Leben aufbauen kannst, das du dir erträumst. Und zwar, ohne dich dafür tot zu schuften.

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