Zero Waste heißt „Kein Abfall“.

Und Shelftember ist der Monat, in dem wir alles aufbrauchen, was in unseren „Shelves“ (Regalen) noch vorhanden ist: In Küche, Vorratskammer, Kühlschrank, auch im Tiefkühlschrank! Ausgerufen wurde der Shelftember von Jordan Page auf funcheaporfree.com.

Beides für mich sehr verlockende Umwelt-Challenges. Die auch sehr gut zusammen passen, denn mit der ersteren bekommst du gleich den Überblick, den du für die zweitere brauchst.

Hier ist also mein ganz und gar nicht perfekter Versuch. Sieh diesen Artikel als Experiment von mir, als Selbst-Überprüfung, als Ausgangspunkt für einen Schritt in die richtige Richtung.

Eine Bestandsaufnahme.

Oh, bin ich faul geworden.

Und hab in diesem Jahr ganz schön viel konsumiert.

Jetzt schaue ich Plastikfrei-/Zero Waste-Dokus und bekomme wieder Motivation. (Ich kann die Puls-Reportagen dazu auf youtube sehr empfehlen.)

Gestern Nacht hab ich angefangen, mir Gedanken zu machen, konnte aber natürlich noch nicht los räumen, weil die Mitbewohnerin schon schlief.

Aber heute, heute! Ich hab den ganzen Vormittag mit meinen Vorräten gespielt.

Meine Frühstücksabteilung *neu*:

Ich hab an Gläsern und Behältnissen einfach genommen, was ich noch da hatte.

Eine Menge mache ich schon richtig.

Aber auch vieles noch nicht.

Ich kaufe zwar inzwischen fast ausschließlich vegane tierversuchsfreie Badartikel.

Aber ich habe da wieder aufgestockt. Auch Waschmittel und sogar wieder Weichspüler.

Unzählige Plastikflaschen! Und bei Onlinebestellung NOCHMAL in Plastiktüten eingepackt!

 

Das ist doch Wahnsinn!!

Auch die Masse! Ja, ich hab’s in den letzten Monaten echt übertrieben mit meinem Sicherheitsbedürfnis.

Natürlich brauche ich die Sachen alle nach und nach auf und werfe nichts weg.

 

Idee für den Übergang

Um es schon mal schöner zu haben, um ein Gefühl für Zero Waste zu bekommen, könnte ich die flüssigen Dinge wie Waschmittel, Weichspüler, Schaumbäder in Glasflaschen umfüllen, die ich schon habe. (Mir fallen da diverse Rosé-Weinflaschen ein, hüstel.) Mal sehen, wie praktisch das ist.

Achtung: Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren, insbesondere, wenn es in Lebensmittelflaschen abgefüllt ist!

Wow, das ist doch wunderschön! Wusstest du, wie zauberhaft Waschmittel aussieht? (Das ist das von Frosch.)

Weichspüler verwende ich wieder, ja (auch von Frosch). Aber immer nur sehr sehr wenig. Für Duft und Weichheit. Es reicht aber wirklich ein winziger Schwapp. Und wenn die aufgebraucht sind, hab ich schon Rezepte für DIY-Versuche.

Ätherische Öle für den Duft hab ich ja auch schon hier.


Tipp: Mit ätherischem Eukalyptusöl bekommst du super die Klebespuren von Etiketten auf Gläsern und Flaschen weg! Etikett soweit es geht trocken abziehen, dann Glas in warmem Wasser einweichen und Etikett so weit wie jetzt möglich abziehen. Dann mit dem Eukalyptusöl die Reste wegrubbeln. (Nur nicht von Plastik, Achtung!)


Schaumbad hab ich doch noch nicht umgefüllt. Auch Shampoo und Spülung nicht. An der Badewanne ist es mir zu gefährlich mit Glas.

Klar ist das noch nicht Zero Waste (das wird es erst, wenn ich selber mache oder im Unverpacktladen kaufe), aber wegwerfen will ich das auch nicht. Wenn sie leer sind, kann ich ja zu festen Seifen und Shampoos übergehen, die es ganz ohne oder in Pappverpackungen gibt.

 

 

Ich hab immer noch die selbstgemachte Zahnpasta da

Mochte die aber nie.

Auch die Naturzahnpasten sind nicht mein Fall. Aber ich sollte ihnen einfach nochmal eine Chance geben.

Nee, heute früh hab ich’s nochmal probiert – und dann habe ich sie entsorgt. Ich suche weiter nach einer Alternative, aber die war es eindeutig nicht.

 

Textilien

Und dann sind immer mehr Textilien nicht plastikfrei!

Elastan, Polyester und Fleece sind Plastik. Und geben bei jeden Tragen und Waschen Mikroplastik ab!

Da denkt kaum einer drüber nach – ich bis vor ein paar Tagen ja auch nicht!

 

Plastikdosen – Gebrauchs-Plastik

Ich hab neulich grad noch mehr gebrauchte „Tupperdosen“ für mein Essen geschenkt bekommen. Auch Kartoffelsalat-Boxen hab ich immer wieder verwendet.

Dabei kann man doch auch in Gläsern gut Essen einfrieren (nicht ganz voll füllen – es dehnt sich noch etwas aus; Essen abkühlen lassen vor dem Einfrieren; Deckel erst zuschrauben, wenn es komplett durchgefroren ist).

Eigentlich mag ich doch Gläser viel mehr. Aber sie sind schwer. Und zerbrechlich. Meine Trinkflasche – ich hatte mir wieder eine aus Plastik gekauft. Ich mag nicht aus Alu oder Stahl trinken. Finde, das schmeckt metallisch.


Nachtrag: Die Plastikflasche hab ich diesen Sommer sehr viel genutzt. Jetzt war sie zerkratzt und abgeschabt und durfte in den Ruhestand (sprich: Plastikmüll) gehen.

Ich hab nicht vor, eine neue zu kaufen. Ich hab noch ein wunderschönes Exemplar aus Glas hier. Eigentlich könnte man sogar o. g. Roséflaschen zur Wasserflasche umwidmen …


In meinem Aquaristik-Hobby hab ich im Laufe des letzten Jahres viel Plastik gekauft: Gießkannen, Eimer und Behälter. Filter. Den Mulmsauger.

Aber auch da hab ich jetzt ausgemistet (der Rest wird in der Verschenkekiste weitergegeben):

 

Plastikverpackungen – Wegwerf-Plastik

Das ist die Plastik, die ich richtig schlimm finde: Einmal benutzen, dann in den Müll.

In Papier sind – soweit es mir grade einfällt – lediglich Salz, Haferflocken, Backkakao und meine Henna-Haarfarbe aus dem Türkischen Geschäft verpackt.

Bei Obst und Gemüse guck ich schon, dass es nicht in Folie eingeschweißt ist, und nehme die Teile einzeln, ohne Tüte.

Ich esse sehr viel Gemüse. Allerdings kommt mein Lieblingsgemüse – nämlich das tiefgefrorene – in Plastiktüten. Und ich will nicht auf frisches umsteigen, weil mich das stresst (das wird schnell schlecht, es drängelt immer, dass ich es verbrauche …)

To go-Kaffee kaufe ich nie, manchmal nehme ich den Thermobecher oder meine Thermosflasche (Metall) mit Kaffee mit. Ich freu mich aber sehr, dass immer mehr Bäckereien etc. die Mitbringflaschen/-becher der Kunden akzeptieren und füllen. Das war vor ein paar Jahren noch anders.

Ich hab Plastik-Zahnseidestäbchen. Ist ja schon praktisch, einfacher als vom Abroller. Aber natürlich unnötiges Wegwerf-Plastik. Die bisher einzige Alternative – Zahnseide aus echter Seide – kommt für mich als Tierfreund allerdings absolut nicht in Frage!

Wir haben Müllbeutel aus Plastik. Aber ich hab da eine Idee … (Siehe letzter Abschnitt.)

 

Das eine oder andere hat noch einen Plastikdeckel. Oder ist nicht das hübscheste. Die werden dann nach und nach durch ein geeigneteres, schöneres Glas, das sich ergibt (nicht neu gekauft) ausgetauscht werden.

Ich kann mich tatsächlich immer nur schwer von Glas- oder Metallbehältern trennen und nehme auch schon mal ein Glas mit, das oben auf dem Altglascontainer abgestellt wurde. (Eben weil es wohl auch dem vorherigen Besitzer zu schön zum Zerdeppern erschien.)

 

Und der Hund!

Hundefutter hab ich in Metalldosen. Auch nicht ideal. Was ist die Alternative? Ich hab noch keine (Rohfleisch direkt vom Fleischer??)

Leckerli sind in Plastiktüten. Die in Zooläden lose erhältlichen Leckerli sind leider oft minderwertig in der Zusammensetzung.

Ich hab Hundekotbeutel. Zwar kompostierbar, aber doch Plastik. Welche aus recycletem Plastik sollen besser sein in der Umweltbilanz (Energieverbrauch bei der Herstellung); ich hab aber noch keine gefunden.


Tüten von Toilettenpapier z. B., und auch die Tüten, die du vom Onlinewaschmittelversand im Bild oben siehst, benutzen wir noch als Mülltüten. Das hier ist der Müll von meiner Einglasaktion eben. In einer Papiertüte außer Haus gebracht – die Tüte selbst hab ich sogar wieder mit rein genommen und verwende sie noch einmal:

Was ich als nächstes ändern will – nimm mich beim Wort!

Bei Wegwerfplastik (und -alu) radikal neue Gewohnheiten einführen bzw. wieder auffrischen

  • Bäckerbrötchen wieder wie früher gleich in den Stoffbeutel geben lassen, statt in eine Papiertüte. (Mit Folieneinsatz.)
  • Für Kuchen eine eigene Box mitnehmen, spart Einwickelpapier und -pappe.
  • Die Shampoos, Spülungen, Duschgel in Plastikflaschen aufbrauchen, und dann auf Seifenstücke/Haarseifen in Stückform umsteigen.
  • Mit meiner Schwester endlich mal in den Loseladen gehen, den es hier schon seit Jahren gibt.
  • Geschirrspülmittel für Handwäsche und Spülmaschine mit Natron selbst machen.
  • Teelichte wieder ohne Alu kaufen!
  • Ich kann gucken, weniger Tetrapaks zu verwenden – hauptsächlich für meine Pflanzen“milch“. Die könnte ich mal selbst machen. Soll ja ganz leicht sein. (Und Haferflocken dafür gibt’s z. B. in Papiertüten.)

 

Bei Gebrauchsplastik entrümpeln

Es gibt immer wieder Dinge, die ich aus Plastik einfach einfacher finde. Und dann auch viele Jahre lang verwende.

Z. B. sind die Gießkannen zum Befüllen meiner Aquarien mit Wasser an sich schon ganz schön schwer, da will ich nicht auf welche aus Metall umsteigen.

Meine Ohrstecker-Kopfhörer benutze ich jeden Abend.

Meine Elektrozahnbürste möchte ich behalten.

Und ohne meinen Tangle Teazer – eine spezielle, nicht ziepende Haarbürste, aber vollkommen aus Plastik – hätte ich schon lange keine langen Haare mehr. Früher bin ich verzweifelt beim Kämmen!

Aber:

  • Wir könnten unsere vielen Papiereinkaufstüten für den Verpackungsmüll verwenden. Der ist ja nicht feucht oder nass. (Die Tüte selbst kann sogar mehrfach verwendet werden oder kommt ins Altpapier.) So sparen wir die Mülltüten für nasseren Müll auf.
  • Ich tu die meisten meiner Plastikdosen in die Verschenkekiste, die wir demnächst vor die Haustür stellen werden. Hier kommen viele Gymnasiasten vorbei, da braucht sicher der eine oder andere mal ’ne neue Brotdose. So wird das Plastik nicht eingestampft, sondern weiter verwendet.
  • Ich ess grad in diesem Moment den Bulgur auf, der nicht mehr in das neue Glas gepasst hat. Gekocht in meinem von meiner Mutter übernommenen, uralten Mikrowellengeschirr – aus Glas.

Und PS: Ja, auch die vielen Gummientchen habe ich in die Verschenkekiste gesetzt. Jetzt bringen sie jemand anderem wieder Freude. Sind ja ein süßer Gag.

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