Wow, das ist krass! Ich schau mir ja zur Motivation immer mal wieder kostenlose Videos von anderen Onlineunternehmern an.

Der heutige Typ sagte doch tatsächlich sowas wie: „Du musst nicht selbst Experte sein, um den Leuten ein paar tausend Euro für Onlineprogramme abzuknöpfen.“

Er betonte das immer wieder! Ich fass es einfach nicht!

Kein Wunder, dass die Online-Coaching-Branche so einen schlechten Ruf hat!!

Das macht mich so ärgerlich!

Das widert mich so an. Das ist so falsch!

Aber ich bin überzeugt davon, dass man das spürt. Wir haben doch ein Gespür für die Wirkung von Menschen. Gerade wir feinfühligen Frauen.

Und gerade in den letzten Jahren mussten wir lernen, mit Haustürschwindlern und ihren Entsprechungen in der Internetwelt (arabische Prinzen, Gewinnspiele usw.) zu leben und sie von echten Menschen zu unterscheiden.

Mir wurde als Kind schon immer gesagt, „Du bist eben zu sensibel.“

Oder meine Magenschmerzen würde ich mir nur einbilden. Aber ich hatte diese Magenschmerzen. In den ersten Schuljahren schon. Heute weiß ich, dass die immer wiederkommen, wenn ich Angst oder Stress oder eine vermeintlich bedrohliche Situation vor mir habe.

Ich war so feinfühlig, dass ich es nicht ertragen konnte, als ich erfuhr, dass für Fleisch Tiere getötet werden. So beschloss ich schon als kleines Kind von vielleicht 6 Jahren, dass ich kein Fleisch mehr essen werde.

Ich leide darunter, wenn ich mitbekomme, dass in der Welt viel Grausames und Falsches geschieht. Ich hab schon früh gelernt, vieles davon von mir fern zu halten.

Ich schaue seit 2008 kein normales Fernsehen mehr, schalte Nachrichten im Autoradio weg. Lese keine Thriller oder Krimis. Das schmerzt mich.

Ich war auch nie begeistert, wenn ich auf eine größere Geburtstagsparty eingeladen wurde. Ich kann mich immer nur auf einen oder wenige Menschen konzentrieren. Eine größere Gruppe überfordert mich.

Ich hab immer lieber Bücher gelesen, als zur Disco zu gehen. Dort wurde geraucht. Es war laut. Man musste sich anschreien …

Social Media ist die Geburtstagsparty der Internetwelt

Ich hatte lieber Brieffreundschaften. Tiefer Austausch in langen, tagebuchartigen Briefen. Ich hatte in meinen Jahren am Gymnasium wohl an die 40 Brieffreunde auf einmal.

Ich schreibe lieber „Briefe“

Im Prinzip mache ich das auch heute noch in meiner Arbeit. Ich schreibe „Briefe“. Social Media – die „Geburtstagsparties“ der Internetwelt – habe ich im September 2021 den Rücken gekehrt. Und schreibe seitdem meine „Briefe“ wieder im Blog – wie diesen Artikel hier. Und an meine Emailliste.

Ich genieße es total, dass ich in meinem Blog seitdem nicht nur fachliche Sachtexte schreibe, sondern vor allem meine Tagebuch-Rubrik, die Morgenimpulse, die Wochentags-Thementage in der Community-Kategorie … Und solche Texte wie diesen hier, die mir ganz spontan kommen, weil sie mich einfach bewegen …

Mir ist die Welt auch oft zu laut, zu schnell und zu beängstigend

Und das Werbegeschrei und die falschen Selbstdarsteller nerven und beunruhigen mich.

Deshalb sind meine Onlineprogramme auch so gestaltet, dass es stille Programme sind. Die Texte halte ich kurz, es sind aber Impulse, die in dir nachwirken. So wie eine kleine entspannende Morgenroutine: Du liest den heutigen Impuls, gehst damit in deinen Tag, lässt den in dir wirken – und daraus wird sich intuitiv was ergeben.

So lebe ich, seit ich 2008 selbst meinen Zusammenbruch erlebte und danach mein Leben noch einmal in allen Bereichen neu startete.

Coachpraktiken kannst du lernen. Und du wirst lernen, wie du damit – ohne Experte zu sein, ohne Erfahrungen wie deine Kunden gemacht zu haben – eine Menge Geld verdienen kannst.

Die Coachingausbildung ist allerdings auch kein reguliertes System wie bei anderen sozialen Berufen, sondern im Prinzip können sich findige Unternehmer einfach dazu ernennen, andere Coaches gegen Gebühr auszubilden.

Deshalb will ich kein Coach sein. Ich bin eine Mentorin.

Mentoren begleiten. Einfühlsam.

Ich bin selbst wie die Frauen, die ich in meiner Arbeit begleite, feinfühlig, empfindsam.

Meine Programme sind für introvertierte, hochsensible, gestresste Frauen, die sich in der heutigen schnellen, lauten Welt nicht mehr zurecht finden. Denen das alles nur Energie raubt. Die sich nicht gehört fühlt.

Mich ängstigen ähnliche Dinge, die meine Klientinnen ängstigen.

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie die Frauen, denen ich helfe. Schon in der Kindheit, dann im Berufsleben, auch gesundheitlich …

Natürlich ist Mentorin jetzt mein Beruf. Mir geht es aber nicht darum, bald eine Million zu haben. Ich habe eine lebenslange Erfahrung als sensibler Mensch in dieser Gesellschaft, und Erfahrung damit, mein eigenes Leben mit chronischer Erkrankung, Erschöpfung und Burnout-Folgen leichter zu machen und nach meinen eigenen Bedürfnissen einzurichten.

Und seit meinem eigenen Neuanfang 2008 helfe ich mit meinen Angeboten und meiner Begleitung auch anderen erschöpften Frauen dabei, ihren Alltag von allem zu befreien, was nicht mehr passt.

So, ich weiß auch nicht wieso ich heute so früh wach bin, aber es sollte wohl so sein

Dass ich um 7 Uhr dieses Video sehe, das mich zu diesem Artikel inspiriert hat.

Normalerweise stehen mein Hund und ich nicht vor 9 oder 10 auf. Jetzt ist es 8:13 Uhr, und Nikita hat sich an mein Bein geschmiegt und schläft noch, während ich diesen Artikel jetzt beende und mich nochmal hinlege.

Und dann starten wir in einen entspannten langsamen Morgen, machen unsere stille Schnüffelrunde durch’s Wohngebiet, kochen dann Kaffee und setzen uns ins Homeoffice. So wie wir es lieben.

Ich wünsche dir ebenfalls einen wunderschönen und vor allem entspannten Morgen, so wie du ihn dir wünschst.

Alles Liebe,

deine „Brieffreundin“

 

 

 

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