3 Schritte, um herauszufinden, was du wirklich willst

Bist du grad sehr unzufrieden in deinem Job? Würdest deine Tage so gern anders verbringen, weißt aber nicht, wie? Vor allem weißt du nicht, wie du dann dein Geld verdienen würdest?

Ich weiß, so geht das vielen. Vor allem, da wir hier in Deutschland so aufgewachsen sind, dass Anstellung alles ist. In den meisten Familien haben die Eltern, Großeltern von der Lehre bis zur Rente im selben Beruf gearbeitet.

Aber so ist das Leben heute nicht mehr! Heute verlieren wir Jobs.

Und das ist auch gut so. Es ist eine Chance. Auf mehr Selbst-Bestimmung. Und mehr Selbst-Verwirklichung.

So wie viele Frauen vor Jahrzehnten noch mit dem Mann zusammen bleiben, ihn heiraten mussten, der sie vor der Ehe ungewollt geschwängert hat. Vielleicht in einer Ehe bleiben mussten, die für beide Seiten nicht glücklich und erfüllend war. Weil die Leute redeten. Weil sie sonst nicht versorgt wäre.

Heute gibt es glücklicherweise viel freiere Möglichkeiten für Paare, Beziehungen, Familienkonstellationen.

Und genau so ist das inzwischen im Arbeitsleben.

Wir können Jobs wechseln. Sabbaticals einlegen. Uns neben dem Job selbständig machen. Ob mit Ölen, Kerzen, Plastikdosen, erotischer Wäsche. Oder einem eigenen Onlinekurs oder E-Buch – ganz einfach im Internet!

Wir brauchen heute weder Verlage, die unsere Bücher produzieren. Noch Lager, in denen wir Waren vorrätig halten, die wir verkaufen wollen.

Für viele (Online-) Unternehmen kein großes Startkapital. Nur unseren Laptop, das Internet und Begeisterung.

Die notwendigen Kenntnisse erlernen wir beim Tun.

3 Schritte, um herauszufinden, was du wirklich willst

Du brauchst mal Abstand

So lange du in dem Hamsterrad steckst, spürst du vielleicht viel Unbehagen, dass etwas nicht stimmt.

Aber erst, wenn du mal Abstand gewinnst, etwas weiter zurück trittst, kannst du erkennen, wie du es auch ändern kannst, so dass es für dich und für alle anderen wieder besser funktioniert.

Beobachte dich selbst, deine Empfindungen und Wünsche, an den Tagen, an denen du nicht arbeitest.

  • Was macht dir Spaß?
  • Wie gestaltest du den Tag, an dem du nicht arbeitest, am liebsten?
  • Mit wem bist du zusammen?
  • Womit beschäftigst du dich?

1. Wenn du im Urlaub bist.

Ich habe auf meiner USA-Reise 2007 gefühlt, dass ich nicht wieder in meinen alten Job zurückkehren kann. Ich spürte echten Widerwillen dagegen. So gab ich mir dort das Versprechen, innerhalb des nächsten halben Jahres eine Alternative zu finden und zu kündigen.

Aber letztendlich war es dann doch erst der Zusammenbruch Anfang 2008, der mich wirklich dazu zwang, mal in mich zu gehen und zu erforschen, was ich wirklich will.

2. Krankschreibung.

Wenn du fühlst, dass du bald nicht mehr kannst, lass dich krank schreiben. Bitte!

Wenn du erstmal den Burnout hattest, kommst du nie wieder so richtig auf die Beine. Du wirst immer weniger belastbar bleiben. Vielleicht bleiben dir Symptome wie ein Tinnitus für immer.

Lass es nicht erst soweit kommen. Zieh die Notbremse. Lass dich 2 Wochen krank schreiben!

Kein Job ist so wichtig, dass du dafür erst zusammen brichst! Nicht du bist zu schwach – die Arbeitsbedingungen stimmen nicht! Das Unternehmen plant falsch, wenn es seine Mitarbeiter dermaßen verschleißt!

3. Wochenende.

Womit verbringst du am liebsten deine Wochenenden?

Macht doch mal ein Familienwochenende ganz ohne Planung und Verpflichtung. Jeder isst, worauf er/sie Lust hat. Keiner muss kochen, außer er/sie möchte gern. Jeder tut das, was sie grad gern tun wollen, und wenn es ein ganzes Wochenende im Pyjama ist.

Früher war unsere Spielzeit doch auch nie durchgeplant. Wir waren einfach draußen, machten, was uns grad in den Sinn kam. Mussten abends nur zu einer bestimmten Zeit mal wieder Zuhause sein.


Ich weiß, dann kommt immer der Einwand:

Aber ich weiß doch gar nicht, wie das geht. Ich habe doch gar nichts zu bieten. Wie soll ich helfen können?!

Welche Erfahrungen kannst du weitergeben?

Ganz sicher hast du Spezialwissen. Ein besonderes Hobby. (Oder du hattest es früher mal.) Ich kenne Frauen, die mit kleinen Nischen sehr erfolgreiche Unternehmen aufgebaut haben. Die Frau, die regenbogenbunte Mäntel aus recycleten Sweatern näht (Katwise). Die Frau, die andere anleitet, originalgetreue viktorianische Korsetts herzustellen.

Andere haben Erfahrungen überlebt und können damit nun Frauen helfen, die ähnliches durchmachen müssen. Sehr viele Finanzcoaches waren zuerst mal selbst tief verschuldet und haben sich da raus gearbeitet. Nun erklären sie anderen, wie sie es geschafft haben.

Welche Erfahrungen kannst du weitergeben?

Wie ich herausfand, was ich wirklich arbeiten möchte

Ich hatte die Ausbildung begonnen, die für meine Eltern und damit auch für mich klug erschien: Ich konnte in Berlin leben. Ich verdiente im Studium schon Geld. (Es war eine Beamtenstelle.)

Aber schon in den ersten 1, 2 Jahren erfuhr ich, was ich eigentlich noch viel lieber gemacht hätte: Als ich immer häufiger ins Theater ging und dort auch hinter die Kulissen schauen und Mitarbeiter kennenlernen konnte, fühlte ich, ich würde viel lieber mit Künstlern arbeiten. Weil die einen so freien, kreativen Blick auf’s Leben versprühen. Sie leben ihre Leidenschaft!

Als ich dann 10 Jahre später mit meinem Zusammenbruch die Gelegenheit bekam, ergriff ich sie: Ich suchte mir eine Stelle, in der ich Künstler treffen kann, ohne selbst auf der Bühne zustehen. Ich arbeitete in einer Künstleragentur mit Spielort mit. Gründete bald darauf meine eigene Musikagentur.

Aus meinen Erfahrungen mit meinem eigenen Neuanfang merkte ich schließlich, dass es mir noch viel mehr am Herzen liegt, andere Frauen dazu zu ermutigen, ebenfalls ihren wahren Wünschen zu folgen und – wenn nötig – ihr Leben noch einmal neu einzurichten. Und hier bin ich: Mit meinem Online-Mentoring-Angebot „ganzichselbst“.

Also, du Liebe, was meldet dir dein Herz? Was würdest du eigentlich viel lieber tun? Mit welchem deiner Talente, deiner Erfahrungen würdest du viel lieber anderen Menschen helfen?

Weiter dran arbeiten im ganzichselbst Café: Kostenloser Kurs

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