Und wie du deinen persönlichen Stil findest. Auf diese Weise arbeitet er sich ganz von selbst heraus. Ohne, dass du Geld ausgeben musst.


Ich fühle mich grad überfordert mit all den Kleidungsstücken, die ich in meinen Schränken und Kisten habe.

Und deshalb starte ich ein Experiment:

Ich will mal sehen, welche Teile ich WIRKLICH gerne anziehe.

6. Juni: Ich habe ALLE Teile aus meinem Kleiderschrank entnommen.

(Ich bin übrigens grad im hormonellen „Herbst“, da sind solche radikalen Ausmistewünsche ganz normal. Mehr darüber hier.)

Aber ich gebe (noch) nichts davon weg …

Ich hab sie ALLE weggepackt. In 4 (mehr) große Kisten.


Schön nach Marie Kondo im „Filing System“, statt als Stapel, damit ich leicht sehen kann, was sich wo befindet.

So soll sie ganz von selbst entstehen:

Meine organisch wachsende saisonale Capsule Wardrobe.

  1. Ich kenne meine Kleidungsstücke gut.
  2. Und ich habe jeden Morgen genug Muße, um mir zu überlegen, wie ich mich heute fühlen und daher, wie ich mich dazu kleiden will. Nach dem Gedächtnis.
  3. Ich werde dann die gewünschten Stücke rauskramen – shoppen bei mir selbst <3 -, kombinieren, tragen.
  4. Was sich beim Tragen immer noch toll anfühlt, werde ich dann nach dem Waschen in den Kleiderschrank hängen.
  5. Was sich nicht gut anfühlte, wird gewaschen und weitergegeben. (In einer Kiste vor dem Haus ausgesetzt, vermutlich.)

Was in ein paar Wochen im Schrank hängt, das sind dann also (für diese Jahreszeit) meine Essentials.

Und zwar gleich mit den Kombistücken, die dazu passen.

Ich mag die meisten Teile. Manche (viele) erfüllen eher mein Fantasy Self, fürchte ich.

Auf diese Weise ergibt sich eine organisch gewachsene Capsule Wardrobe für die aktuelle Jahreszeit.

Mit den Teilen, die ich tatsächlich gern und häufig trage.

Und die Sachen, die länger in den Kisten bleiben, die kann ich ja dann irgendwann vielleicht auch weiterziehen lassen …

Nur die Lieblingsteile vor Augen zu haben – das stoppt die Überforderung

Ich fühle mich damit reicher, nicht ärmer, wenn ich weniger Auswahl habe. Dafür aber meine Lieblingsdinge vor Augen.

Die großartige Cas vom youtube-Kanal „ClutterBug“ hat 4 Ordnungs-Typen herausgearbeitet. Sie nennt sie Schmetterlinge, Grashüpfer, Marienkäfer und … grad vergessen …

Die 4 Ordnungstypen

A. Manche Menschen organisieren alles haarklein in Kategorien.

1. Manche davon wollen alle diese Kategorien sichtbar haben. Füllen jede Sorte Nudeln, Müsli und Cracker in schöne Glasbehälter, kleben Etiketten drauf, laminieren und sortieren.

2. Andere haben diese klein-klein Kategorien, aber hinter Schranktüren versteckt. Draußen ist die Küche blitzeblank und leer.

B. Wieder andere haben lieber ein minimalistisch/asketisch aussehendes Zuhause.

3. Aber hinter ihren Türen sieht’s chaotisch aus. Sie brauchen große Kategorien, große Körbe und Kisten, in denen alles nur grob sortiert ist. Das bin dann wohl ich, ein Ladybug.

4. Und die letzte Kategorie hat ihre Besitztümer am liebsten immer offen um sich rum. Stapel und Haufen überall im Haus.

Ich bin als Ordnungs-Typ also ein „Ladybug“ – ein Marienkäfer. Ich mag leere, übersichtliche Bereiche. Das beruhigt mich. Deshalb arbeite ich seit langem damit, viel auszumisten, und die verbliebenen Dinge in Kisten und Körben halbwegs zu kategorisieren.

Mich befriedigt der leere Kleiderschrank da oben. Ich hab meine Schätze alle versteckt in den Kisten :) Aber die geh ich ja durch – im Alltag, on the go, wie ich immer sage -, und lass dann auch das weitergehen, was ich wirklich nie benutze.

Ich glaube, mein Stil ändert sich gerade

Ich bin jetzt offiziell mittel-alt. 45 Jahre. Ich glaube, so langsam ziehe ich mich tatsächlich erwachsener an.

Ich möchte es lockerer um den Bauch herum … Es darf aber trotzdem gern meine Figur unterstreichen und umhüllen, ohne wie ein Zelt auszusehen.

Meine früher so geliebten, witzig bedruckten T-Shirts – die sind für meine jetzt reifere Figur zum Teil nicht mehr vorteilhaft. Zu kurz. Zu eng am Bauch, Hals, an den Armen. Da werde ich mich vermutlich von einigen trennen …

Auf der anderen Seite habe ich jetzt viele Kleider, Blusen und femininere Shirts (Wickelshirts, größere V-Ausschnitte, Empire-Schnitt …) von einer Bekannten bekommen. Teile, die ich nie selbst von der Stange genommen hätte, aber die mir an mir richtig gut gefallen. Erwachsener.

Diese Teile trage ich einmal im Alltag, spiele mit Kombinationen usw. und werde hinfühlen, wie es mir damit geht.

Outfits – von außen nach innen

Da sich z. Zt. gefühlt jeden Tag das Wetter ändert – wir springen von 29°C-Tagen zu 20°C-und-Niesel-Tagen -, bin ich übrigens dazu übergegangen, meine Outfits ausgehend von Jacke und Schuhen zu planen.

Ich muss ja jeden Tag mindestens 3 x mit dem Hund vor die Tür. Und ich bevorzuge es schon, dass alles zusammen passt. Und zum Wetter.

Für den Sommer hab ich jetzt 4 unterschiedliche Jacken:

  1. eine hellblaue Wind-/Regenjacke für Hundespaziergänge im Regen – die wird kombiniert mit Jeans (blau) und meinen bunt geringelten Gummistiefeln
  2. eine dickere braune Strickjacke für trockene Unter-20°C-Tage – diese schöne weiche Jacke hat meine Oma für meine Mutter gemacht <3
  3. eine dünnere graue Strickjacke (nicht im Foto, weil grad in der Wäsche) – die geht zum langen Kleid und Flipflops oder zu bunt bedruckten Yogapants, Shirt und Turnschuhen (schwarz oder weiß) …
  4. und die helle kurze Jeansjacke, die ich schon mit 16 hatte – jetzt aber nur noch zu Kleidern trage; zu Jeans wäre sie für meine Figur nicht mehr so vorteilhaft

 

Ich geh also

One day at a time

Jeder Tag ist anders.

  • Ich fühle mich ungefähr Woche für Woche anders (das liegt am Hormonzyklus von uns Frauen).
  • Das Wetter ändert sich.
  • Deine/meine Vorhaben für diesen Tag sind unterschiedlich.

Danach richtet sich auch, was wir anziehen (wollen).

Mal fühle ich mich nach einem riesigen Frankie-Kleid (wie die Hippiefrau in „Grace & Frankie“). Mal nach super praktischen Jeans und Turnschuhen, damit ich mich neben den Aktivitäten dieses Tages nicht auch noch darum kümmern muss, wie meine Klamotten sitzen oder ob sie mir in den Weg geraten. Verstehst du?

Wie mit der Deko spiele ich auch mit meinen Klamotten. Hab Spaß, mich zu einer neuen Kombination herauszufordern. Das ist wie einkaufen, aber bei mir selbst.

Ich bin gespannt, wie mein Kleiderschrank in einem Monat – am 6. Juli – aussehen wird.

Erinner mich dran, ein Update zu machen. Schreib mir dann hier in den Kommentaren, wenn’s dich auch interessiert.

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