Praxis

Wie Social Media nicht zu deinem Vollzeitjob wird

Vielleicht hast du auch so eine Hass-Liebe mit Social Media, wie ich? Mein Dilemma ist: Ich will nicht für einen obskuren Algorithmus produzieren. Überhaupt hab ich wichtigere Arbeit zu tun, als Content für Social Media zu kreieren. Und auch meine Interessen liegen woanders: Ich will schreiben und neue Programme und Saisonaktionen kreieren. Nicht „influencen“. Frauenmentorin statt „Content creator“ sein.

Aber Social Media ist vermutlich DER Weg, immer noch, um mit meinem Wirken vor neue Augen zu kommen.

Deshalb hab ich einen Cozy Biz-Kompromissweg entwickelt, damit Social Media bei mir nicht zum Vollzeitjob wird.

Social Media gehört nicht dir.

Es kann jederzeit – ohne Begründung – gesperrt oder abgeschaltet werden. Ich möchte meinen Content auf meinem eigenen Grund und Boden haben. Also im Blog.

Lange, bevor es Social Media gab, haben wir gebloggt. Und die Blogosphäre – die Community der Bloggenden – ist immer noch aktiv und vernetzt. Es gibt Beitragsformate wie Blogparaden, 12 von 12 und andere, die seit über 20 Jahren bestehen. Und fast so lange bin ich auch schon dabei. (Nenn mich Dinosaurier :))

Die Absicherung

Mein Blog ist seit 2008 mein Heimathafen. Ich kann hier meinen Content produzieren und beherbergen. Und die Social Media-Wege sehe ich als Zufahrtsstraßen zum Blog. Mein Ziel ist, dass eine Leserin einen Schnipsel findet und den ganzen Artikel im Blog liest. (Und sich von dort aus in ein Freebie oder Miniangebot, also in meine Mailingliste, einträgt.)

Ich gehe also immer so vor, dass ich meinen Social Media-Content überwiegend aus einem Blogpost heraus kreiere.


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Dein Business fühlt sich chaotisch an, nicht entspannt? Im Liebesbrief schreibe ich jede Woche darüber, wie du entrümpelst, was nicht mehr passt – Angebote, Gewohnheiten, Kopf-Ballast – damit dein Business wieder zu dir passt. Keine künstliche Verknappung, kein Fake, kein Chaos, einfach dein Cozy Biz.

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Was nach dem Veröffentlichen deines Blogposts passiert

Das Optimieren. SEO und GEO.

Und natürlich das Teilen.

Instagram, LinkedIn, Pinterest, Threads, Newsletter, Podcast … Beitrag, Reel, Story, Short, Carousel-Post – es gibt unzählige Möglichkeiten und Formate. Welche davon sollst du nun um Himmels willen bespielen??

Welche Social Media-Kanäle und Contentformate sind überhaupt noch sinnvoll?

Das hängt stark davon ab, was du erreichen willst.

Mache dir zuerst dein Ziel klar.

Willst du z. B. neue Interessentinnen auf dich aufmerksam machen, dann kannst du Instagram Reels machen. Denn die werden Non-Followern angezeigt.

Willst du stattdessen deine bestehende Community näher an dich binden und zum Kauf bewegen, brauchst du kein neues Reel-Format – sondern eher persönliche Stories, eine gute E-Mail-Sequenz oder ein Co-Working, in dem sie dich live erlebt.

Willst du langfristig gefunden werden (auch ohne, dass du ständig postest), ist Pinterest oder ein SEO-optimierter Blogartikel dein Weg – einmal erstellt, arbeitet er monatelang für dich weiter.

Willst du Vertrauen bei Menschen aufbauen, die dich schon kennen, aber noch nicht gekauft haben, ist eine Mailingliste mit regelmäßigem, ehrlichem Newsletter oft wirksamer als jedes neue Reel.

Wenn du das für dich herausfindest, sparst du dir jede Menge Fleißarbeit, nur „weil alle es so machen“, sondern machst die zielführenden Dinge:

Instagram

Von all den Wegen, und ich hab fast alle ausprobiert (ich hab bei Gründung von MySpace, StudiVZ, Facebook und Google+ schon gelebt :)), ist bei mir Instagram übriggeblieben. Aber auch das nutze ich maßgeschneidert nach meinen eigenen Bedürfnissen, damit es mich nicht überfordert, stresst, ablenkt.

Für mein seelisches Wohlbefinden hab ich mir nämlich drei Instagram-Profile angelegt. Das klingt für dich sicher kontraproduktiv, ist es aber gar nicht. Denn: Nur auf einem muss ich posten und interagieren. Die anderen dienen rein meiner Unterhaltung oder Inspiration.

Und auf meinem Hauptprofil poste ich sowohl Reels als auch Carousel-Beiträge als auch Stories.

Pinterest – ist eigentlich kein Social Media

…, sondern eine Suchmaschine, verlangt aber auch immer wieder nach frischem Content. Wegen seiner angeblichen Langzeitwirkung bespiele ich das jetzt auch schon ein paar Monate, aber ich kann dir sagen: Das braucht wirklich langen Atem. (Oder ich hab noch nicht die richtige Form für „virale“ Pins gefunden …)

Wie auch immer. Jedenfalls hab ich eine weitere Energiefalle für mich ausgeschlossen: Das tägliche Entscheidenmüssen. Den Blackout vor dem nächsten Post.

Contentplanung für den ganzen Monat

Jede Entscheidung kostet Energie, lähmt uns, bremst uns. Oder bringt uns dazu, es dann gar nicht zu machen.

Damit ich dann 3 Wochen Ruhe hab, plane ich idealerweise den Content für den ganzen Monat im Voraus. (Ich gebe zu, das klappt auch bei mir nicht immer, aber ich hab immerhin gern wenigstens die nächste Aktion, die nächste Woche abgedeckt.)

Content batchen

Indem ich in einem Rutsch gleichartigen Content vorbereite. Ich arbeite mit Vorlagen, die ich mir einmal erstelle und dann kopiere und anpasse.

Die Vorteile des Contentbatchens

Dein Content ist kohärent, sieht sich immer wieder ähnlich.

Deine Marke ist wiedererkennbar, deine Schriftart, deine Farben, die Gestaltung.

Du führst in logischen Schritten von einem zum nächsten Content piece. Du kannst eine Geschichte weitererzählen. Alles passt inhaltlich zusammen, oder du weist über einen bestimmten Zeitraum auf immer wieder das selbe kommende Angebot hin.

Welcher Call to Action ist jeweils der richtige?


Social Media ist nicht mein Job, es ist mein Werkzeug

Wie gesagt, ich bin nicht Content Creator oder Influencer, ich bin Frauenmentorin.

Deshalb räume ich der Social Media-Werbung so wenig Zeit und Energie ein, wie ich kann.

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