Zyklen im Biz

Wieso ich als zyklische Unternehmerin froh bin, keine Regel mehr zu haben

32 – 60 – 35 – 23 – 21 – 50 – 17 – 23 – 35 – 14

Das sind keine Lottozahlen. Das ist die Länge meines Zyklus‘ in den letzten Monaten. Jetzt, mit 48.
Die Perimenopause ist da.

Nüscht mehr mit schön vorhersehbaren 26 Tagen. Nüscht mehr mit Planbarkeit, Kontrolle. Nüscht mehr mit Führung und Grenzen von Außen.

Jetzt darf ich mich noch mehr auf meine Innere Führung verlassen.


Viele Frauen sehnen sich nach zyklischem Arbeiten, weil es ihnen erlaubt, Business im Einklang mit Energie, Fokus und Regeneration zu führen – auch ohne Menstruation lässt sich dieser Rhythmus auf andere, natürliche Weise leben.

Viele Unternehmerinnen haben vielleicht durch hormonelle Verhütung, Stress, Erschöpfung, Perimenopause keine Menstruation (mehr).

Zyklisch erfolgreich ohne Menstruation: Wie du Energie, Einnahmen & Freiheit im Business hast – dank dieser anderen natürlichen Rhythmen.


Ich hab grad meinen 98-tägigen Streak gebrochen.

Heute ist Zyklustag 1 nach 3 ausgefallenen Runden.

Ich hatte wirklich gehofft, das im alten Jahr hinter mir lassen zu können.

Und das als zyklisch arbeitende Unternehmerin.

Und nein:

Ich schäme mich nicht, öffentlich in meinem Businessblog über meine Regel zu schreiben.

Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung menstruiert. Es ist ein ganz natürlicher und für den Körper und die Fortpflanzung wichtiger Vorgang. Den wir uns nicht ausgesucht haben.

Dafür schämen und es verschweigen müssen wir wirklich nicht.

Und genau das ist ja auch mein Business:

Arbeiten nach den eigenen Zyklen und Rhythmen.

Welche Zyklen da angewandt werden können -> in meinem Artikel „Wieso Business auf die herkömmliche Art so ermüdend ist“

Ich steh immer noch dazu, dass der Menstruationszyklus hilfreich ist

Aber angenehm ist er eben nicht immer.

Meine Regel war immer schmerzhaft. Oft mit noch übleren Begleiterscheinungen als nur Krämpfen.

Ich war in den letzten 3 Monaten wirklich dankbar dafür, nicht mehr ständig Schmerztabletten essen zu müssen. Meinem Körper das nicht mehr antun zu müssen.

Aber:

Zyklustag 1 und 2 haben mir immer die Erlaubnis gegeben, heute mal nichts zu machen.

Ich glaub, am meisten hadere ich immer noch mit Erlaubnis für mich selbst, wer kennt’s? Das war nämlich immer eine schöne – eigentlich die einzige – Erlaubnis, die ich gelten ließ: Ich bin ja in meiner „Winterzeit“, ich darf jetzt mal im Bett bleiben. Und dafür liebte ich sie.

Aber verdammt nochmal: Wenn ich mich müde fühle, fühl ich mich müde. Egal, ob ich das von meinem Zyklus her schon „darf“. Ich darf immer, denn wer ist denn die Autorität in meinem Leben?!

Ich wäre trotzdem froh, wenn ich heute nicht wieder die Schmerzen hätte.

Die anderen Zyklus-„Jahreszeiten“ bringen alle ihre jeweilige Energie mit

Und damit arbeite ich sehr gern. Beziehungsweise hab das bis vor Kurzem gern gemacht.

Nach der Regelblutung kommt der „Frühling“: Die Energie nimmt zu, wie bei der Genesung nach einer Krankheit.

Dann um den Eisprung herum sind wir am lebhaftesten und anziehendsten. Das eignet sich sehr gut für jede Kommunikation und für Meetings und Aktivitäten.

Und dann kommt der „Herbst“ – und wie in der Natur zieht sich die Energie wieder langsam nach innen. Wir räumen auf, schließen ab, beenden, misten aus.

Im „Winter“, wenn wir bluten, können wir wirklich drin bleiben. Uns selbst pflegen und Gutes tun. Zwei Tage nicht funktionieren müssen, denn der Körper arbeitet da schon genug.

Jetzt wird das bei mir allerdings unvorhersehbar, unregelmäßig. (Im November bin ich 49 geworden.)

An Zyklustag 1 bin ich nämlich normalerweise in meinem „Roten Zelt“ und mache nüscht

Perimenopause ist schon ganz witzig

Finde ich. Na ja.

Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause bezeichnet die Jahre vor der eigentlichen Menopause. Menopause ist es erst, wenn die Blutung ein volles Jahr weggeblieben ist. (Und auch dann kann es immer doch nochmal zu Blutung kommen.)

Davor haben wir schon lange Spaß mit der Perimenopause. In dieser Zeit beginnen die Hormonspiegel zu schwanken, und dein Körper signalisiert, dass er sich auf die Beendigung der fruchtbaren Phase vorbereitet. Es können Veränderungen auftreten wie:

  • Unregelmäßige Menstruation
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafprobleme
  • Hitzewallungen
  • Veränderung des Energielevels

Diese Symptome sind nicht „dein Feind“, sondern Botschaften deines Körpers, der dich um Aufmerksamkeit bittet.

So gut, dass wir heute darüber sprechen! Die Frauen vor uns (und wir selbst ja auch noch) wussten zum großen Teil überhaupt nichts darüber, dass das schon mit 30, Mitte 30 beginnt. Lange, bevor die Blutung ausbleibt.

All die lustigen neuen Befindlichkeiten: Ohrenjucken? Fußsohlenschmerzen? Gelenkschmerzen und Ameisenlaufen in den Gliedern? Alles Zeichen des sich umstellenden Hormonhaushaltes.

Aber das Gefühl, jetzt eine reife Frau zu sein, gefällt mir. In meinen besten Jahren, sozusagen. Ein Queenager.

Selbst die Hitzewallungen empfinde ich bisher nicht als schlimm, sondern sehe sie als mein inneres alchemistisches Feuer.

Das Geschenk der Perimenopause

In vielen Kulturen wird diese Phase nicht nur als körperlicher Wandel, sondern auch als spirituelle Transformation betrachtet. Es ist eine Zeit des Loslassens, des Innehaltens und der Neuorientierung.

Ein Perspektivwechsel, den ich auch sehr mag:

Statt die Perimenopause als „Verlust“ zu sehen, kannst du sie als eine Rückkehr zu dir selbst betrachten.

Der Fokus, der vielleicht jahrelang auf Familie, Karriere oder äußeren Erwartungen lag, darf sich nun mehr auf dein Inneres richten.

Wie du die Zeit der Perimenopause bewusst gestalten kannst

1. Ehre deine körperlichen Bedürfnisse

Höre auf deinen Körper und schenke ihm das, was er jetzt braucht. Das kann bedeuten:

  • Mehr Ruhe und Schlaf
  • Eine Ernährung, die hormonelle Schwankungen ausgleicht (z. B. Lebensmittel mit Phytoöstrogenen wie Leinsamen oder Soja)
  • Regelmäßige, sanfte Bewegung wie Yoga oder Spaziergänge in der Natur

2. Nimm deine Gefühle an und transformiere sie

Die Perimenopause kann emotionale Wellen mit sich bringen. Traurigkeit, Ärger oder Unsicherheit. Erlaube dir, diese Gefühle wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten. Journaling, Meditation oder Gespräche mit anderen Frauen, die diese Phase durchlaufen, können dir helfen, sie zu verarbeiten.

3. So vertiefst du deine spirituelle Praxis

Nutze diese Phase, um dich tiefer mit deinem Inneren zu verbinden:

  • Meditiere mit der Intention, loszulassen, was dir nicht mehr dient.
  • Arbeite mit Symbolen des Wandels, wie dem Mond, der ebenfalls Zyklen durchläuft.
  • Stelle dir Fragen wie: Wer möchte ich in der nächsten Lebensphase sein? Welche Aspekte meines Lebens darf ich erneuern?

Die Perimenopause ist kein Ende, sondern ein Übergang – eine Schwelle, die du mit Weisheit und Mut überschreiten kannst. Sie lädt dich ein, alte Rollen, Erwartungen und Glaubenssätze loszulassen, die nicht mehr zu deinem wahren Selbst passen.

Affirmation für diese Phase:

„Ich nehme die Veränderungen in meinem Körper und meinem Leben mit Liebe und Dankbarkeit an. Jede Phase meines Lebens bringt mir neue Weisheit und Kraft.“

Die Perimenopause ist ein Geschenk, das uns lehrt, achtsamer, bewusster und liebevoller mit uns selbst zu sein. Es ist eine Zeit der Transformation, die uns erlaubt, tiefer zu gehen und uns auf eine kraftvolle neue Lebensphase vorzubereiten.

So kannst du zyklisch arbeiten, wenn du keine Menstruation hast

Als zyklische Unternehmerin ohne Menstruation kannst du dein Business dennoch im Einklang mit natürlichen Energie- und Lebensrhythmen führen.

Viele verweisen jetzt auf die Mondphasen, aber das funktioniert für mich nicht so gut.

Zyklische Unternehmerin ohne Menstruation zu sein bedeutet, Erfolg, Einnahmen und Freiheit über individuelle Zyklen statt über starre Leistungsphasen zu gestalten.

Wie arbeite ich zyklisch, wenn ich keinen Menstruationszyklus habe?

Ich fühle sehr die Energien der Jahreszeiten.

Im Herbst spüre ich wirklich große Lust, auf mein Jahr zurückzublicken (Herbst kommt außerdem ja auch immer mit meinem Geburtstag.)

Im Winter will ich Genüsse, warmes Essen, Ruhe. Jetzt braucht der Körper tatsächlich mehr Schlaf und mehr Kalorien.

Und zum neuen Jahr kommt dann irgendwann die Lust auf’s Planen, Visionieren.

Das mach ich seit vielen vielen Jahren so. Und genau dafür nutze ich jetzt auch Januar und Februar.

Wie erlebst du die Perimenopause? Teile gerne deine Gedanken in den Kommentaren; wir sind auf diesem Weg nicht allein.

Ich begleite dich dabei, dein Business im Einklang mit deinem inneren Rhythmus und den Zyklen der Natur zu gestalten. Initiierte Donna Divina. Zertifizierte Red Tent Facilitator und SheLeaderin der Weiblichen Leadership Akademie. Expertin im Vereinfachen und Träume wahrmachen seit 2005. 3 gegründete Unternehmen: Eine Konzertagentur. Ein Frauen-Café. Und das Onlinementoring mit Onlineprogrammen.

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