Praxis

Black Friday ohne mich: Warum es bei mir das ganze Jahr faire Preise gibt

Ab Mitte November geht’s wieder los. Countdowns in jeder zweiten Mail. „Nur heute!“ „Nur noch 3 Plätze!“ „70 % auf alles!“

Und ich sitze mit meinem Milchkaffee da und denke: Muss das wirklich sein?!

Meine Antwort: Nein. Bei mir gibt es zum Black Friday keinen Rabatt. Meine Angebote haben das ganze Jahr einen fairen, normalen Preis. Hier erzähle ich dir, warum.

Wann ist Black Friday 2026?

Black Friday ist 2026 am Freitag, 27. November. Er ist immer der Freitag nach Thanksgiving, dem US-amerikanischen Erntedankfest am vierten Donnerstag im November. Danach folgt noch der Cyber Monday (30. November), und viele Shops machen gleich eine ganze „Black Week“ daraus.

Woher kommt der Black Friday eigentlich?

Der Name stammt wahrscheinlich aus Philadelphia in den 1950er- und 60er-Jahren. Die Polizei nannte den Tag nach Thanksgiving so, weil Einkaufsmassen und Verkehr die ganze Stadt lahmlegten. „Schwarz“ war also gar nicht positiv gemeint.

Später hat der Handel die Geschichte umgedeutet: Der Name komme daher, dass Läden an diesem Tag endlich „schwarze Zahlen“ schreiben. Klingt netter. Ist aber nachträgliches Marketing.

In Deutschland ist Black Friday erst in den 2010er-Jahren richtig groß geworden. Und inzwischen machen nicht nur Elektronikmärkte mit, sondern auch Coaches, Kurse und Online-Programme.

Warum mache ich beim Black Friday nicht mit?

Weil ich generell gegen diesen Überkonsum bin.

Das sogenannte „normale Leben“, in dem man ständig noch mehr braucht. Der Influencerkult, der uns jeden Tag zeigt, was uns angeblich noch fehlt. Der High-Ticket-Wahnsinn, bei dem es nur noch um größer, teurer, mehr geht.

Das ist nicht natürlich. Es tut weder uns noch der Erde gut.

Und schau mal raus: Im November fährt die Natur runter. Die Bäume lassen ihr Laub fallen, alles zieht sich zurück. Und genau dann sollen wir in einen Kaufrausch verfallen? Für mich passt das nicht zusammen. (Mehr dazu in meinem Gegenentwurf zum Q4-Endspurt.)

Warum gibt es bei mir das ganze Jahr faire Preise statt Rabatt?

Weil ein Rabatt immer auch eine Botschaft ist.

Wenn ich im November 50 % runtergehe, sage ich damit allen, die im März zum vollen Preis gekauft haben: Pech gehabt. Das fühlt sich für mich nicht fair an. Und es erzieht Kundinnen dazu, nur noch auf den nächsten Sale zu warten.

Bei mir zahlst du immer denselben Preis. Egal, ob du im Februar kaufst, im Juli oder am 27. November. Du musst keinen Countdown abpassen, nichts verpassen und keine Angst haben, zu früh gekauft zu haben.

Black Friday als Selbständige: Muss ich mitmachen, um nicht unterzugehen?

Nein. Wirklich nicht.

Ich weiß, der Druck ist groß. Alle anderen machen ‘ne Aktion, und die innere Antreiberin flüstert: Wenn du jetzt nicht …

Aber deine Kundinnen kaufen bei dir nicht wegen eines Rabatts. Sie kaufen, weil sie dir vertrauen. Weil du ihnen etwas gibst, das wirklich hilft. Und dieses Vertrauen wächst durch Verlässlichkeit, nicht durch Countdowns.

Wenn du trotzdem etwas tun willst, ohne beim Rabatt-Wettlauf mitzumachen, gibt es schöne Alternativen:

  • Buy Nothing Day: Der „Kauf-nix-Tag“ entstand 1992 in Kanada als Gegenbewegung zum Black Friday. Die Idee: an genau diesem Tag bewusst nichts kaufen.
  • Giving Tuesday: Am Dienstag nach Black Friday (2026 ist das der 1. Dezember) wird gegeben statt gekauft, zum Beispiel eine Spende an ein Herzensprojekt.
  • Einfach still sein: Keine Aktion, keine Mail. Deine Leserinnen werden die Ruhe in ihrem Postfach lieben.
  • Ein ehrlicher Newsletter: Erzähl, warum du nicht mitmachst. Das ist mutiger als jeder Rabatt, und du wirst überrascht sein, wie viele dir zustimmen.

Was mache ich stattdessen am Black Friday?

Das, was ich im Herbst sowieso am liebsten mache: Morgenrunde mit Nikita. Ein Milchkaffee. Vielleicht ein Eintopf. Und ganz sicher kein Shopping.

Meine Angebote bleiben einfach, wie sie sind. Zum ganz normalen Preis. Das ganze Jahr fair.

Und statt Kaufrausch: Weihnachten frei

Statt dich im November in Rabattschlachten zu stürzen, kannst du die Zeit nutzen, um deine Winterpause vorzubereiten. Wie das geht, liest du in Weihnachten frei als Selbständige.

Und dazu gibt’s meine Checkliste mit sanften Impulsen. Die kostet übrigens nicht nur am Black Friday nichts, sondern immer. :)


Deine kostenlose Checkliste und sanfte Impulse, damit bis zum 18. Dezember alles fertig ist und du Weihnachten wirklich frei hast:

Mein Wunsch für dich ist: Dass du dich diesen November nicht vom Countdown treiben lässt. Weder als Käuferin noch als Unternehmerin. <3

Ich begleite dich dabei, dein Unternehmen im Einklang mit deinem inneren Rhythmus und den Zyklen der Natur zu gestalten - Cozy Biz statt Angebote-Chaos. Initiierte Donna Divina. Zertifizierte Red Tent Facilitator und SheLeaderin der Weiblichen Leadership Akademie. Expertin im Vereinfachen und Träume wahrmachen seit 2008. 3 gegründete Unternehmen: Eine Konzertagentur. Ein Frauen-Café. Und das Onlinementoring mit Onlineprogrammen.

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