Cozy Biz schön und gut, aber es gibt ein paar taffe Wahrheiten, die auch jede Herzens-Business-Betreiberin hören muss:
Ich bin jetzt seit 2008 selbständig: Hatte Online- und Offline-Unternehmen. Eine Konzertagentur. Ein Café-Seminarzentrum. Und das Mentoring-Unternehmen, das ich noch immer führe.
Und viel zu lange hatten mein Biz und ich eine toxische Beziehung: Ich hatte mich selbst in Geiselhaft begeben.
Viele dieser Fehler werden einem erst Jahre später klar. Ich will dir mit diesem Artikel helfen, sie von vornherein zu vermeiden. Lies dir durch, was ich falsch gemacht habe. Und schau, wie du das in deinem Unternehmen handhaben möchtest.
Wahrheiten, die du dir vor Augen halten musst
Was für dich funktioniert, findest du erst im Tun heraus.
Es passiert nicht über Nacht – du musst einfach anfangen.
Ein einträgliches Biz ist ein Prozess über Jahre. Aber starten musst du, sonst kommst du nicht vom Fleck:
Ich blogge seit 2008. Hab Onlineprodukte seit 2011.
Nutze WordPress seit 2014.
Ich hab mehrfach re-brandet, zuletzt (in Gold) im Januar 2023.
Mein jetziges ganz simples Email- und Shopsystem – Tentary – gefunden Anfang 2025.
Mein jetziges Thema hab ich in den letzten Monaten nochmal frisch heraus kristallisiert. Du siehst, es ist eine ständige Weiterentwicklung.
Bei mir sind die Essentials jetzt:
-> Blog & Liebesbrief (Newsletter)
-> Reels für NEUE Augen
Du hast ein Biz. Du willst zahlende Kunden.
Im Onlinebusiness ist es immer noch üblich, Freebies anzulegen, damit die Leute sich auf die Mailingliste eintragen. Ich finde es auch richtig. Sie sollen deine Arbeitsweise erstmal kennenlernen. Und du willst sie natürlich gern auf der Liste, für zukünftige Angebote.
Aber sei schlau damit, wie du Freebies anwendest.
Wieso du keine* Freebies machen solltest und Was du stattdessen tun kannst
*oder nur sehr sehr bewusste
Mache keine Freebies mehr! Arbeite nicht umsonst! Das zieht nur Abstauber an.
Abstauber sind die Menschen, die erwarten, im Internet alles kostenlos zu bekommen.
(Aber dann mit den Materialien meist nicht mal was anfangen, sondern es einfach erstmal haben und dann in einem Archiv herumliegen haben.)
Die sich nie zurückmelden. Die meist nicht mal ein Like geben.
Die dir nur die Energie absaugen und dein Zutrauen in dein Unternehmen untergraben.
Es ist auch einfach frustrierend, wenn du schaffst, schenkst und teilst – und niemand rührt sich, liket, antwortet, kommentiert oder kauft.
Und: Zu viele „Karteileichen“ (Inaktive, die deine Mails nicht öffen und lesen) in deiner Mailingliste treiben auch den Preis für deine Listensoftware in die Höhe.
So filterst du die Abstauber aus
So lässt du die Abstauber gar nicht erst in deine Liste. Damit du deine Energie nicht ausbrennst, sondern dich um die kümmern kannst, die es auch nutzen wollen.
Es ist ganz wichtig, wen du überhaupt zur Tür rein lässt:
Um die pro-aktiven Frauen auf die Liste zu bekommen, überlege dir, ob du statt eines Freebies ein sehr günstiges Kauf-Angebot machst, das sie sofort nutzen und umsetzen können. Das holen sich dann eben auch nur die, die vorhaben, das Produkt wirklich auszuprobieren.
Es wird dir so viel Enttäuschung, Frust, Verluste und Zeitvergeudung ersparen.
Biz-Fehler, die ich gemacht habe
Ich hatte ein paar taffe Entscheidungen vermieden, die du als Biz Owner treffen musst.
Selbst als empathische, sensible, Herzensbusinessbetreiberin:
Ich hab vernachlässigt, dass ein Biz zu allererst mal Geld einnehmen muss
Du MUSST Geld machen. Für dein Überleben.
Es ist nicht falsch, Geld machen zu wollen. Wir alle brauchen Geld. Wir leben nun mal in einer Gesellschaft, die nur mit Geld funktioniert.
Geld wurde dazu erfunden, den Tausch leichter zu machen zwischen den Dingen, die wir zum Überleben brauchen: Wohnung, Nahrung, Gesundheitsversorgung …
Es ist völlig in Ordnung, Geld machen zu wollen.
Wie du das ausgestaltest, das liegt bei dir:
Welchen Preis du an dein Angebot heftest, hängt davon ab, wie viel Wert du deinem Angebot zutraust. Wie groß ist die Veränderung, die es deinem Kunden bringen wird?
Du kannst mit geringen Preisen anfangen und die mit wachsenden Inhalten, deinem wachsenden Zutrauen in deine Fähigkeiten und die Wirkung deines Produktes erhöhen.
Es klingt hart, aber du hast ein Business, kein Charity: Du musst auch deinen Lebensunterhalt verdienen.
Deine Zielgruppe ist: Wer ist in der Lage, etwas zu verändern und auch, dich für deine Hilfe zu bezahlen?
Dein Unternehmen muss zuerst einmal Geld einbringen. Danach kannst du dann auch denen helfen, die erstmal nichts zahlen wollen / können: Z. B. mit hilfreichen Blogposts.
Ich hab viel zuviel kostenlos verschenkt
Freebies. Blogposts. Vor allem Social Media-Aktionen.
Wenn bei dir viele Blogposts entstehen, ist das super: Die schreiben sich oft persönlicher, als wenn du gleich als Kurslektion texten würdest. Aber lass sie nicht alle kostenlos im Blog stehen; aus ihnen kannst du E-Bücher und Kurse machen.
Lass immer nur wenige Blogposts öffentlich stehen. Die Leser sollen lediglich einen ersten Eindruck von dir und deiner Arbeit bekommen. Erste Hilfe. Dein Blogpost ist auch dazu da, den Urschleim zu erklären, damit du das nicht immer und immer wieder tun musst. Und damit deine Kundinnen qualifiziert und vorbereitet zu dir in die Programme kommen. Sie sollen sich nicht darin verlieren, sondern kaufen.

Ich hatte jahrelang die falsche Zielgruppe
Jahrelang war meine Zielgruppe „erschöpfte Frauen“. Die einen Burnout hatten oder kurz davor standen.
Natürlich waren diese Frauen zu erschöpft, um eine Entscheidung für ein Produkt zu treffen, oder sich aufzuraffen, etwas in ihrem Leben zu verändern. Aber das wurde mir viel zu lange nicht klar.
Ich kann, weil es mich selbst auch nur wieder erschöpfen würde, mich nicht zu tief in die Wissenschaft / Medizin hinter chronischer Erschöpfung einarbeiten. Deshalb hab ich irgendwann beschlossen, dieses Feld anderen zu überlassen. Es gibt so viele gute Plattformen, Foren, Gruppen, Ärzte usw. die das zu ihrem Spezialgebiet gemacht haben.
Ich habe also, auch um mich selbst zu schützen, das Gebiet „chronische Erschöpfung“ als Thema meines Businesses verlassen.
Meine Zielgruppe sind immer noch Frauen. Die unzufrieden mit ihrem jetzigen Leben sind. Die aber in der Lage und bereit sind, die Dinge anzugehen.
Meine Lösungsidee für sie:
Geld löst alle ihre Probleme ;) Sie haben weniger Ängste auszustehen. Sie können besser für sich selbst und ihre Familie sorgen. Sie können sich ihr Leben freier gestalten.
Geld können sie selbst machen. Mit einem Onlineprodukt.
Die Programme, die ich vorher für sie produziert hatte, haben z. T. als Lektionen weiterhin ihren Platz in meinen Programmen. (Sie liegen mir auch sehr am Herzen.) Allerdings weiter drin in meinem „Universum“. Ich lass erstmal die zur Tür rein, die sich ein Produkt, eine Einnahmequelle erschaffen wollen.
Und denen kann ich dann auch helfen, sich dabei nicht zu verausgaben, gut für sich zu sorgen und herauszufinden, wie sie ihr Leben noch besser gestalten und ihre Träume einfacher erreichen können.
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Ich brauchte lange, bis ich mich auf mein richtiges Spezialthema festgelegt habe
Und ich hab jetzt ganz klar herausgefunden, was mein Fachgebiet ist:
Ich helfe Frauen, ihr Business cozy und umsatzkräftig zu machen. Mit einem Onlineprodukt, einem klaren Funnel, mit guten inneren Routinen und Abläufen.
Nix mehr – vordergründig – mit „Inspiration“, „Flow“, chronischer Erschöpfung usw. Das ist zu wage bzw. keine kauffähige Klientel. Das läuft im Hintergrund, damit das #Freuberufler-Leben gut läuft, aber zur Tür rein lass ich die Frauen, die ein Onlineprodukt oder ihren weiblichen Funnel und Launch Lifestyle bauen wollen.
Uuund ich bringe Kooperationen und Bundles (jede steuert ein Onlineprodukt bei) in den deutschsprachigen Raum.
Denn jetzt finde ich Frauen, die nicht meine Konkurrenz sind, sondern Ergänzung.
Mir fehlte die Vision für mein Business
Es braucht immer eine ganz genaue Vorstellung davon, wo du hin willst. Sonst dümpelst du nur so dahin.
In meinem Alltag lebte ich schon ganz gut. Ich hatte fast alles erreicht, was ich mir bei meinem Umbruch 2008 vorgenommen hatte. Aber irgendwie hob mein Unternehmen „ganzichselbst“ einfach noch nicht ab.
Ich trottete so dahin. Fühlte mich okay. In den meisten Bereichen sogar richtig zufrieden. Hatte einige Lebensträume umgesetzt – das eigene Café/Seminarzentrum sogar. Eine langjährige Beziehung. Meinen Hund.
Aber mein Unternehmen brachte immer noch nicht genug Geld zum Leben ein. Ganz zu schweigen von den Wünschen, die ich noch hatte.
Es lag daran, dass ich zwar eine sehr klare Idee davon hatte, wie ich meinen Alltag haben wollte.
Und das hab ich auch alles erreicht: Nie mehr zu früh aufstehen müssen. Entspannte langsame und stille Vormittage. Arbeiten von Zuhause aus. Essen, wenn ich hungrig werde, ruhen, wenn ich müde bin … Keine Termine, keine Verpflichtungen, außer ich will das.
Aber mir fehlte noch die Vorstellung von meinem erfolgreichen Unternehmen.
Der Alltag lief ja zufriedenstellend. Ich dachte nicht darüber hinaus. Und gab somit meinem Leben auch keine Richtung vor.
Als ich mir meinen Hund erträumte, wusste ich ganz genau, was ich haben will: Weiblich, junge erwachsene Hündin, ca. 5 Kilo, Malteser oder -Mix … Und ich fand genau diesen perfekten Hund innerhalb eines Jahres.
Für mein Geschäft brauchte ich eine ähnlich klare Vision wie damals für Nikita.
Wenn du ein bestimmtes Ziel erreichen oder auf eine bestimmte Art leben willst, dann musst du eins sein:
- Sei schonungslos mit deinen Ansprüchen an dein Leben
- Sei trotzig.
- Kenne dich ganz genau.
- Mache keine Kompromisse, was deine Vorstellung von deiner tagtäglichen Lebensführung angeht.
Und dann lege den konkreten Weg fest, die notwendigen Bestandteile, die es braucht, um das zu verwirklichen!
Ich hatte mein Biz falschrum aufgezogen
Finde zuerst das spezielle Problem, das dein Biz für den Kunden / die Kundin lösen wird.
Stelle dafür ein Konzept auf für einen – ja, hochpreisigen! – Kurs, ein Programm.
Bevor du den Kurs wirklich erstellst, mache Werbung dafür und sammle ein paar Vorbestellungen oder Käufe ein.
Erst, wenn jemand den Kurs will, lieferst du: Erstellst ihn endgültig.
Und jetzt weißt du auch, wie deine dort hin führenden Produkte aussehen müssen.
Die Upsells, die Tripwires, das Freebie und die Botschaften in deinen Blogposts und Social Media-Kanälen.
Die leiten sich nämlich aus dem Hauptprogramm ab, sind Clips und Ausschnitte und Zitate daraus.
So erstellt man einen wirksamen Funnel.
Ich hatte keine Klarheit – über meine Angebote
Wie sie zusammenpassen und vor allem:
Welches ganz konkrete Problem sie lösen sollen.
Dieses Problem löste sich – wie von selbst – durch die vorgenannte richtige Reihenfolge des Kreierens.
Selbstlernprogramm, online
Ich entrümple seit 2005 – nicht nur Materielles, sondern Glaubenssätze, Muster, Gewohnheiten und Angebote.
Ich hab mich von Ängsten ausbremsen lassen
Hatte Angst vor der Kamera.
Angst vor meiner wahren Größe.
Angst vor dem Unbekannten.
Angst, ich zu sein. So, wie ich wirklich bin.
Ich hab versucht, alles zu machen. hab jedes shiny Ding ausprobiert
Ich verausgabte mich. Hatte kein System. Tat hiervon ein bisschen, davon ein bisschen. Vieles zur falschen Zeit. Alles unzusammenhängend. So dass die Anstrengung ins Leere lief. Mir fehlte die Klarheit.
Hab nie nach einem wiederkehrenden System gerabeitet. Bin nie bei einem Plan geblieben. War dem Online-Sog verfallen. Das neueste Dings hier, das spannende glitzernde Dings dort …
Was dahinter liegt? Ich kannte mich selbst nicht. Hab nicht auf meine innere Führung und meine eigenen Fähigkeiten vertraut. Hab anderen die Macht über mich gegeben.
Was braucht ein klar strukturiertes Onlinebusiness für eine Frau, die nicht immer funktionieren kann, wirklich?
- Passives Einkommen und ein internes System, das auch verkauft, wenn sie nicht dran arbeitet.
- Immer neue Leser – die zu Käufern werden.
- Eine Zielgruppe, die auch bezahlen kann und in der Lage ist, etwas in ihrem Leben zu verändern, eine Entscheidung (zum Kauf und zum Anwenden des Produktes) zu treffen.
Ich hab so viel Zeit vergeudet mit Social Media
Das heute niemand mehr sieht, zu wenig ausgestrahlt wird, wenn du nicht dafür bezahlst.
Besser: Kreiere deine Blogposts, verschicke die an deine Mailingliste und nutze nur Schnipsel daraus und Links darauf in deinem Socia Media.
Alles andere – ganze Kampagnen für Social Media kreieren – ist Zeit- und Energieverschwendung.
Ich hab versucht, alles alleine zu machen
Weil ich Angst vor Verbindlichkeit in Kooperationen hatte.
Dabei können brainstormende Frauen sooo viel mehr zusammen spinnen als ein Kopf alleine im stillen Kämmerlein.
Komm in die SoulFlow Sisterhood und triff deine Biz Buddies in Co-Workings, Co-Creation, Crosspromo-Aktionen …
Hier geht’s zu „Clarity | Klarheit für deine Offer Suite“.
Weiterlesen: Cozy Biz: Was es ist. Was es nicht ist. Und wie es geht.



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